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Superwumms: „Darf man beim Anlauf verzögern?“

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Von: Malte Rehnert

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Superwumms-Tagessieger in Okel: Jenno Bülders (rechts) mit Vorort-Mann Hermann Schlake.
Superwumms-Tagessieger in Stuhr: Jenno Bülders (rechts) mit Vorort-Mann Hermann Schlake. © Schlake

Neue Teams und Ergebnisse beim SUPERWUMMS: Adrian Pielmeier siegt in Okel, Jenno Bülders in Stuhr - und Rico Volkmann hadert, dass er nicht dabei sein konnte.

Okel/Stuhr – „Superwumms“ im Doppelpack: Diesmal war der beliebte Schusskraftwettbewerb für Fußballer beim TSV Okel und TV Stuhr zu Gast – und lieferte wieder erstaunliche Ergebnisse und nette Anekdoten.

TSV Okel

Beim Bezirksligisten musste der große Tagessieg-Favorit passen. Der spielende Co-Trainer Rico Volkmann steckte in der Corona-Quarantäne fest und konnte nicht mitmachen. „Das hat ihn selbst am meisten geärgert, er war richtig heiß darauf“, sagte TSV-Coach Cord Clausen und fügte mit einem Schmunzeln an: „Er würde auch extra zu euch zur Zeitung kommen, um mitschießen zu können.“ Der zweite Okeler, der den Torhütern mit seiner Schusskraft „schmerzende Hände“ bereiten kann, ist Philip Meyer – doch auch er fehlte wegen einer Zerrung.

So schoss sich einer ins Rampenlicht, den Clausen nicht wirklich auf dem Zettel hatte. Adrian Pielmeier war ein halbes Jahr ausgefallen, kam dann – auch angelockt vom „Superwumms“ – zum ersten Mal wieder zum Training. Und er war mit 111,1 km/h gleich der Beste. „Das hatte ich nicht erwartet“, gestand Clausen: „Adrian hat einen guten und sauberen Schuss, aber er hat eben auch so lange gefehlt.“

Einige andere Okeler hätten sich über sich selbst gewundert. Weil sie die „100“ knackten – oder weil sie Schwierigkeiten hatten, den Ball bestmöglich zu platzieren. Keeper Lucas Feldmann etwa trat nach seinem offiziellen Versuch noch zweimal an – bei zwei von drei Schüssen rauschte der Ball sogar über den Fangzaun. „Sie mussten sich sehr konzentrieren, um präzise zu sein“, meinte Clausen, der selbst auf einen Schuss verzichtete. Er habe seit geraumer Zeit Adduktorenprobleme: „Und wenn ich dann im Training mal mit aufs Tor schieße, hole ich mir immer einen weg. Das wollte ich vermeiden.“

Insgesamt kam der „Superwumms“ bei den Okelern, die sich mit einem Ergebnis von durchschnittlich 101,9 km/h in der Mannschaftswertung auf Platz zwölf einreihten, überaus gut an. „Eine tolle Aktion“, lobte Clausen, „ich hoffe, dass sie noch mal gemacht wird.“ Das hofft Rico Volkmann sicher auch . . .

Die Superwumms-Ergebnisse (Top Ten) vom TSV Okel und TV Stuhr.
Die Superwumms-Ergebnisse (Top Ten) vom TSV Okel und TV Stuhr. © Rehnert

TV Stuhr

Die Stuhrer nutzen den „Superwumms“ als Teamevent und Trainings-Highlight: 19 Schützen inklusive Trainer Stephan Stindt hatten sich bei der besonderen Einheit versammelt. Selbst für den TVS, der sich aktuell einer hohen Beteiligung erfreut, ein herausragender Wert. „Ein tolles Event“, meinte Stindt, „und dass man nur einen Versuch hat, ist ja fast wie beim Elfmeterschießen.“

Den härtesten Schuss hatte Jenno Bülders mit 115,1 km/h – und Stindt, der selbst 85,6 schaffte, staunte über seinen Arbeitskollegen: „Das hat mich überrascht. Im Büro habe ich vorher noch gelästert, dass er sich ordentlich anstrengen soll.“ Ebenfalls stark im Rennen lag Torhüter und Co-Trainer Daniel Bischoff, der sich mit 108,2 km/h auf Rang zwei in der Trainerwertung ballerte. Mit durchschnittlich 104,1 km/h sprang Stuhr zudem auf Rang sieben im Teamranking. Bemerkenswert: Gleich 15 Schützen knackten die Marke von 100 Stundenkilometern.

Nach der ersten wollte unbedingt auch noch die zweite Herren (2. Kreisklasse) ran, die zuvor sehr interessiert zugeschaut hatte. Und hier lieferte Stefan Seubt mit 118,7 km/h sogar den höchsten Wert des Abends – allerdings außer der Wertung. „Auch sie haben sich für das kurzweilige Event bedankt“, berichtete Vorort-Mann Hermann Schlake, der sich freute, in Jonah Hellmers und Erik Thiemann zwei seiner früheren Stützpunkt-Spieler wiederzusehen: „Nach zehn Jahren.“

Schlake sprach zudem sehr amüsiert über die Ideen, die bei „Superwumms“-Terminen entstehen: „Einer fragte, ob man beim Anlauf auch verzögern darf“, erzählte er: „Auf was die Jungs so kommen . . .!

Superwumms-Tagessieger in Okel: Adrian Pielmeier (links) mit Hermann Schlake
Superwumms-Tagessieger in Okel: Adrian Pielmeier. © Schlake

Und hier nun die aktuellen Rankings beim Superwumms!

Die Trainer-Gesamtwertung beim Superwumms.
Die Trainer-Gesamtwertung beim Superwumms. © Rehnert
Die Torhüter-Wertung beim Superwumms.
Die Torhüter-Wertung beim Superwumms. © Rehnert
Die Superwumms-Gesamtwertung bei den Männer-Mannschaften.
Die Superwumms-Gesamtwertung bei den Männer-Mannschaften. © Rehnert
Die Männer-Gesamtwertung beim Superwumms.
Die Männer-Gesamtwertung beim Superwumms. © Rehnert

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