Brinkum und Melchiorshausen haben mehr mit sich selbst zu tun

Derby-Fieber? Davon ist nun gar nichts zu spüren

Melchiorshausens Andree Bitterer (Bild) ersetzt den gesperrten Nico Tettenborn als Manndecker.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannBRINKUM · Es gab schon mal Zeiten da schlugen Fußballspiele des Brinkumer SV gegen den TSV Melchiorshausen höhere Wellen. Morgen um 14 Uhr kommt es am Brinkumer Brunnenweg zum Bremen-Liga-Derby dieser beiden Clubs – doch von Derby-Fieber ist rein gar nichts zu spüren.

BSV-Trainer Klaus Gelsdorf begründet das für die Gastgeber so: „Wir haben momentan so viel mit uns selbst zu tun, dass diese Gefühle für den Gegner auf der Strecke bleiben.“ Gelsdorf mag öffentliches Klagen zwar gar nicht, sagt aber auch: „Solange ich Trainer bin, habe ich noch nie so sehr eine Winterpause herbeigesehnt.“

Damit hebt der Coach einmal mehr auf die katastrophale Personallage seiner Mannschaft ab. Tim Ebersbach und Ontje Abendroth hat die Grippe erwischt. Lars Unger ist wegen Krankheit (wie schon gegen Blumenthal) nicht dabei. Die Grüner-Zwillinge sind verletzt bzw. privat verhindert. Tobias Klemptner ist noch gesperrt, und Denis Spitzer zog sich gegen Blumenthal eine Oberschenkelverletzung zu. Gelsdorfs Motto für morgen: Wer halbwegs gesund ist, der darf auch spielen.

n„Keine

nReizpunkte“

Und das nervt den Coach schon seit Wochen: „Mit der Zusammenstellung des neuen Kaders wollten wir auf allen Positionen Reizpunkte setzen. Davon kann momentan nicht einmal im Ansatz die Rede sein.“ Dennoch hat der 42-Jährige klare Vorstellungen, wie das Spiel gegen Melchiorshausen auszugehen hat: „Natürlich wollen wir das gewinnen und versuchen, das der Abstand nach vorn nicht weiter anwächst.“

Zumindest diese Probleme hat Gelsdorfs Kollege Markus Hoßfeld nicht. Halt, stop. Ja eigentlich doch, denn die Melchiorshauser müssen versuchen, als Tabellenletzter den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht aus den Augen zu verlieren. Dabei denkt Hoßfeld aber offenbar noch nicht daran, dass morgen unbedingt etwas Zählbares herausspringen muss: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Auch Hoßfeld bestätigt, dass das mit dem erhöhten Puls vor diesem Derby nicht mehr der Fall ist: „Das ist schon seit Jahren so, dass das ein ganz normales Spiel ist. So richtig heiß ist bei uns eigentlich nur Sven-Eric Heise, der viele, viele Jahre für Brinkum gespielt hat.“

Weitere Paralele der Blau-Weißen in Richtung Brinkum: Auch bei den Gäste sieht’s personell nicht gerade rosig aus. Nico Tettenborn brummt seine Rotsperre aus dem Türkspor-Spiel ab. Jan-Christian Schröder und Jan Schmötzer sind beruflich verhindert. Omar und Walid Sabehaioun sind krank oder verletzt.

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