Landesligist fertigt Eilvese mit 5:1 ab und steht in der Oberliga-Aufstiegsrunde

„Das ist das Wunder von Wetschen“

Die Matchwinner für Wetschen: Christoph Hainke (li.) und Moritz Raskopp trafen doppelt.
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Die Matchwinner für Wetschen: Christoph Hainke (li.) und Moritz Raskopp trafen doppelt.

Wetschen – Es war Fritz-Walter-Wetter am Samstag in Wetschen. Nasskalt. Und wie beim Wunder von Bern 1954 sprach Doppel-Torschütze Moritz Raskopp nach dem Match auch davon, „dass das heute das Wunder von Wetschen war. Es hat uns doch keiner zugetraut, dass wir tatsächlich die Aufstiegsrunde zur Oberliga schaffen würden“. Aber sie haben es gepackt: Im letzten Match der Hinrunde in der Fußball-Landesliga Staffel Nord schickte der TSV Wetschen die Überflieger von Staffelmeister STK Eilvese mit 5:1 (2:1) auf die Heimreise. Folge: Wetschen spielt im kommenden Jahr um den Oberliga-Aufstieg. Und vielleicht noch wichtiger: Landesliga-Fußball wird es auch in der kommenden Serie in Wetschen geben.

Eigentlich war am Samstag nur der Rasen so richtig traurig, doch der hat jetzt ja viel Zeit zur Erholung. Nach dem Abpfiff gab es bei den Wetscher Spielern kein Halten mehr. Das war Ringelpiez mit Anfassen. Und es regnete Bier. Die Spieler bedankten sich mit einer Welle bei den etwa 200 Fans und waren einfach nur happy.

Christoph Hainke, der wie Raskopp ebenfalls doppelt traf, erklärte voller Glück: „Die Anspannung war zwar da, hat uns heute aber nicht gelähmt. Der Trainer hat uns gut eingestellt und gesagt, dass wir Spaß haben und nicht so viel an die Tabelle denken sollen. Das hat doch gut geklappt.“

Der angesprochene Coach Oliver Marcordes strahlte mit der nicht sichtbaren Sonne um die Wette: „Ich habe es absichtlich zuletzt im Training lockerer angehen lassen. Es kam dabei gut an, dass unter der Woche die Kreiszeitung mit der Superwumms-Aktion bei uns war. Das war eine schöne Ablenkung.“

Spieler des Spiels: Christoph Hainke

Mit seinen beiden Treffern legte der 25-jährige Wetscher Stürmer den Grundstein zur 5:1-Sensation gegen Staffelsieger Eilvese.

Ein guter Gastgeber für Eilvese war Wetschen nur vor dem Anpfiff mit der Überreichung von Blumen und einem Gastgeschenk an den Staffel-Primus. Danach war auf dem engen Platz der Fight angesagt. Und dem Tabellendritten spielte es enorm in die Karten, dass Hainke bereits in der vierten Minute zum 1:0 traf. Nach einem zu Unrecht wegen einer Abseitsstellung nicht gegebenen Treffer durch Ricardo Tenti (20.) konnten die in der Spielanlage reiferen Gäste in der 22. Minute durch Patrick Mesenbrings Abstauber ausgleichen. Wetschen schüttelte sich kurz und ging nach Flügelwechsel von Sören Sandmann durch Hainkes zweiten Treffer erneut in Führung.

In der zweiten Halbzeit hatte Eilvese zwar etwas mehr vom Spiel, blieb aber nur vereinzelt gefährlich. Irgendwie merkte man dem Team an, dass es sportlich um nicht mehr so viel ging.

Ganz anders trat der TSV Wetschen auf. Fast jede Aktion wurde gefeiert. Allen war bewusst, dass die Überraschung in der Luft lag. Und man wollte ja auch nicht tatenlos zuschauen, wie der TuS Sulingen dem TSV vielleicht noch die Butter vom Aufstiegsrunden-Brot nehmen könnte.

In der 46. Minute vergab der im Abschluss etwas glücklose Ricardo Tenti freistehend das 3:1. Aber dann trat Moritz Raskopp auf den Plan. Nach Foul an Hainke verwandelte der 20-Jährige den Elfmeter sicher zur 3:1-Vorentscheidung. Spätestens jetzt blühte auf der Wetscher Bank schon der Flachs. Erst recht, als Raskopp aus halbrechter Position noch das 4:1 (64.) nachlegte. Eine Minute vor dem Ende durfte auch noch der eingewechselte Torge Rittmeyer nach seinem 5:1 jubeln – ehe es ihm wenig später alle Wetscher gleichtaten.

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