Doppel gehen alle in die Hose

Verbandsligist Heiligenrode nach 0:6 „nur“ noch 6:9 gegen Bledeln

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Bei der Heiligenroder 6:9-Niederlage gegen den MTV Bledeln II holte Mannschaftsführer Andre Meyer einen Einzelpunkt.

Bledeln - Erste Saisonniederlage für den TSV Heiligenrode in der Tischtennis-Verbandsliga der Herren: Beim ambitionierten Tabellenvierten MTV Eintracht Bledeln II unterlag das Kreisteam nach einem fast vierstündigen Kampf auf Biegen und Brechen knapp mit 6:9, darf mit der bisherigen Punkteausbeute von 5:3-Zählern indes trotzdem absolut zufrieden sein. Wobei die Niederlage natürlich dennoch schmerzte.

Denn: Mit einem etwas besseren Start wäre zumindest ein Teilerfolg locker möglich gewesen. Doch ausgerechnet in ihrer Paradedisziplin patzten die Gäste entscheidend. Da alle drei Doppel an Bledeln gingen, hechelte Heiligenrode schnell einem deutlichen Rückstand hinterher. 

Besonders bitter: Jan Mudroncek/Stefan Schulz kassierten gegen Kevin Matthias/Lukas Duda nach zuvor vier Siegen ihre erste Niederlage und Jens Oehlmann/Andre Meyer hätten fast das MTV-Spitzendoppel Thomas Westphal/Constantin Mago geknackt. Eine 2:1-Führung wäre also kein Hexenwerk gewesen, aber so stand es aus Sicht der Gäste 0:3.

Und kurz darauf sogar 0:6. Heiligenrode drohte ein Debakel, aber der schwererkämpfte Fünfsatztriumph von Oehlmann über Bledelns Nummer vier Mago hauchte dem TSV wieder neues Leben ein. Urplötzlich lief es für das Kreisteam wie am Schnürchen und Mannschaftsführer Meyer, Jan Grashoff, Spitzenspieler Mudroncek sowie Routinier Schulz brachten Heiligenrode auf 5:6 heran. 

Was für eine beeindruckende Aufholjagd, aber wohin würde sie führen? Letztendlich doch nicht mehr zum Teilerfolg. Erst scheiterte Oehlmann in vier engen Sätzen an Dennis Meisner, ehe die Dreisatzpleite von André Nieber gegen Mago Heiligenrodes Schicksal beinahe schon besiegelte. 

Zwar verkürzte der glänzend aufgelegte Grashoff mit einem Fünfsatzerfolg gegen Jens Obst noch einmal den Rückstand auf 6:8, aber nun musste Meyer unbedingt gegen Duda nachlegen, um den Gast zumindest ins Abschlussdoppel zu hieven. Heiligenrodes Kapitän kämpfte auch wie ein Löwe, musste schlussendlich aber knapp in vier Sätzen zum ärgerlichen 6:9-Endstand passen.

Allerdings wären die Gäste im Schlussdoppel auch nicht gerade als haushohe Favoriten an den Tisch gegangen. Angesichts der TSV-Doppelschwäche an diesem Tag war ein 6:9 vielleicht sogar leichter zu verdauen als ein haarscharfes 7:9 mit vier vergeigten Doppeln. 

drö

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