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Der perfekte Sportler

Niemand spielt schöner als Roger Federer. 
FOTO: IMAGO
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Niemand spielt schöner als Roger Federer. FOTO: IMAGO

Ehrlich: Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es gibt nirgends genug Platz, um all meine Gedanken voller Superlativen zu Tennis-Großmeister Roger Federer loszuwerden. Also versuche ich mal, mich kurzzuhalten und beginne chronologisch.

Wie viel Glück kann ein Mensch haben, in der Zeit aufzuwachsen, in der dieser so großartige Sportler wie Mensch diese so großartige Sportart zelebriert (der Begriff „spielt“ wird dem Schweizer nicht gerecht)? Diese Frage werde ich wahrscheinlich erst in ein paar Jahrzehnten beantworten können, wenn meine Ahnung Wirklichkeit geworden ist, dass es nie wieder einen wie ihn geben wird.

Federer ist ein laufendes Highlight-Video. Es ist völlig egal, wer sein Gegner ist und ob er am Ende gewinnt oder verliert – die Kombination aus unfassbarer Eleganz und absoluter Weltklasse sucht ihresgleichen. Und sorgt dafür, dass ich mir seine Matches auch in Zukunft immer wieder in der Wiederholung anschauen werde – als würde ich nicht eh schon jede freie Minute damit verbringen. Oft bekomme ich dann Lust, mich selbst auf den Platz zu stellen, und frage mich jedes Mal aufs Neue: Warum sieht das beim „Maestro“ – selten war ein Spitzname passender – nur so verdammt einfach aus?

Ganz nebenbei ist Federer, bei dem das Alter (er ist 39) beinahe Nebensache zu sein scheint, ein Gentleman durch und durch. Und das ist der wahre Grund, warum jeder Tennis-Fan auf dieser Welt mindestens Respekt vor ihm hat. Wenn Gott den perfekten Spieler hätte erschaffen wollen – er hieße Roger Federer.

Womit ich bei der elenden GOAT-Diskussion (Greatest of all time) angekommen wäre. Jetzt bin ich zwar erst 21 Jahre alt und werde mir dementsprechend kein ultimatives Urteil erlauben. Ich wage aber dennoch zu behaupten: Federer hat haufenweise Argumente auf seiner Seite. Und selbst wenn er irgendwann nicht mehr der erfolgreichste Tennis-Spieler aller Zeiten sein sollte: Es wird immer jene geben, die sagen, er sei der Größte. Denn das Gesamtpaket, das den Repräsentanten seiner Sportart auszeichnet, kann es so nie wieder geben.

Von Felix Schlickmann

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