Freese und Eckhardt-Noack reisen mit unterschiedlichen Zielen zur DM

„Das wird kein Selbstläufer“

Anderer Look: „Ich muss sagen, das Trikot gefällt mir sehr gut“, sagt Anna-Lena Freese, die kürzlich vom FTSV Jahn Brinkum zum VfB Stuttgart wechselte: „Ich fühle mich sehr wohl mit den neuen Farben, mal etwas anderes als Schwarz und Weiß.“
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Anderer Look: „Ich muss sagen, das Trikot gefällt mir sehr gut“, sagt Anna-Lena Freese, die kürzlich vom FTSV Jahn Brinkum zum VfB Stuttgart wechselte: „Ich fühle mich sehr wohl mit den neuen Farben, mal etwas anderes als Schwarz und Weiß.“

Mit recht unterschiedlichen Erwartungen reisen Neele Eckhardt-Noack (LG Göttingen/früher TSV Asendorf) und Anna-Lena Freese (VfB Stuttgart/früher FTSV Jahn Brinkum) zur Leichtathletik-DM am Wochenende nach Braunschweig. Während Dreispringerin Eckhardt-Noack den Titel holen möchte, will Sprinterin Freese in erster Linie die Atmosphäre vor Zuschauern genießen.

Braunschweig/Syke – Wenn Leistungssportlerinnen das Wiewort „ordentlich“ wählen, um ihre eigene Leistung zu beurteilen, ist klar: Es hat ihnen nicht wirklich getaugt. So war es auch bei Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack. Die 28-Jährige, groß geworden beim TSV Asendorf, landete am Wochenende bei der Team-Europameisterschaft in Polen mit 13,95 Metern auf Platz vier.

Auch wenn sie nicht alles darauf schieben wollte, betonte Eckhardt-Noack, dass es in Chorzow für ihre Verhältnisse einfach zu kalt gewesen sei: „Zwölf Grad und dazu wechselnde Winde sind einfach nicht die Verhältnisse, bei denen ich meine Bestleistungen bringe“, urteilte die Spitzenathletin.

Mindestens 14 Meter werden angepeilt

Als sie am Sonntagabend nach Zwischenlandung in Wien zurück in Hannover war, genügte ein Blick in die Wetterapp als Stimmungsaufheller. Für dieses Wochenende sind in Braunschweig knapp 25 Grad vorhergesagt. Und dort steht für Eckhardt-Noack der nächste Höhepunkt an: die deutschen Meisterschaften. „Natürlich möchte ich in Braunschweig gewinnen“, betont sie mit Blick auf dem Wettbewerb am späten Samstagnachmittag: „Wichtig ist aber auch eine zufriedenstellende Weite.“ Orientierungspunkt ist die Weite vom Einstieg in die Freiluftsaison. In Leverkusen sprang die EM-Dritte (Halle) Mitte Mai 14,10 Meter, allerdings mit etwas zu viel Rückenwind (+2,1 m/Sek.). Bei der DM gilt Eckhardt-Noack als Favoritin, doch sie sagt: „Es ist absolut kein Selbstläufer, dass ich dort gewinne.“

Allein, dass man weiß, auf der Tribüne sitzen nicht nur Trainer und Betreuer, sondern auch Zuschauer – das ist schon schön. Dass das jetzt wieder langsam losgeht, da freut sich doch jeder drüber.

Anna-Lena Freese zur Zuschauer-Rückkehr. In Braunschweig dürfen 2 000 Fans ins Stadion.

Anna-Lena Freese reist mit weniger Druck nach Braunschweig. „Ich stelle die DM in diesem Jahr nicht so krass in den Vordergrund“, sagt die 27-Jährige, die es kürzlich vom FTSV Jahn Brinkum zum VfB Stuttgart zog: „Also es ist auf jeden Fall immer schön, an den Deutschen Meisterschaften teilzunehmen, aber ich glaube in meiner jetzigen Situation – mit Vereinswechsel, Umzug, neuem Trainergespann und so weiter – ist es alles schon ein bisschen anders. Insofern nehme ich das jetzt so mit und schaue mal, wo ich dann letztlich lande.“

Gold ist das Ziel für Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack bei den deutschen Meisterschaften.

Freese wird im Eintracht-Stadion sowohl über die 100 als auch über die 200 Meter an den Start gehen. „Es war schon ein Wunsch von mir, in dieser Saison wieder verstärkt auch die 200 Meter zu laufen, weil die mir ja eigentlich auch immer noch mehr Spaß gemacht haben“, erklärt Freese und fügt mit einem Lachen an: „Zuletzt waren dann aber die Zeiten über 100 besser als über 200.“ Auch wenn Freese nicht mit den allerhöchsten Ambitionen in die Löwenstadt fährt, wähnt sie sich fit für das Highlight. „Ich bin auf jeden Fall gut drauf. In den Wettkämpfen wurde ich zuletzt ja auch peu à peu schneller.“

Und auch ihr zauberten die Temperaturvorhersagen ein Lächeln ins Gesicht. „Ich bin schon echt so eine Wetter-Athletin“, sagt die Sprinterin und verrät mit einem Augenzwinkern: „Wenn ich am Wettkampftag aufstehe und es ist kalt und regnet, dann habe ich eigentlich schon gar keine Lust mehr.“

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