Bei Abstieg der Herren droht dem TuS Sudweyhe der Verlust einiger A-Junioren

„Dann werden viele gehen“

Sudweyhes Marcel Wöbken Bild (rechts) kam auch schon in der ersten Sudweyher Herren zum Einsatz. ·
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Sudweyhes Marcel Wöbken Bild (rechts) kam auch schon in der ersten Sudweyher Herren zum Einsatz. ·

Sudweyhe - Von Rafael KaluzaWenn in der Fußball-Bundesliga ein Aufsteiger Meister wird, dann geht das in die Geschichte ein. So hat eine solche Sensation bis jetzt nur der 1. FC Kaiserslautern unter Trainer-Fuchs Otto Rehhagel geschafft. In der A-Junioren-Bezirksliga ist dieses Ereignis zwar nicht ganz so gigantisch, doch trotzdem der Ausdruck einer tollen Leistung.

Eben diese brachte in der Hinrunde der TuS Sudweyhe. Der Aufsteiger aus der Kreisliga sicherte sich mit fünf Punkten Vorsprung souverän die Herbstmeisterschaft und ist drauf und dran, auch den Sprung in die Landesliga zu schaffen.

Trainer der Erfolgstruppe ist Uwe Behrens, der die Vorzüge seiner Mannschaft erläutert: „Alle ziehen an einem Strang, und die Jungs spielen schon seit vier, fünf Jahren zusammen. Das sieht man spielerisch.“ Dass es so gut läuft, hätte Sudweyhes Coach aber auch nicht gedacht: „Wir wollten schon oben mitspielen, aber ich habe gedacht, Dritter oder Vierter ist realistisch.“

Zu Beginn der Hinrunde hatten die Sudweyher noch einen kleinen Hänger gehabt und drei Pflichtspiele – zwei in der Liga und eines im Pokal – in Folge verloren. Für diese kleine Krise hat Behrens mehrere Gründe parat. „Zum einen haben die Jungs wohl gedacht, es geht einfach weiter wie in der Kreisliga – da kam dann Bruder Leichtfuß zum Vorschein. Zum anderen haben wir keinen richtigen Torwart“, erklärt der Trainer.

Ein fehlender Keeper – was für manche Mannschaften den Ruin bedeuten würde, kompensierte der TuS nach und nach. Calvin Garlich, der sich zu Beginn der Saison als Torwart zur Verfügung stellte, war zunächst unsicher, wurde jedoch von Spiel zu Spiel stärker und stimmte sich mit seinen Vorderleuten immer besser ab. Auch deshalb legte die U19 zuletzt eine Siegesserie von sechs Spielen hin. Außerdem stellte Behrens von einem Zweiersturm auf nur noch einen Angreifer um.

Dass das mit Abstand torgefährlichste Team der Liga hinten mal das ein oder andere Gegentor mehr bekommt (momentan sind es 23), nimmt Uwe Behrens gelassen hin: „Das ist unser Motto, dass sich die Außenverteidiger mit einschalten. Da kann es schon mal passieren, dass die Positionen nicht so schnell übernommen oder besetzt werden und ein Gegentor fällt.“

Mit diesem System soll es auch in der Rückrunde weiterhin gut gehen, das Ziel „Aufstieg“ möchte Behrens aber nicht herausposaunen: „Ich bleibe dabei, dass oben mitspielen unser Ziel ist. Wenn wir ganz oben bleiben, ist das schön, aber es ist eben noch ein langer Weg.“ Der SV Bruchhausen-Vilsen und die JSG Haßbergen seien auf diesem Weg die stärksten Gegner.

Sorgen, dass die Mannschaft, von der fast alle nach der Saison den Sprung in die Herren machen, in der kommenden Saison nicht in der Landesliga besteht, hat Uwe Behrens keine. Befürchten muss der Trainer allerdings, dass die Talente den TuS Sudweyhe verlassen, wenn die erste Herren in der Kreisliga noch absteigt. „Dann werden viele gehen. Das ist auch verständlich, wenn sie dann höher spielen wollen. Allerdings glaube ich nicht, dass die erste Herren absteigt.“ Ähnlich denkt Linus Fäßler, Kapitän der A-Junioren: „Wenn die drin bleiben, kann ich mir vorstellen, dass viele in unsere Herren wechseln. Beim Abstieg muss man mal gucken.“ Noch, betont der 18-Jährige, denke man in der Mannschaft darüber aber nicht nach.

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