Brinkums Coach Gabel verzichtet auf Marcel Dörgeloh / Seckenhauser Interesse / Weitere Abgänge

„Das unangehmste Gespräch überhaupt“

Der langjährige Stammspieler Marcel Dörgeloh (rechts) wird Brinkum verlassen (müssen). 
Foto: j. diekmann
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Der langjährige Stammspieler Marcel Dörgeloh (rechts) wird Brinkum verlassen (müssen). Foto: j. diekmann

Brinkum – Bei der Zusammenstellung des Kaders für die kommende Saison biegt Fußball-Bremen-Ligist Brinkumer SV auf die Zielgerade ein. Mittlerweile wurde auch die Zusammenarbeit des Clubs mit Cheftrainer Mike Gabel und dem spielenden Co-Trainer Kevin Artmann offiziell um ein Jahr verlängert. „Wir haben das alles per Handschlag gemacht“, erklärte Gabel gestern.

Und auch im Kader wurden Entscheidungen getroffen, denn sechs Spieler werden den Verein verlassen. Der Bekannteste dabei ist sicherlich Marcel Dörgeloh (29), der seit 2013 für die Brinkumer spielte und jetzt mit seinem alten Club TSG Seckenhausen-Fahrenhorst (Aufsteiger Bezirksliga Hannover) in Verbindung gebracht wird.

Dass Gabel nun auch offiziell bleiben wird, begründete der Coach gestern so: „Von beiden Seiten hat es eine Wertschätzung der Arbeit des anderen gegeben. Das war mir sehr wichtig. Finanzielle Dinge haben überhaupt keine Rolle gespielt. Ich habe das Vertrauen des Vereins gespürt und kann hier einige Dinge zum Besseren verändern. So werden wir zum Beispiel so lange auf dem Rasen des Hauptplatzes trainieren, wie es witterungsbedingt geht. Auch die Ausstattung der Spieler wird verbessert. Zudem liegt die Kaderplanung komplett in meinen Händen. Aber da erfahre ich durch Manager Jogi Bender eine tolle Unterstütung.“

Die „Abschiedsgespräche“ mit den Spielern fielen Gabel nicht leicht. Vor allem bei Marcel Dörgeloh tat er sich schwer: „Das war das unangenehmste Gespräch in meiner Trainerzeit überhaupt. ,Celly’ ist menschlich ein Riesenverlust, aber ich habe mich aus sportlichen Gründen dennoch dafür entschieden. Seit eineinhalb Jahren ist er immer wieder längere Zeit verletzt gewesen. Und ich denke, dass er die Physis nicht mehr erlangen wird, die für unser Spiel erforderlich ist. Spielerisch hat er alles drauf. Aber Marcel hätte sicherlich den Anspruch, weiter Führungsspieler zu sein. Aber das kann ich ihm nicht versprechen. Deshalb macht eine Trennung Sinn.“

Große Ohren ob der Trennung bekam natürlich Dörgelohs Ex-Club TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. „Stimmt. Unser Interesse ist da. Marcel wäre mit seiner Erfahrung das Puzzlestück, was uns im Kader noch fehlt. Wenn er weiter Fußball spielen möchte, dann haben wir bestimmt gute Karten“, erklärte gestern TSG-Coach Iman Bi Ria.

Gehen wird auch der erst zu Saisonbeginn vom Bezirksligisten SC Weyhe gekommene Stürmer Gordy Mumpese (20). „Gordy hat große Fortschritte gemacht, aber er sollte zu einem Verein gehen, wo er mehr Spielanteile bekommt als bei uns. Vielleicht könnte der Deal so aussehen, dass er trotzdem einmal pro Woche noch bei uns trainiert“, sagte Gabel.

Eine Rückkehr zum Landesliga-Aufsteiger SC Weyhe wäre sicherlich eine Option. „Weyhe hat auch schon bei Gordy angefragt, aber er hat auch Anfragen von einigen Clubs aus der Bremen-Liga“, weiß Gabel zu berichten. Weyhe hätte ihn natürlich gern zurück. „Wir haben Kontakt zu Gordy aufgenommen, aber er hat sich noch nicht entschieden“, meinte SCW-Coach Simon Peters.

Künftig nicht mehr im Kader ist auch der 25-jährige Kevin Freistein, der zwei Jahre lang das BSV-Trikot getragen hat. „Menschlich ein klarer Verlust, aber Kevin kann berufsbedingt nicht regelmäßig trainieren. Und dann reicht es eben nicht“, begründet Gabel die Trennung.

Ähnlich sieht es beim 20-Jährigen Hassan Sleiman aus, der ebenfalls nicht regelmäßig an den Einheiten teilnehmen kann.

Und auch der erst im Winter aus Uphusen gekommene Keeper Marvin Ekuase (20) steht nicht mehr im Kader, soll sich dem Liga-Konkurrenten SG Aumund-Vegesack angeschlossen haben. Hinter dem schon verpflichteten Marcel Pfaar sucht Gabel noch nach einer starken Alternative im Kasten.

Die Gründe für den Wechsel von Kerem Sahan liegen anders. Dem 24-Jährigen liegen offenbar Angebote der Regionalligisten VfB Oldenburg und FC Oberneuland vor. „Alles gut. Wir hatten mit Kerem eine Vereinbarung, dass er geht, wenn entsprechende Angeboten kommen. Das ist jetzt wohl der Fall“, sagt Gabel.

Von Gerd Töbelmann

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