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Coleman kann es auch ganz vorn

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Von: Cord Krüger

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Im Vorwärtsgang: Rehdens Kevin Coleman (l.) bereitete das 1:0 und 3:0 vor und schoss das 2:0 selbst.
Im Vorwärtsgang: Rehdens Kevin Coleman (l.) bereitete das 1:0 und 3:0 vor und schoss das 2:0 selbst. © Krüger

Heide – Dreieinhalb Stunden Anreise, Übernachtung, letztes Fokussieren am Vormittag auf einen schweren Gegner – doch am Ende war Kristian Arambasic am Samstagnachmittag „einfach nur glücklich: Der ganze Aufwand, den die Jungs betrieben haben, hat sich gelohnt“, unterstrich der Trainer des BSV Rehden nach dem so wichtigen 3:0 (1:0)-Sieg beim Heider SV im fernen Schleswig-Holstein.

Dadurch hat für die Schwarz-Weißen die Abstiegsrunde der Regionalliga Nord erst so richtig begonnen, „und diese Leidenschaft, dieses Selbstvertrauen müssen wir jetzt mitnehmen in unser Heimspiel am Samstag gegen Altona 93“, hofft der A-Lizenz-Inhaber.

Ebenfalls erfreulich für ihn: Er könnte dieses Duell in derselben Formation angehen, denn in Dithmarschen hat sich niemand verletzt – und keiner seiner „Gefährdeten“ sah die Gelbe Karte.

Arambasic hatte seine Männer eindringlich vor den heiklen Gegebenheiten in Heide gewarnt: „Hier haben schon Kiel II und St. Pauli II verloren, die auch Fußball spielen können.“

Haritonov trifft zum 1:0

Doch die von ihm in einer 4-2-3-1-Formation aufs Feld geschickten Gäste erwischten einen Start nach Maß: Eine Ecke von Kevin Coleman (diesmal in der für ihn ungewohnten Rolle des Stürmers) schoss Linksverteidiger Daniel Haritonov mit rechts zum 1:0 ins lange Eck (9.). Danach blieb der BSV am Drücker, „nach etwa 20, 25 Minuten bis zur Pause waren wir aber nicht mehr so dominant“, konstatierte der BSV-Chefcoach. Denn die Heider liefen höher an und lieferten sich mit den Rehdenern ein Duell auf Augenhöhe. „Aber wir haben es mit Leidenschaft verteidigt“, lobte Arambasic besonders seine Vierer-Abwehrkette, in der Angelos Argyris als Organisator überzeugte. Da fiel das 2:0 genau zum richtigen Zeitpunkt: Coleman spielte einen feinen Doppelpass mit Zehner Kamer Krasniqi und vollendete sicher (63.). „Kamer und Kevin haben heute gut funktioniert“, urteilte Arambasic – auch in Anspielung auf das 3:0: Wieder packten beide den gepflegten Doppelpass aus, diesmal traf jedoch Kapitän Krasniqi von der Strafraumgrenze ins lange Eck (78.). Die Entscheidung? Der Trainer traute dem Braten nicht, baute seine Viererkette unmittelbar nach diesem dritten Treffer durch die Einwechslung von Jan Roschlaub zur Fünferkette aus. Und „Roschi“, neben Argyris und Pierre Becken dann der dritte Innenverteidiger in dieser Formation, „war sofort drin im Spiel“, lobte sein Chef den Mann, der zwei gefährliche Szenen mit guten Grätschen bereinigte und noch einige weitere Zweikämpfe für sich entschied.

Heider SV - BSV Rehden 0:3 (0:1)

Heide: Bartell - Arndt, Neelsen, Storb, Hahn, Busch, C, Ehlert (70. Wolf), M. Ehlert (79. Ubben), Paulsen (Kieselbach), Schröder (46. Fiebelkorn), Burke. Rehden: Niemann - Popovic (82. Temin), Becken, Argyris, Haritonov - Tomic, Kiene (82. Kaffenberger) - Osmani (65. Romdhane), Krasniqi, Büyükdemir (78. Roschlaub) - Coleman. Tore: 0:1 (9.) Haritonov, 0:2 (63.) Coleman, 0:3 (78.) Krasniqi. Schiedsrichter: Kevin Rosin (SV Lieth). Zuschauer: 627.

Trotzdem kamen die Platzherren noch zu Möglichkeiten, „insgesamt haben die Jungs das aber gut gemacht, sind früh angelaufen, damit Heides lange Bälle nicht aus dem Mittelfeld, sondern möglichst aus ihrer eigenen Hälfte kamen.“

Auf der anderen Seite ließ Rehden ebenfalls noch die eine oder andere Gelegenheit aus, „aber diesmal waren wir immerhin schon bei einer 50-Prozent-Quote. Da dürfen wir nicht vergessen, woher wir kommen“, erinnerte Arambasic an den Chancenwucher aus der Hinrunde: „Und wir haben zu null gespielt.“ Ebenfalls keine Selbstverständlichkeit mit Blick auf die jüngste Vergangenheit.  

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