Verband entscheidet heute, wie es weitergeht / Tendenz: Bei Inzidenzwert über 50 darf nicht gespielt werden

Dem Handball droht eine Absagen-Flut

Spielen sie – oder spielen sie nicht? Die Hunte-Aue Löwen mit Jan Linné (beim Wurf) sollen am Sonntag in Rehden gegen Achim/Baden antreten. Fraglich aber, ob es erlaubt sein wird.
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Spielen sie – oder spielen sie nicht? Die Hunte-Aue Löwen mit Jan Linné (beim Wurf) sollen am Sonntag in Rehden gegen Achim/Baden antreten. Fraglich aber, ob es erlaubt sein wird.

Syke – Am Mittwochabend wird es spannend: Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) entscheidet ab 17.00 Uhr in seiner Sitzung darüber, wie der Spielbetrieb fortgesetzt wird. Angesichts steigender Corona-Zahlen läuft es darauf hinaus, dass schon an diesem Wochenende viele Spiele ausfallen werden. Wohl aber nicht alle, eine generelle Unterbrechung der Saison wird vermutlich nicht beschlossen.

HVN-Präsident Stefan Hüdepohl hat auf der Homepage des Verbands bereits durchklingen lassen, auf welche Variante es hinausläuft, um die nötige Sicherheit in den Spielen und drumherum gewährleisten zu können: „Ich halte es für denkbar, dass wir den Spielbetrieb in Gebieten, die eine Inzidenz von über 50 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche haben, keine Spiele stattfinden lassen – und auch keine Auswärtsspiele von Teams zulassen, die aus den Gebieten stammen.“ Bei einer Inzidenz von 35 bis 50 könnten sich die Vereine in Absprache auf eine Verlegung einigen.

Momentan gibt es in Niedersachsen mehrere Landkreise sowie die Stadt Delmenhorst mit einem Inzidenzwert über 50 – Tendenz steigend. „Unser Problem ist, dass in einigen Risikogebieten der Sport zugelassen ist, in anderen nicht. Wir müssen jetzt Lösungen finden, die praktikabel sind“, fordert Hüdepohl und warnt: „Sonst brechen unsere Spieltechniker unter der Last der Einzelanfragen zusammen.“

Die Spielzeiten in den Ober- und Verbandsligen laufen bereits, in den Landesklassen und -ligen soll es am Wochenende losgehen. Sehr schwer vorstellbar aber, dass

Corona-Fall bei den „Löwinnen“

etwa die HSG Stuhr planmäßig starten kann – ihr Auftaktspiel am Samstag ist in Delmenhorst. Auch die Partien der HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf (gegen die SG Bremen-Ost II) und der HSG Phoenix (gegen den ATSV Habenhausen III) sind demnach gefährdet – weil es gegen Teams aus Bremen geht, wo der Inzidenzwert aktuell über 80 liegt. Ebenfalls zu hoch ist er laut niedersächsischem Landesgesundheitsamt (NLGA) im Landkreis Oldenburg, wo am Freitag die HSG Hunte-Aue Löwen II beim TV Neerstedt auflaufen sollen. Und auch das Oberliga-Heimspiel der ersten Herren von den Löwen steht wohl zumindest auf der Kippe. Gegner SG Achim/Baden kommt aus dem Landkreis Verden – dort bewegt sich der Inzidenzwert auf die 50 zu.

Der Landkreis Grafschaft Bentheim steht in der Inzidenz-Ampel auf www.niedersachsen.de aktuell auf Rot (über 50). In Nordhorn ist am Sonntag der Saisonstart der Damenmannschaft von den Hunte-Aue Löwen vorgesehen. Dazu wird es aller Voraussicht aber nicht kommen – auch noch aus einem anderen Grund. Im Team der HSG gibt es einen positiven Corona-Fall, ein kleiner Teil der Mitspielerinnen sei deshalb momentan in Quarantäne, bestätigt Trainer Mario Mohland. Er möchte einer endgültigen Entscheidung zwar nicht vorgreifen, sagt aber bereits: „Ich gehe stark davon aus, dass wir am Wochenende nicht spielen.“ Aus Sicherheitsgründen werde bei den „Löwinnen“ in dieser Woche auch nicht trainiert.

Im Landkreis Diepholz betrug der Inzidenzwert am Dienstagabend übrigens 47,49 – kurz vor Rot.  mr

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