Brinkum steht gewaltig unter Druck und wartet auf die Tore von Hendrik Meyer

Der Denker vom Dorf

Aus der Kreisliga in die Bremen-Liga gewechselt: Hendrik Meyer (l.) „hat sich von allen Neuzugängen am besten gemacht“, findet Brinkums Manager Frank Kunzendorf. ·
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Aus der Kreisliga in die Bremen-Liga gewechselt: Hendrik Meyer (l.) „hat sich von allen Neuzugängen am besten gemacht“, findet Brinkums Manager Frank Kunzendorf. ·

Brinkum - Von Arne HelmsFußballer vom Schlag eines Hendrik Meyer hätte Frank Kunzendorf gerne mehr beim Bremen-Ligisten Brinkumer SV. „Der setzt sich mit Niederlagen noch in der Kabine auseinander“, sagt der Manager und schießt scharf gegen „einige Spieler, die sofort nach Hause verschwinden“. Vier Pleiten am Stück setzte es zuletzt. Es gab so viele Gelegenheiten zum Nachdenken, dass die Brinkumer vor dem Heimspiel gegen den VfL 07 Bremen (Sonntag, 14 Uhr) mit nur drei Punkten auf dem drittletzten Platz liegen.

Nach Leistenproblemen war Meyer schon beim jüngsten 0:4 in Bremerhaven in die Startelf zurückgekehrt, allerdings nur für 45 Minuten. Jetzt hält die Leiste. Laut Kunzendorf könne „Henk“ damit rechnen, gegen den VfL zur ersten Elf zu gehören. Der Brinkumer SV braucht die Tore des ehemaligen Schwarmer Kreisliga-Stürmers unbedingt. In sechs Spielen gelangen bisher nur neun Tore, eine klägliche Ausbeute. Janek Piontek, dessen Einsatz nach einer Leistenverletzung ebenfalls möglich ist, traf zweimal ins Netz, genau wie Meyer.

Das ist zwar noch keine Topquote. Kunzendorf ist vom 24-jährigen Dachdecker dennoch vollends überzeugt: „Hendrik hat sich von allen Neuzugängen am besten gemacht. Er bringt sich gut ein, ist ein echtes Vorbild und immer pünktlich. Leute vom Dorf, so wie er, sind doch irgendwie anders drauf als Städter.“ Jannik Bender ist es qua Amt praktisch nicht möglich, einen Mitspieler hervorzuheben. Dem Kapitän ist das Kollektiv heilig. Doch auch Bender weiß: „Hendrik ist ein Leistungsträger.“

An Meyers Seite könnten Piontek, Kai Fehrcke oder Anil Morkan auflaufen, wenn Coach Frank Thinius es bei zwei Spitzen belässt. Aus der Sicht von Frank Kunzendorf könnte dies nicht schaden, schließlich müsse man „unbedingt gewinnen, um unten rauszukommen“.

In den Köpfen der Spieler scheint diese Ansage angekommen zu sein. „Das weiß jeder“, sagt Kapitän Bender, „das Training in dieser Woche war entsprechend. Jeder hat mehr als 100 Prozent gegeben.“ Die Tabellensituation sei laut Bender zwar „noch nicht dramatisch, weil wir gegen die Hochkaräter, gegen die wir jetzt verloren haben, auch in der letzten Saison verloren haben. Aber wir müssen jetzt die Kurve kriegen“ – ohne den verletzten Bastian Erlebach und Luca Schierenbeck (Studienfahrt), aber natürlich mit Hendrik Meyer, der nach der Partie gegen den Tabellenzwölften möglichst keinen Grund zum intensiven Grübeln haben soll.

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