2:2 – Cloppenburg und Rehden liefern sich ein chancenreiches Kampfspiel

Dicke Nebelsuppe mit herzhafter Einlage

Gestochere im dichten Nebel: Mit vereinten Kräften versucht Cloppenburgs Abwehr die Rehdener Paul Kosenkow (Nr. 7) und Maarten Schops (rechts) zu stoppen. ·
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Gestochere im dichten Nebel: Mit vereinten Kräften versucht Cloppenburgs Abwehr die Rehdener Paul Kosenkow (Nr. 7) und Maarten Schops (rechts) zu stoppen. ·

Kreis-Diepholz - Aus Cloppenburg berichtetArne FlüggeCLOPPENBURG · Die Schlussoffensive des BV Cloppenburg hatte es noch einmal in sich. Angestrengt und unruhig stand Predrag Uzelac in seiner Coaching-Zone, tippte immer wieder mit dem Zeigefinger auf seine Uhr. „Schiri, schon drei Minuten drüber“, rief der Trainer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden – er sehnte den Schlusspfiff herbei. Als der dann ertönte und seine Mannschaft ein insgesamt verdientes 2:2 (1:1) erkämpft hatte, entlud sich bei Uzelac die ganze Anspannung.

In der dicken Nebelsuppe von Cloppenburg hatte der ersatzgeschwächt angetretene BSV Rehden einem starken Gegner einen tollen Fight über 93 Minuten geboten. „Es war schwer für uns, Leistungsträger wie Francis Banecki und Danny Arend zu ersetzen. Doch die Mannschaft hat den Kampf angenommen und sich diesen Punkt auch verdient“, sagte Uzelac, nachdem sein Puls wieder halbwegs auf die Normalschlagzahl gesunken war.

Mit 22 Punkten steht Aufsteiger BSV Rehden nach dem letzten Hinrundenspieltag glänzend da, bei noch einem ausstehenden Nachholspiel gegen den Tabellenvorletzten FC Oberneuland. Uzelac nannte die Ausbeute „überragend, das ist top, was die Mannschaft geleistet hat“, sagte der BSV-Coach mit Stolz in der Stimme. Er mahnte aber auch gleich wieder, dass „es noch ein weiter Weg ist, um die 40 Punkte für den Klassenerhalt zu haben“.

Doch erstmal galt seine Freude der Leistung seiner Mannschaft in Cloppenburg, der bei dichtem Nebel und sehr tiefem Boden alles abverlangt wurde. „So schlechte Bedingungen habe ich noch nicht erlebt“, meinte Rehdens Stürmer Paul Kosenkow. Cloppenburg startete stark. Und nachdem Rehdens Keeper Christian Ceglarek zunächst noch klasse gegen Jonas Wangler pariert hatte (11.), war er nach der anschließenden Ecke machtlos, als Christian Willen völlig freistehend das 1:0 köpfte. „Es gab eine klare Zuordnung. Da haben wir nicht aufgepasst“, monierte Uzelac.

Doch Rehden ließ sich von dem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, riss das Spiel an sich und kam in der 22. Minute zum Ausgleich, als Alexander Neumann eine starke Vorarbeit von Marcus Storey mit einem trockenen Schuss ins lange Eck verwertete. „Das haben die beiden richtig gut gemacht“, urteilte Uzelac, dem noch vor der Pause zweimal der Atem stockte. Zunächst scheiterte Tim Wernke an Ceglarek (23.), dann zielte Wangler knapp vorbei (43.).

Nach dem Wechsel wurde der Nebel noch dichter, die einsetzende Dunkelheit und das Flutlicht warfen ein Zwielicht auf den Platz, auf dem oftmals kaum etwas zu erkennen war. Doch Rehden behielt den Durchblick und ging in der 54. Minute durch den eingewechselten Vadims Logins mit 2:1 in Führung. Der Lette stand nach einem Freistoß von Viktor Pekrul am langen Pfosten goldrichtig und köpfte ungehindert ein.

„Danach haben wir aber aufgehört, Fußball zu spielen“, kritisierte der überragende BSV-Keeper Christian Ceglarek. Die Partie wurde immer hektischer, kampfbetonter, mit Riesenchancen auf beiden Seiten. „Wir haben im hinteren Bereich zu viele Fehler gemacht“, räumte Uzelac ein. Die Quittung: BV-Torjäger Rogier Krohne nutzte eine dieser Lücken zum 2:2-Ausgleich (65.). Nur 120 Sekunden später hatte Rehdens Paul Kosenkow bereits das 3:2 auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend an BV-Keeper Stefan Tilling. „Den muss er machen, dann kommt vielleicht etwas Ruhe ins Spiel“, meinte Uzelac. So aber blies Cloppenburg zur Schlussoffensive. Der Ausgang ist bekannt . . .

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