„Württemberg-Cup“: Bassums Trainer Stindt nimmt 1:2 gegen Syke mit Humor / Weyher 3:1-Coup

„Dann schlagen wir den  BSV. . .“

Sykes Kapitän Frank Weseloh (li., hier gegen Bassums Philip Schmitz) machte seinen Fehler vor dem 0:1 mehr als wett und erzielte in der Schlussminute per Kopfball den Siegtreffer zum 2:1. Foto Töbelmann

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannRISTEDT · Beim 11. Ristedter Fußball-Turnier um den „Württemberg-Cup“ hat Titelverteidiger und Topfavorit Bremer SV gestern einen „Bock“ geschossen und mit 1:3 gegen den Landesliga-Meister SC Weyhe verloren. In einem weiteren Match gewann Kreisligist TuS Syke mit 2:1 gegen Bassum (Bezirksliga). Spannender geht’s nicht, denn nun weisen alle vier Teams der Gruppe B vor dem letzten Spieltag drei Punkte auf.

TuS Syke - TSV Bassum 2:1 (0:1): Bassums neuer Trainer Stephan Stindt nahm die sicherlich zuvor nicht unbedingt einkalkulierte Niederlage mit Humor: „Dann schlagen wir im letzten Gruppenspiel eben den BSV . . . Dann ist wieder alles okay.“ Reallistischer war da schon seine Analyse der Niederlage. „Wir haben völlig verdient verloren. Meine Jungs haben mit Gott und der Welt diskutiert und waren überhaupt nicht bei der Sache. Das war definitiv zu wenig“, grantelte der neue Bassumer Coach.

Eigentlich unverständlich, denn zwei Tage zuvor beim Sieg gegen Weyhe hatte sein Team in Anbetracht des frühen Saisonzeitpunktes wirklich guten Fußball geboten. Den zeigten gestern vor 200 Zuschauern die Syker, deren Spielertrainer Matthias Rose richtig strahlte: „Wir waren griffiger als gegen den Bremer SV. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind und wollen jetzt den zweiten Gruppenplatz, um noch das kleine Finale bestreiten zu dürfen.“ Doch Rose (39) ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, „dass der Bremer SV natürlich eine ganz andere Hausnummer ist als Bassum. Der BSV hat bei uns alles im Keim erstickt – Bassum nicht.“

Dabei fing es schlecht an: Nach Ballverlust von Kapitän Frank Weseloh ging’s blitzschnell: Steilpass von Max auf Bruder Jannik Hahnel – 1:0 (25.). Kurz zuvor hätte der Passgeber schon treffen können, verzog nach Cordes-Traumpass aber knapp.

Syke jedoch kam keineswegs geschockt aus der Kabine. Neuzugang Omar Sabehaioun wirbelte auf der rechten Seite, und Weseloh war mit Feuereifer bemüht, seinen Patzer wieder wettzumachen. In der 51. Minute war jedoch erst einmal ein anderer dran. Der zur Pause gekommene Marc Häfker erzielte nach Vorarbeit des guten Björn Kitow das 1:1.

Weseloh indes hob sich seine Wiedergutmachung bis zum letzten Moment auf. In der Schlussminute setzte er einen Kopfball gegen die Laufrichtung von Bassums Keeper David Schröder zum 2:1 in die Maschen. Fast hätte das nicht zum „Dreier“ gelangt, doch der bis auf seinen Treffer im Abschluss glücklose Jannik Hahnel „versemmelte“ unmittelbar vor dem Abpfiff die Riesenchance zum Ausgleich.

Bremer SV - SC Weyhe 1:3 (1:0): Die Bremer hatten deutlich mehr Ballbesitz, was Weyhes Trainer Stephan Joho wenig störte: „Denen ist doch nichts eingefallen. Wir waren klasse organisiert. Genau das wollte ich gegen einen starken Gegner heute sehen.“ Dabei begann es fürchterlich: In der zweiten Minute köpfte Jan de Boer nach Ecke von Mirko Jankowski den Ball aus zwei Metern zum 1:0 über die Linie. Weyhes Keeper Daniel Denter fragte entgeistert in die Runde: „Warum zieht ihr denn die Köpfe ein?“

Den Schwanz zogen seine Kollegen danach aber nicht ein, wobei den Weyhern die Rote Karte gegen BSV-Keeper Michael Mittmann (45./Handspiel außerhalb des Strafraumes) in die Karten spielte. „Das war der Knackpunkt“, meinte Joho. Den fälligen Freistoß verwandelte Phil Maaß zum 1:1. Und es kam noch besser: Daniel Bremer (54.) und Tim Sperling (70.) legten nach zwei tollen Kontern zum 3:1 nach. Doch Joho drehte trotz des Sieges nicht ab: „Der BSV wird Bassum klar schlagen und ins Finale einziehen. Ich wäre schon zufrieden, wenn wir Platz zwei in der Gruppe halten.“

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