FC Sulingen überrennt Rumpfteam des TuS Sulingen II nach der Pause – 7:1

Demontage nach Pingels Doppelpack

Der Schlusspunkt: Lars Mesloh (l.) köpfte eine Flanke von Konstantin Meyer aufs Tor, Keeper Milano Hoßfeld (r.) kam nicht mehr an den Ball – und schon stand es 7:1 für den FC Sulingen im Derby gegen den TuS Sulingen II.
+
Der Schlusspunkt: Lars Mesloh (l.) köpfte eine Flanke von Konstantin Meyer aufs Tor, Keeper Milano Hoßfeld (r.) kam nicht mehr an den Ball – und schon stand es 7:1 für den FC Sulingen im Derby gegen den TuS Sulingen II.

Sulingen – Minuten nach dem Abpfiff konnte sich Abdallah Diarrassouba noch immer nicht aufrappeln. 90 Minuten hatte er mit dem Rumpfkader des TuS Sulingen II versucht zu retten, was im Derby beim Bezirksliga-Spitzenreiter FC Sulingen zu retten war. Kurz vor Schluss blieb er nach einem heftigen Zusammenprall regungslos liegen und kam erst kurz darauf wieder zu sich. Schiedsrichter Wilken Bargemann pfiff noch während der Behandlung ab – und der TuS hatte es hinter sich. Mit 7:1 (2:0) hatte der FC die bedauernswerten Gäste vor 180 Zuschauern zerlegt und dabei lange Zeit noch Gnade walten lassen. „Ein noch höherer Sieg hätte mir auch weh getan“, gestand FC-Trainer Sascha Jäger, der die TuS-Zweite bis Mai 2018 gecoacht hatte. Gleichwohl war er weder mit der ersten Hälfte noch mit dem zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss seines Ex-Teams zufrieden, „aber ich hatte nie Zweifel, dass wir gewinnen. Bei diesem Gegner war es eben zwischendurch schwer, die Spannung hochzuhalten.“ Sein TuS-Kollege Christian Bei der Kellen hatte ebenfalls ein einseitiges Spiel gesehen: „Von uns kam zu wenig – keine Laufbereitschaft, kein Zweikampfverhalten.“

Tatsächlich schnürten die Platzherren die Landesliga-Reserve von Anfang an ein. Doch erst nach sechs Minuten gab Niklas Hoffmann den ersten Torschuss ab – nach feiner Kombination über Viktor Gense und Benjamin Barth. Kurz darauf klingelte es jedoch: Eine Gense-Ecke von links köpfte Bennet Lüdecke zum 1:0 ein (9.). Für das 2:0 kam Lüdecke nach einer Barth-Hereingabe einen Schritt zu spät (13.), mit seiner nächsten Szene fand er in TuS-Torwart Milano Hoßfeld seinen Meister (21.). Wenig später musste Bei der Kellen bereits wechseln: Für den angeschlagenen Chris-Leon Schlüßler kam der erst 18-jährige Devin Schmidt als sechster „Teen“ in dieser Mannschaft. „Er hat das heute richtig gut gemacht“, lobte Bei der Kellen den jungen Mann, der den ersten TuS-Schuss aufs Gehäuse von FC-Schlussmann Tobias Plümer abgab. Sein 17-Meter-Freistoß blieb jedoch in der Mauer hängen (25.). Auf der anderen Seite köpfte Julian Hartkamp einen Gense-Freistoß knapp daneben (27.). So blieb das 2:0 Bjarne Meyer vorbehalten, als er ein Solo flach unten links abschloss (34.).

Mehr gab’s nicht bis zur Pause trotz der gefühlten 70 Prozent Ballbesitz und zig guter Gelegenheiten. Das rächte sich in Minute 53: Eine Ecke von Abdallah Diarrassouba war fast schon geklärt, doch Rene Klußmann hielt aus der zweiten Reihe drauf. Sein Vollspann-Schuss schlug im linken Eck ein – nur noch 1:2 (53.). „Ausgerechnet derjenige, der nach einem Jahr Pause heute wieder mit Fußball angefangen hat, macht das Tor“, verdeutlichte Bei der Kellen schmunzelnd. Doch der Treffer weckte eine schlafende Bestie – denn der wütende FC überrannte nun die TuS-Abwehr. Zum Beispiel Marian Pingel, der am rausgelaufenen Hoßfeld vorbei aufs leere Tor lief und zum 3:1 einschob (60.). Oder Lars Mesloh, den Hoßfeld als letzter Mann nur per Foul stoppen konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Pingel sicher (63.). Zehn Minuten später durfte sich der gefoulte Mesloh dann doch mit dem 5:1 in die Torschützenliste eintragen, als er eine Rechtsflanke von Bennet Könker in die Maschen köpfte. Konstantin Meyer erhöhte nach einem Mesloh-Freistoß auf 6:1 (77.). „Das Problem ist, dass du gegen eine Mannschaft nicht so viele Standards kriegen darfst“, rügte Bei der Kellen: „Das nutzen solche routinierten Leute.“

Den Schlusspunkt leitete „Konni“ Meyer ein. Der ehemalige TuS-Akteur tanzte die Abwehr auf der rechten Seite aus, passte scharf nach innen – und Mesloh staubte zum 7:1 ab (80.). „Das war nach den drei schweren Spielen zu Beginn der richtige Gegner zur richtigen Zeit“, urteilte Jäger: „Jetzt erwarten uns wieder andere Kaliber.“

Von Cord Krüger

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mit dem Kart mitten durch die Wohnung

Mit dem Kart mitten durch die Wohnung

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Debatte über Corona-Maßnahmen und Mitsprache des Bundestags

Debatte über Corona-Maßnahmen und Mitsprache des Bundestags

Kommentare