Seckenhausen gewinnt Spitzenspiel mit 5:2 / „Wir stehen zu Recht dort oben“

Das Hinrundenmeisterstück

Doppelpacker im Spitzenspiel: Seckenhausens Jannis Helmbold spielte seine Sprintstärke gegen Twistringen aus.
+
Doppelpacker im Spitzenspiel: Seckenhausens Jannis Helmbold spielte seine Sprintstärke gegen Twistringen aus.

Seckenhausen – Es stand 4:0 zur Halbzeit, und Iman Bi Ria hätte es sich eigentlich in seinem weißen Plastikstuhl bequem machen können. Der Trainer der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst dachte aber gar nicht an Müßiggang, ließ stattdessen die quietschgelben Magnete über die Tafel fliegen und diskutierte mit seinem Co-Trainer taktische Kniffe. Vorsicht ist besser als Nachsicht – obwohl Bi Ria nach Schlusspfiff betonte: „Ich hatte heute zu keiner Zeit das Gefühl, dass wir dieses Spiel noch aus der Hand geben könnten.“ Hatten sie ja auch nicht getan. Mit 5:2 gewann der Aufsteiger Seckenhausen das Bezirksliga-Spitzenspiel gegen den SC Twistringen. Und Bi Ria gab den Party-Befehl: „Heute dürfen die Jungs feiern.“ Sie setzten es in die Tat um, tanzten im Kreis und stimmten den Klassiker „Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey“ an.

Sie hätten auch „Hinrundenmeister“ intonieren können, kommt gesungen allerdings schwer über die Lippen. Bi Ria nahm dieses Wort hingegen sehr gerne in den Mund, denn: „Wir stehen zu Recht dort oben. Die Jungs leisten eine überragende Arbeit, setzen die taktischen Vorgaben um.“ Das 5:2 war sozusagen das Seckenhauser Hinrundenmeisterstück. Für Bi Ria war es „eine Machtdemonstration“.

Während bei Seckenhausen also eitel Sonnenschein herrschte, zog bei den Gästen aus Twistringen aber auch keine Schlechtwetterfront auf. „Die zweite Halbzeit hat gezeigt, wozu dieses junge Team fähig ist“, betonte SCT-Verteidger Philipp Meyer. Sein Trainer Uwe Küpker sah es ähnlich: „Ich kann nur den Hut davor ziehen, wie sich die Jungs in der zweiten Halbzeit zusammengerissen haben.“ Allerdings waren da auch die ersten 45 Minuten. „Da waren wir nicht richtig wach, was Seckenhausen eiskalt bestraft hat“, sagte Meyer.

Es waren gerade mal vier Minuten von der Uhr, als Seckenhausens Sercan Durmaz mit einem Traumpass Jannis Helmbold in Szene setzte. Seckenhausens Supersprinter hängte seinen Gegenspieler ab und vollstreckte zum 1:0 (4.). Nach Doppelpass mit Ballartist Marcel Dörgeloh erhöhte Nico Kiesewetter auf 2:0 (22.), ehe Sebastian Kirchner nach einem Durmaz-Freistoß am ersten Pfosten zur Stelle war – 3:0 (26.).

Während die Twistringer in den Seilen hingen, drängten die Seckenhauser auf den Knockout. Beispiel gefällig? Als Sandro Wittig bei einem Einwurf mal etwas trantütig wirkte, bekam er von Mitspieler Kiesewetter ein „Mach mal ein bisschen Tempo da“ zugeraunt. Dieses positive Galligsein mündete wenig später im 4:0 (43.), als Helmbold nach überragender Einzelaktion von Durmaz nur noch einzuschieben brauchte. Durmaz hätte auch selbst vollstrecken können, meinte aber: „Scheißegal, wer die Bude macht.“

Spätestens jetzt hätten die Gäste die Jalousien runterziehen können, um den Schaden zu minimieren. Taten sie aber nicht. Nach Wiederbeginn schmissen sie alles hinein: Nach schönem Spielzug über Christoph Harms, Lennart Bors und Meyer traf der eingewechselte Janik Dieckmann zum 1:4 (51.). Die folgende Viertelstunde gehörte den Gästen, ehe Dörgeloh die Twistringer Kai Wessels und Marvin Schwenker vernaschte und das 5:1 (69.) markierte. Hannes Fortkamp brachte die Gäste in der 72. Minute schließlich das zweite Mal auf die Anzeigetafel.

Von Daniel Wiechert

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Debatte über Corona-Maßnahmen und Mitsprache des Bundestags

Debatte über Corona-Maßnahmen und Mitsprache des Bundestags

Ein Riesen-Cookie aus der Pfanne

Ein Riesen-Cookie aus der Pfanne

Acht Fehler beim Kochen von Nudeln, die fast jeder macht - auch Sie?

Acht Fehler beim Kochen von Nudeln, die fast jeder macht - auch Sie?

So schmecken Eintöpfe für den Winter raffinierter

So schmecken Eintöpfe für den Winter raffinierter

Meistgelesene Artikel

Erst der Armbruch, dann das Tor

Erst der Armbruch, dann das Tor

Erst der Armbruch, dann das Tor
Nach der Quarantäne die Klatsche

Nach der Quarantäne die Klatsche

Nach der Quarantäne die Klatsche
Leidenschaft schlägt Ballbesitz

Leidenschaft schlägt Ballbesitz

Leidenschaft schlägt Ballbesitz
Zurück als kompletter Spieler

Zurück als kompletter Spieler

Zurück als kompletter Spieler

Kommentare