Derzeitiger Heiligenfelde-Coach übernimmt im Sommer den TVE Nordwohlde

Nur den Status quo erhalten? Das reicht Frank Fischer nicht

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Frank Fischer bezeichnet sich selbst als „Kind der Kreis- und Bezirksliga“. Ab Sommer macht der 50-Jährige aber sportlich einen Schritt zurück, indem er den TVE Nordwohlde, derzeit Elfter in der 1. Kreisklasse, übernimmt.

Nordwohlde - Von Daniel Wiechert. Frank Fischer versteht sich als Entwicklungshelfer – in fußballerischer Hinsicht. Der derzeitige Trainer des Bezirksligisten SV Heiligenfelde wird ab Sommer beim TVE Nordwohlde in der 1. Kreisklasse an der Seitenlinie stehen. „Natürlich mache ich damit zwei Schritte zurück“, sagt Fischer: „Aber ich breche mir dabei keinen Zacken aus der Krone. Mich reizt es einfach, etwas aufzubauen.“

Die Nordwohlder Baggerei hat sich damit ausgezahlt. Bereits im Januar 2014 hatten die TVE-Verantwortlichen erstmals bei Fischer vorgefühlt. Was denn wäre, wenn seine Zeit in Heiligenfelde mal zu Ende gehen würde. Fischer wiegelte ab. Doch als dann im Dezember bekannt wurde, dass der 50-Jährige im Sommer 2015 seine Zelte in Heiligenfelde abbrechen wird, traten die Nordwohlder wieder auf den Plan – mit Erfolg: „Sie haben sich sehr um mich bemüht“, berichtet Fischer über die Gespräche mit Hartmut Wessel, Carsten Köhler und Torben Reiners.

Die TVE-Bosse punkteten mit mehreren Aspekten. Erstens lobt Fischer den Vereinsvorstand „mit seinen kurzen Wegen. Sie arbeiten super zusammen.“ Zweitens macht dem kommenden Nordwohlder Trainer die Entwicklung im Nachwuchsbereich Mut: „Die A-Jugend spielt in der Bezirksliga eine gute Rolle. Und davon kommen einige im Sommer bereits hoch.“

Diese Perspektive dürfte für Fischer ausschlaggebend gewesen sein. Denn er hat bei seinen Stationen bewiesen, dass er junge Teams in ihrer Entwicklung nach vorne bringt. So stieg er mit dem SV Bruchhausen-Vilsen, dem TSV Bassum und eben Heiligenfelde stets im dritten Jahr in die Bezirksliga auf. „Dadurch bin ich natürlich ein Kind der Bezirks- und Kreisliga“, sagt Fischer, „aber nun geht es eben mal eine Liga tiefer.“ Vielleicht nur ein Abschied auf Zeit. Denn das Ziel bleibt. In drei Jahren soll die Zeit für einen Aufstieg reif sein: „Das ist doch ähnlich interessant, wie einen Verein von der Kreis- in die Bezirksliga zu führen.“

Dass er es einfacher hätte haben können, streitet Fischer gar nicht ab. So habe es Anfragen aus höheren Ligen gegeben. „Aber entweder war es zu weit weg oder ich hatte andere Vorbehalte“, lässt er sich nur wenig in die Karten schauen.

Insgesamt sei es für ihn sowieso interessanter, selbst etwas auf die Beine zu stellen: „Den Status quo irgendwo nur zu erhalten, war nie mein Ziel.“ Selbst die Gefahr, dass Nordwohlde noch in die 2. Kreisklasse abgehen könnte, bereitet Fischer, der sich bereits am Montag seinem neuen Team vorgestellt hat, keine Sorgen: „Meine Zusage zählt auch in diesem Fall.“

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