Sven Mannott sucht nach Platz sieben keine faulen Ausreden / Bürkle mit Premiere zufrieden

„Das lag ausschließlich am Fahrer“

Lokalmatador Sven Mannott war ganz und gar nicht zufrieden und wurde bei den B-Lizenz-Solisten nur Siebter.
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Lokalmatador Sven Mannott war ganz und gar nicht zufrieden und wurde bei den B-Lizenz-Solisten nur Siebter.

Schwarme - Sven Mannott und sein Schwarmer Heimrennen – das will irgendwie nicht passen. Im vergangenen Jahr lief es noch einigermaßen, hatte der 26-Jährige B-Lizenzfahrer nur das Pech, dass er punktgleich mit dem Dritten als Vierter das Podium knapp verpasst hatte. Gestern jedoch erreichte der Lokalmatador nicht einmal den Endlauf und wurde in der Endabrechnung Siebter.

Und das war ihm fast schon peinlich. „Es ist wirklich nicht nach Plan gelaufen“, meinte Mannott nach dem Rennen kleinlaut.

Dabei hatte er im Vorfeld alles getan, um vor eigenem Publikum endlich mal aufs Podium zu fahren. Bei Tuner Matthias Kröger wurde ein neuer Motor aufgebaut, der Mannott auch gleich begeisterte: „Das ist ein Bombengerät. Mit dem bin ich absolut konkurrenzfähig.“ An dieser Aussage wollte Mannott auch gestern nach seinem miesen Abschneiden nicht rütteln: „Am Material lag es nicht. Das lag heute ausschließlich am Fahrer.“

Über die Gründe rätselte er jedoch: „Vielleicht habe ich mir vor den eigenen Leuten zu viel Druck gemacht. Ich war wohl im Kopf nicht frei.“

Die Krönung war dann noch, wie Mannott den Endlauf verpasste. Nach den Vorläufen war er punktgleich mit dem Sechsten, Jens Benneker aus Lüdinghausen. Bei Punktgleichheit entscheidet eigentlich der direkte Vergleich – und da lag Mannott im ersten Vorlauf vor Benneker. Doch die Kommissäre entschieden anders und ermittelten den letzten Endlaufteilnehmer per Los – oder vielmehr mit einem Stück Zucker. „Das war schon komisch. Ich sollte sagen, in welcher Hand das Stück Zucker ist und habe leider eine Niete gezogen. So ganz astrein war das alles nicht“, erklärte ein enttäuschter Sven Mannott.

Richtig zufrieden war dagegen der Syker Timo Bürkle, der ebenfalls für den MSC Schwarme fährt. Der 21-Jährige bestritt gestern seine Premiere auf der Langbahn und ergatterte immerhin einen Wertungspunkt. „Das war heute ein tolles Gefühl. Bisher bin ich ja nur auf einer kleinen Bahn gefahren“, freute sich Bürkle, der bei den ganzen Hubschrauber-Einsätzen auch froh war, „dass ich ungeschoren davon gekommen bin.“ Nur im zweiten Vorlauf zog sich der Debütant eine kleine Knieverletzung zu, die jedoch seine Freude über den Renntag nicht trüben konnte. · töb

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