ADVENTSKALENDER Modernisierter Ausschanktresen beim TSV Okel ist ein Zuschauer-Magnet

Der „Bürgermeister“ und sein „Rathaus“

Der „Bürgermeister“: Betreiber Holger Quast zeigt voller Stolz den 2019 eröffneten Verkaufstresen des TSV Okel.
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Der „Bürgermeister“: Betreiber Holger Quast zeigt voller Stolz den 2019 eröffneten Verkaufstresen des TSV Okel.

Wer schon einmal ein Heimspiel der Fußballer des TSV Okel besucht hat, der hat höchstwahrscheinlich auch Bekanntschaft mit dem ansässigen „Rathaus“ gemacht. Nein, Okel hat natürlich kein Rathaus im Ort, dass sich um die Belange der 1115 Einwohner kümmert. Dafür ist nach wie vor das Rathaus in Syke zuständig.

Okel. Beim Okeler „Rathaus“ handelt es sich vielmehr um einen Ausschanktresen. Dort werden allerlei Getränke und Süßigkeiten verkauft. Direkt nebenan befindet sich eine kleine, hölzerne und in rot gehaltende Vereinskneipe, die Platz für rund 30 Personen bietet. Auf der anderen Seite ist ein Unterstand, in dem sich während der Spiele der Stadionsprecher aufhält. Auch ein kleiner Imbisswagen darf auf der kleinen Anlage nicht fehlen.

Die „dritte Halbzeit“ wird in der angrenzenden Vereinskneipe gefeiert.

Doch wie genau kam es überhaupt dazu, den Ausschanktresen „Rathaus“ zu nennen? Die Antwort kennt Holger Quast, der es zusammen mit Helmut Volkmann und Uwe Künnemann betreibt. „Wir hatten mal einen Spieler namens Philipp Krüger im Verein. Der hat mich immer Bürgermeister genannt“, erinnert sich Quast: „Das ist aber bestimmt schon über 20 Jahre her. Irgendwann hat er mal ein Schild, auf dem Rathaus stand, als Überraschung mitgebracht. Das haben wir dann an unserem Kiosk angebracht. Und ich bin eben der Bürgermeister des Rathauses“, schmunzelt Quast.

Damals gab es das „Rathaus“, wie man es heute kennt, noch nicht. „Wir hatten vorher nur eine sehr kleine, rote Bretterbude, in der wir an Spieltagen Getränke verkauft haben“, weiß Quast: „Das Rathaus, wie es heute steht, gibt es erst seit Sommer 2019.“ Und einen besseren Zeitpunkt für die Neueröffnung hätten die Verantwortlichen nicht wählen können. Denn ausgerechnet im Sommer 2019 schaffte der sympathische Dorfverein erstmals in seiner Vereinsgeschichte den Aufstieg in die Bezirksliga – und hält sich seitdem wacker in der Liga.

Im Inneren des Okeler „Rathauses“ kennt sich keiner so gut aus wie Holger Quast.

„Das Material für das Rathaus hat freundlicherweise die Zimmerei Bäkefeld zur Verfügung gestellt. Mit vielen Ehrenamtlichen haben wir es dann anschließend zusammengebaut“, erklärt Quast.

Eine lohnenswerte Investition. Allein zu den Heimspielen kommen – je nach Wetterlage – bis zu 250 Zuschauer. „Wenn Derbys wie gegen den SV Heiligenfelde oder den TuS Sudweyhe anstehen, sind es auch weit mehr als 250 Gäste. Und die wollen während der Spiele natürlich bewirtschaftet werden“, sagt Quast und fügt an: „Verkaufsschlager sind Bier und Kaffee. In den kalten Jahreszeiten bieten wir aber auch Glühwein oder heiße Schokolade an. Und für die Kinder haben wir eine große Auswahl an Süßigkeiten.“

Den Frittierkorb überlässt Holger Quast (Bild) lieber seinem Vereinskollegen Helmut Volkmann.

Nebenan im Imbisswagen, in dem meistens Helmut Volkmann (Vater der Erstherren-Spieler Rico und Kevin) steht, wird der kleine oder große Hunger bedient. „Pommes sind die klare Nummer eins. Egal, ob mit Ketchup oder Mayonnaise“, weiß Quast. Aber auch Bratwurst, Krakauer oder Chicken Nuggets gibt es dort. Nur wenn die zweite Herren spielt, bleibt der Imbiss zu. „Dafür gibt es dann aber im Rathaus Bockwürste“, betont Quast.

Die Siege und Derbyerfolge werden dann direkt nebenan in der Vereinskneipe gefeiert. „Da kann es dann auch schon mal etwas später werden“, schmunzelt Quast.

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