Kleemann-Patzer kostet Melchiorshausen Punkt

„Das ist natürlich blöd gelaufen“

Die Kraft fehlt zwar noch etwas, aber Melchiorshausens Neuzugang Markus Hoffmann (re.) deutete am Samstag an, dass er im Mittelfeld eine Bereicherung werden kann.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannMELCHIORSHAUSEN · Blitzeinschlag am Samstag in Melchiorshausen! Aber da war doch zwischen 15 und 17 Uhr gar kein Gewitter, mag man sich fragen. Stimmt. Aber dennoch sanken in der 89.

Minute des Bremen-Liga-Spiels des TSV Melchiorshausen gegen Spitzenreiter OSC Bremerhaven gleich reihenweise Spieler des Gastgebers wie vom Blitz getroffen zu Boden. Verständlich, denn bis dahin schien ein torloses 0:0 in Reichweite, ehe TSV-Keeper Sascha Kleemann einmal daneben griff, so dass OSC-Kapitän Patrick Schuder das Tor des Tages beim glücklichen 1:0 (0:0) köpfen durfte.

Keine Frage: Der Tabellenvorletzte wurde nach einer in der Defensive guten Partie gegen zumeist einfallslose Bremerhavener um den Lohn der Mühe gebracht. Nach dem 0:1 lief Co-Trainer Andree Bitterer an der Seitenlinie auf und ab und trat aus Frust mehrfach gegen die Bande. Ein Vorwurf an Kleemann kam ihm aber nicht über die Lippen: „Sowas passiert eben. Da hat offenbar einer gebrüllt, dass Sascha rauskommen soll. Der wäre sonst auf der Linie geblieben – und dann wäre das Tor nicht gefallen.“

Doch so war es nicht. Kleemann klärt auf: „Ich bin schon bewusst rausgekommen. Das Ding stand regelrecht in der Luft. Ich war mir sicher, dass ich den Ball klären kann, habe mich dann aber leider doch verschätzt. Das ist jetzt natürlich blöd gelaufen für mich“, suchte der 20-Jährige, der Stammkeeper Jens Ruscher vertrat, erst gar nicht nach Ausflüchten.

Als der erste große Frust etwas abgeklungen war, fügte Bitterer noch hinzu: „Gegen den FC Bremerhaven haben wir schon gut gestandfen. Heute war das noch eine Steigerung. Aber ganz klar: Jetzt müssen auch mal Punkte her.“

Es lief am Samstag sogar so gut bei den Blau-Weißen, dass OSC-Trainer Sasa Pinter sein Team in der Pause zunächst ins „Achtung“ stellte, danach aber nach und nach den Glauben an die eigene Stärke verlor: „Wir sind ja nicht einmal in der Lage, hohe Bälle nach vorn zu schlagen. Wo bin ich hier eigentlich gelandet?“

Melchiorshausen machte das rundum gut. Hinten stand die Abwehr um Libero Oliver Riekers und den Manndeckern Steffen Röpke (später Jan Wittenberg) und „Sigi“ Byrger gut, davor räumten Jan Schmötzer und Andre Kucharski als „Doppel-Staubsauger“ ab. Und vorn hatte Melchiorshausen in Person von Markus Hofmann, David Wieloch oder Oliver Gerth auch etwas zu bieten. So hätte zum Beispiel Wieloch in der elften Minute durchaus das 1:0 machen können, scheiterte aber an OSC-Keeper Becker. Als sich dann alle schon auf ein 0:0 eingerichtet hatten, gab’s aber doch noch den beschriebenen Blitzeinschlag bei schönem Wetter.

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