Ersatzkeeper der SG Diepholz erntet Lob vom Trainer / Sonntag nächster Einsatz gegen OSV?

Dase – der zweite Mann darf hoffen

Diepholz - Dieses 3:0 am Sonnabend beim HSC BW Tündern tat richtig gut – nicht nur der gesamten SG Diepholz, sondern vor allem Etienne Dase: Der Ersatztorwart des Fußball-Landesligisten sorgte dafür, dass beim ersten Auswärtssieg des Tabellenvorletzten die Null stand – Balsam nach dem ärgerlichen Erlebnis aus dem vorherigen Heim-Debüt gegen Bavenstedt, als er in er Nachspielzeit einen Elfmeter glänzend parierte, beim Nachschuss aber machtlos war.

„Aber so ist das manchmal“, sagt der Gymnasiast, der am Mittwoch seinen 19. Geburtstag feierte: „Als Torhüter ist man schnell der Held, doch das kann sich genauso schnell wieder ändern.“

Am Sonntag ab 14 Uhr im Heimspiel gegen den OSV Hannover könnte der Gymnasiast erneut im Kasten der Ersten stehen – wenn die vorläufige Sperre von Stammkeeper Dan Zaharia Bestand hat. Sein Trainer Marco Hegerfeld hätte da kein ungutes Gefühl.

Denn „Etienne trainiert so akribisch, als ob er jedes Wochenende im Tor steht“,

„Habe mich schnell

heimisch gefühlt“

lobt der Coach seinen Nachwuchsmann, der schon einige Male in der Zweiten die Null festgehalten hatte. Während der Partie in Tündern habe seine Abwehr zwar nicht viele Chancen zugelassen, „aber bei den Flanken und Schüssen aufs Tor war er zur Stelle, bei durchgesteckten Pässen zeigte er seine Stärke im Rauslaufen. Die Schwierigkeit, in den entscheidenden Phasen voll da zu sein, hat er gut gemeistert.“

Dase selbst räumt ein, dass er vor seiner Premiere in der Startelf „ziemlich nervös“ war. „Das war ja etwas komplett Neues für mich“, sagt er nach seinem ersten Landesliga-Spiel von Beginn an. „Aber Marco hat mich beruhigt – und dann habe ich mich auch schnell wieder heimisch gefühlt.“

Hegerfeld und Dase kennen sich seit dem Start des jungen Diepholzers als Torhüter. „Damals war ich Jugendleiter beim BSV Rehden, und Etienne spielte dort in der B-Jugend, wo er ins Tor kam“, erinnert sich sein jetziger Coach. Und sollte Dase am Sonntag wieder das Diepholzer Gehäuse hüten, hofft er, „dass wir an die Leistung aus Tündern anknüpfen. Und wenn wir uns nur aufs Fußballerische konzentrieren und uns nicht zu sehr mit dem beschäftigen, was der Schiedsrichter pfeift, klappt das.“

Das erwartet Hegerfeld auch vom Rest seiner Mannschaft. Denn der momentane 13. Tabellenplatz des OSV aus dem Osten der Landeshauptstadt spiegele die Qualität des Kaders nicht richtig wider: „Hannover hat in dieser Saison Daniel Wiese vom SV Bavenstedt und Yanik Strunkey vom TSV Havelse dazu bekommen, ebenso Sascha Pohl und Anil Yesil vom SC Langenhagen. Die wollen in die Oberliga – aber daran sieht man, dass gute Einzelspieler allein nicht reichen.“

Also setzt der SG-Trainer auf die Geschlossenheit – und vertraut seiner Startformation aus der Vorwoche. · ck

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