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„Das Beste ist das Ergebnis“: Brinkum tut sich beim 2:1 gegen Neustadt schwer

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Von: Gerd Töbelmann

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Mert Bicakci
Brinkums zur Pause eingewechselter Offensivmann Mert Bicakci kann sich in dieser Szene gegen zwei Neustädter behaupten. © Töbelmann

In der Fußball-Bremen-Liga bekleckerte sich der Tabellenzweite Brinkumer SV am Sonntag beim 2:1 auf eigenem Platz gegen die BTS Neustadt nicht mit Ruhm und konnte sich kaum glasklare Chancen herausarbeiten.

Brinkum – Kevin Artmann ist kein Freund von langen Monologen. Auf die Frage nach seiner Spielanalyse meinte er am Sonntag zunächst nur sehr knapp: „Auch für ein solches Spiel gibt es drei Punkte. Das Beste ist das Ergebnis.“ Der spielende Co-Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV schlüpfte gestern in die Chefrolle, weil sein Chef Mike Gabel wegen einer Erkrankung nicht vor Ort sein konnte. Und Artmann sah wirklich keine Glanznummer beim 2:1 (1:0) auf dem Kunstrasenplatz gegen die BTS Neustadt.

Auf Nachfrage gab der Brinkumer dann aber doch noch eine kurze Analyse: „Irgendwie fehlte bei uns heute die letzte Konzentration. Vor allem der letzte Ball in die Spitze wurde viel zu oft viel zu ungenau gespielt. Wir hätten zudem auch mal häufiger aufs Tor schießen sollen, haben aber immer wieder Haken geschlagen und den Ball dann verloren.“

Spieler des Spiels: Pascal Wiewrodt

Brinkums Torhüter stand nun wirklich nicht unter Dauerbeschuss, löste aber zwei Eins-gegen-eins-Situationen sehr gut, sodass Brinkum seine Führung verteidigen konnte.

Dabei lief es vor etwa 80 Zuschauern bei der Generalprobe für das Pokal-Halbfinale am Karfreitag bei der Leher TS zunächst wie gewünscht. Bereits in der fünften Minute fasste sich Allah Aid Hamid aus 16 Metern ein Herz und traf zum 1:0, wobei sein Schuss noch leicht abgefälscht wurde und damit für BTS-Keeper Oumar von Asseburg unhaltbar war.

Wer jetzt jedoch einen Sturmlauf der Gastgeber erwartet hatte, um vielleicht das noch bessere Torverhältnis von Spitzenreiter Bremer SV zu attackieren, der sah sich getäuscht. Brinkum spielte, wie schon von Artmann moniert, viel zu statisch und konnte die gut gestaffelte Deckung der Bremer kaum ernsthaft in Gefahr bringen. Ganz im Gegenteil: In der 17. Minute hätte BTS eigentlich das 1:1 machen müssen, doch der Ex-Brinkumer und Ex-Weyher Gordy Mumpese scheiterte freistehend am gut reagierenden Brinkumer Keeper Pascal Wiewrodt. Bis zur Pause tat sich vor beiden Toren nicht mehr viel. Da zeigte sich einmal mehr: Ein klares Plus an Ballbesitz (in diesem Fall für Brinkum) muss nicht unbedingt ein klares Plus an Torchancen bedeuten.

Stenogramm, Bremen-Liga

Brinkumer SV - BTS Neustadt 2:1 (1:0) - Brinkum: Wiewrodt - Dalkiran, Demirkapi, Gräpler, Ercan (83. Bauer), Kujabi (46. Bicakci), Safi, Janssen, Niefer (83. McMensah), Aid Hamid, Wang (65. Nao). Tore: 1:0 (5.) Aid Hamid, 2:0 (90.+2) Janssen, 2:1 (90.+4) Mumpese. Schiedsrichter: Karsten Meyer (ATSV Sebaldsbrück).

An der Grundausrichtung der Partie änderte sich auch nach der Pause nicht viel. Brinkum ließ den Ball wie beim Handball vorm gegnerischen Kreis kreiseln, aber Großchancen stellten sich nicht ein. Brinkums Athletiktrainer Klaus Lange forderte die BSV-Spieler immer wieder auf, doch mutiger in die Abschlüsse zu gehen, doch das kam bei den Akteuren nicht an.

Erst gegen Ende der Partie nahm das Match wieder Fahrt auf. Brinkum wurde zwar bis dahin in der Defensive nicht gefordert, aber bei einem mageren 1:0 weiß man ja nie. Und in der 80. Minute lag das 1:1 erneut in der Luft, doch wieder war es Wiewrodt, der gegen den durchgebrochenen Kebba Mboge rettete.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit sorgte Dennis Janssen nach Freistoß von Nicolas Gräpler dann für das erlösende 2:0. Dass unmittelbar vor dem Schlusspfiff Mumpese noch auf 1:2 verkürzte, wird wohl nur Wiewrodt geärgert haben.

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