Verdiente Niederlage in Havelse / Uzelac: „Wir stellen uns noch zu naiv an“

Dicke Patzer werfen Rehden früh aus der Bahn – 1:3

Kaum ein Durchkommen: Rehdens Offensivmann Marcus Storey (M.) hatte einen schweren Stand. ·
+
Kaum ein Durchkommen: Rehdens Offensivmann Marcus Storey (M.) hatte einen schweren Stand. ·

Kreis-Diepholz - Aus Havelse berichtetArne FlüggeHAVELSE · Es gibt Tage, an denen ein BSV Rehden in Topform den Spitzenteams der Fußball-Regionalliga alles abverlangen kann. Es gibt aber auch Tage, an denen es gegen die großen Mannschaften einfach nicht reicht. So wie gestern. Mit 1:3 (0:2) zogen die Rehdener beim starken Tabellenfünften TSV Havelse den Kürzeren. Und BSV-Trainer Predrag Uzelac konstatierte: „Die Niederlage ist verdient. Da müssen wir gar nicht lange diskutieren.“

Allerdings hatten sich bei den Gästen vor der Partie akute Personalprobleme aufgebaut (siehe Text rechts), so dass Uzelac gezwungen war, seine stärkste Formation auseinanderzureißen. Doch als Ausrede wollte der 46-Jährige das nicht heranziehen: „Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass wir eine absolute Topleistung abrufen müssen, um so einem Gegner Paroli zu bieten. Das haben wir heute nicht getan.“

In einer sehr temporeichen und intensiven Anfangsphase, in der beide Teams versuchten, die Mittelfeldhoheit zu erlangen, zeichnete sich aber bereits ab, dass Rehden an diesem Tag in der Offensive zu harmlos ist. Kaum einmal schafften es die Gäste, sich zwingend in Szene zu setzen. „Havelse hat hinten die meisten Zweikämpfe gewonnen. Da konnten wir uns nicht durchsetzen“, kritisierte Uzelac, der nach gut 20 Minuten dann auch noch zwei dicke Patzer in der eigenen Defensive erlebte. In der 24. Minute köpfte Marco Hansmann einen Freistoß von Marc Vucinovic freistehend zum 1:0 ein, weil der ihm zugeteilte Cristian Raudales zu weit weg stand. „Wir stellen uns bei Standards immer noch zu naiv an“, brummte Uzelac, der aber vorher keinen Freistoß gesehen haben wollte: „Das war kein Foul von Danny Arend, da wurden wir benachteiligt“, klagte Uzelac.

Fünf Minuten später schenkte dann Rehdens Abwehrchef Stefan Heyken Havelse das 2:0. Der 29-Jährige spielte Patrick Posipal den Ball direkt in die Füße, Querpass auf Christoph Beismann, der dann mit einem doppelten Tunnel traf (29.). „Ich versuche noch zu retten, dann geht erst mir und dann auch noch Zecke (Torhüter Christian Ceglarek/d. Red.) der Ball durch die Beine. Das war unglücklich“, meinte Abwehrspieler Michael Wessel. Der Fehler allerdings hatte bei Heyken gelegen. „Das war ein Eigentor“, schimpfte Uzelac. Havelses Coach André Breitenreiter strahlte indes: „Wir haben aggressives Pressing und Standards im Training extra noch einmal geübt. Dass das gleich so umgesetzt wird, freut einen Trainer natürlich.“ Und hätte Ceglarek nicht noch einen Freistoß von Vucinovic aus dem Winkel geholt (45.) – die Niederlage wäre bereits besiegelt gewesen.

So kam Rehden noch einmal mit Wut aus der Kabine und hatte in der 63. Minute auch die dicke Chance zum 2:1, doch zunächst scheiterte Alexander Neumann an Marcus Straten-Wolf, ehe auch Francis Banecki den Nachschuss nicht am TSV-Keeper vorbeibrachte. „Machen wir das Tor, geht vielleicht noch etwas“, vermutete Uzelac: „So mussten wir dann aufmachen.“ Und prompt fiel auch per Konter das 3:0 durch Maurice Maletzki (68.). Rehden spielte nun alles oder nichts und konnte sich bei Ceglarek bedanken, der noch dreimal klasse reagierte, ehe Banecki in der 90. Minute zum 3:1-Endstand traf.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

EM-Mitfavorit Spanien verzweifelt an Schweden-Catenaccio

EM-Mitfavorit Spanien verzweifelt an Schweden-Catenaccio

Tränen bei Joker Gregoritsch: Österreich schreibt Geschichte

Tränen bei Joker Gregoritsch: Österreich schreibt Geschichte

EM-Drama in Kopenhagen: Dänen-Star Eriksen kollabiert

EM-Drama in Kopenhagen: Dänen-Star Eriksen kollabiert

Fußball-EM mit Show vor Italien-Türkei eröffnet

Fußball-EM mit Show vor Italien-Türkei eröffnet

Meistgelesene Artikel

„Unser Mittelfeld ist das Herz der Mannschaft“

„Unser Mittelfeld ist das Herz der Mannschaft“

„Unser Mittelfeld ist das Herz der Mannschaft“
Fußball-Sparte des SC Twistringen beschenkt

Fußball-Sparte des SC Twistringen beschenkt

Fußball-Sparte des SC Twistringen beschenkt
Endlich wieder ein Laufevent

Endlich wieder ein Laufevent

Endlich wieder ein Laufevent
Fußball in der Hitze: „Alle Spiele absagen!“

Fußball in der Hitze: „Alle Spiele absagen!“

Fußball in der Hitze: „Alle Spiele absagen!“

Kommentare