Landesligist weiter in Abstiegsgefahr 

Debakel statt Befreiungsschlag: Grohn zerlegt Melchiorshausen

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Melchiorshausens Abwehrspieler Nils Kaiser hatte gestern gegen den SV Grohn mehr zu tun, als ihm lieb war.

Vegesack - Es passte zu diesem gebrauchten Nachmittag, dass direkt nach Ruben Njies Riesenchance auf den Ehrentreffer für den BSV Melchiorshausen das Tor zum 6:0 (2:0)-Endstand für den SV Grohn fiel: Njie köpfte an den Pfosten, die Gastgeber konterten und machten durch Benjamin Samorski das halbe Dutzend voll (89.). „Das war symptomatisch für die 88 Minuten davor“, fand Melchiorshausens Trainer Lars Behrens nach der Niederlage, durch die sich die abstiegsbedrohten Grohner bedrohlich an die punktgleichen Blau-Weißen heranpirschten, die weiter auf Platz zwölf der Landesliga Bremen verharren. „Es bleibt also spannend“, kommentierte Behrens die Gefahr, „aber wir haben ja noch Zeit, um die nötigen Punkte zu holen.“

Gestern blieb ihnen etwas mehr Zeit, denn der BSV hatte die Partie angesichts der lang anhaltenden Regenfälle am Mittag auf den ähnlich weit entfernten Kunstrasen der Sportanlage Vegesack verlegt und die Partie um eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Das für den BSV ungewohnte Geläuf wollte Behrens nicht als Entschuldigung für die Niederlage gelten lassen, aber bei den ersten vier Gegentoren haben wir kräftig mitgeholfen.“ Beim 1:0 durch Cansin Cetin (18.) nach einem Diagonalball von links nach rechts stand laut Behrens „die Sonne zu tief für unsere Abwehr“. Das 2:0 von Ali Atris fiel, weil die Innenverteidiger Nick Plate und Nils Kaiser unsortiert waren (43.). „Zwischen diesen Toren haben wir aber das Spiel kontrolliert, hatten zwar nicht die großen Chancen, haben hinten aber auch nichts anbrennen lassen“, lobte Behrens die gute Phase seines Teams: „In der Pause „war ich mir daher sicher, dass da noch etwas geht.“

Doppelpacker Morikami nicht zu bändigen

Doch fünf Minuten nach Wiederanpfiff lag sein Team bereits mit 0:4 hinten, weil Keisuke Morikami einen Fehler im Melchiorshauser Spielaufbau nutzte (49.) und Cetins Sonntagsschuss aus 18 Metern im Winkel einschlug (50.). Ebenfalls Morikami

markierte freistehend das 5:0 (57.). „Den haben wir gar nicht in den Griff bekommen, er war der beste Mann auf dem Platz“, lobte Behrens Grohns Japaner, der als Freigeist zwischen offensivem Mittelfeld und Sturm pendelte, sich aber auch viele Bälle von weiter hinten abholte.

Anschließend vergab Cetin seinen dritten Treffer zum 6:0 (71.), doch Samorski sorgte mit eingangs geschildertem Konter für besagtes Resultat. „Unerklärlich, warum wir hier sechs Tore kriegen. Mit einem Sieg hätten wir uns um neun Punkte von der Abstiegszone absetzen können“, seufzte Behrens. Aber es bleibt ja noch Zeit. ..

ck

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