Daniel Pelzel neuer Torhüter des Bezirksligisten / Vier Nachwuchskräfte aus U19

Junge Wilde und alte Hasen sollen es in Rehden richten

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Unter besonderer Obut von Co-Trainer Sascha Feldt (hinten) stehen die Neuzugänge des BSV Rehden II. Drei davon sind Dennis Steinert, Daniel Runge und Daniel Pelzel (von links). Es fehlen Phil Schwierking, Lamin Sillah und Abdullah Seyhan.

Rehden - Von Cord Krüger. Sascha Feldt muss an diesem vorletzten Trainingsabend vor dem Bezirksliga-Start nicht lange durchzählen. „Im Moment stehen mir acht gesunde Spieler zur Verfügung“, sagt der Co-Trainer des BSV Rehden II. Feldt ist derzeit wahrlich nicht zu beneiden: Nur zwei Testspiele kamen in der Vorbereitung zustande – nach dem 5:0-Sieg beim TSV Cornau aus der 2. Kreisklasse gab es eine 0:3-Niederlage beim westfälischen A-Kreisligisten TuS Dielingen. „Die anderen Termine mussten wir absagen, weil wir nicht genügend Leute hatten“, schildert Feldt. Vergangene Woche kam dann noch der Ausstieg von Trainer Daniel Gunkel hinzu, der aus beruflichen und familiären Gründen nur noch als Spieler der Zweiten auflaufen will.

Doch Feldt lässt sein durch neun Abgänge gebeuteltes Team nicht im Stich – und freut sich lieber über die ersten Erfolge im Werben um Verstärkungen. Eine der wichtigsten Baustellen scheint er vielversprechend geschlossen zu haben: Als Torwart schloss sich Daniel Pelzel dem BSV an, bisher Keeper des TSV Martfeld in der 1. Kreisklasse. Nun soll er die Lücke schließen, die das zum TuS Sulingen abgewanderte Rehdener Eigengewächs Tim Becker hinterlassen hat. „Er ist mit seinen 1,76 Metern zwar relativ klein, hat aber eine enorme Sprungkraft, mit der er das ausgleicht“, lobt der 39-Jährige, zu aktiven Zeiten unter anderem Schlussmann von RW Damme in der Landesliga und von daher ein fundierter Sachverständiger auf diesem Gebiet. Und dass der 26-Jährige den Ball auch mit dem Fuß behandeln kann, bewies er gegen Dielingen, als er in der zweiten Halbzeit als Stürmer auflief. „Kein Problem für mich“, grinst Pelzel, „das habe ich in der Jugend fast ausschließlich gemacht.“

Ebenfalls vielversprechend waren die ersten Leistungen von Lamin Sillah. Der 19-jährige Linksverteidiger vom A-Jugend-Landesligisten SG JDH Delmenhorst hatte sich den Rehdenern angeboten, „weil er davon überzeugt ist, dass er sich mit guten Leistungen in den Regionalliga-Kader spielen kann“, schildert Feldt, der ihn im Test gegen Dielingen als „einen der Besten auf dem Platz“ bezeichnete.

Aus der eigenen A-Jugend rücken Mittelfeldspieler Abdullah Seyhan, der ebenfalls 19-jährige Innenverteidiger Phil Schwierking sowie die erst 18 Jahre jungen Daniel Runge und Dennis Steinert auf, die parallel mit der U 19 des JFW RWD Rehden und der zweiten Männermannschaft trainieren. Runge ist Rechtsverteidiger, Steinert spielt „überall auf der rechten Seite – ganz egal“, schildert der Youngster, gleichzeitig einer der Betreuer der Ersten, selbstbewusst. Dass auch sie wie Keeper Pelzel große Sprünge machen müssen, ist ihnen bewusst. Runge räumt nach seinen ersten Rückrundenspielen im Herrenbereich ein, dass „es schon eine Umstellung“ sei, sich nach der Zeit in der spielerisch starken A-Jugend-Landesliga nun körperlich robusteren Kontrahenten gegenüberzustehen. „Aber das kriegen wir schon hin“, schätzt Kollege Steinert.

Zu diesen „jungen Wilden“ sollen sich möglichst oft drei Routiniers gesellen – wenn es sich mit ihren Familien und Berufen vereinbaren lässt: Neben Ex-Profi Gunkel (35) für die Mittelfeld-Zentrale hat auch Defensiv-Allrounder Stefan Bernholt (38) zugesagt, weiter auszuhelfen. Und in Gestalt von Björn Wnuck (30) kehrt jemand zurück, mit dem die Zweite in der Saison 2012/2013 ihre bisher beste Zeit hatte: Als Spielertrainer führte er eine damals blutjunge Truppe bis in die Relegation zur Landesliga, ehe er im Herbst 2013 interimsweise die Erste übernahm und mit ihr im Frühling vergangenen Jahres die Qualifikation für den DFB-Pokal schaffte. Nun hat Wnuck wieder Lust auf Fußball – als Spieler, aber nicht als Trainer.

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