Fußball-Bezirksliga: Bassum gewinnt in Twistringen mit 2:1 / Küpker: „Spiel in Halbzeit eins verloren“

Coach Klein: „Der Derbysieg schmeckt zuckersüß“

Unglücksrabe: Twistringens Philipp Meyer. Erst unterlief ihm ein Eigentor, dann musste er mit Rot vom Platz. 
 
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Unglücksrabe: Twistringens Philipp Meyer. Erst unterlief ihm ein Eigentor, dann musste er mit Rot vom Platz.  

Twistringen – Die Nacht von Philipp Meyer dürfte eine sehr kurze gewesen sein. Das liegt zum einen daran, dass der Nummer acht des SC Twistringen erst ein Eigentor unterlaufen ist – und zum anderen daran, dass er kurz vor dem Halbzeitpfiff die Chance auf Wiedergutmachung verpasste. Doch damit noch nicht genug: In der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit schickte ihn Schiedsrichter Alexander van den Born (TuS Steyerberg) auch noch vorzeitig unter die Dusche (90.+1). Meyer hatte einen langen Abschlag des gegnerischen Torwarts als letzter Mann an die Hand bekommen, sodass der Twistringer maßgeblich daran beteiligt war, dass seine Bezirksliga-Fußballer ihr Heimspiel und damit das Derby gegen den TSV Bassum am Ende mit 1:2 (0:1) verloren hatten.

„Dieser Derbysieg schmeckt natürlich zuckersüß“, freute sich Bassums Trainer Torsten Klein nach dem Abpfiff und feierte diesen erst einmal im Mannschaftskreis überschwänglich. „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey – Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“ hallte es aus dem Bassumer Pulk.

„Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren“, meinte dagegen Twistringens Chefcoach Uwe Küpker: „Wir haben uns mit den Toren selbst geschlagen.“ Und damit lag der B-Lizenz-Inhaber richtig. Hinzukommt noch, dass die Gastgeber beste Gelegenheiten ausgelassen hatten. Wie zum Beispiel in der 18. Minute, als Janik Dieckmann Stürmer Lennart Bors mit einem feinen Schnittstellenpass bediente, dessen Heber aus gut 16 Metern jedoch hauchzart am Pfosten vorbeischrammte.

Doch es sollte anders kommen; und damit das Unheil von Meyer seinen Lauf nehmen. Denn nach einer Flanke aus dem Halbfeld von Bassums Florian Fröhlich verlängerte Meyer den Ball im Strafraum so unglücklich mit dem Kopf, dass sein Keeper Jannik Blome keine Abwehrchance mehr blieb – 0:1 (38.). Doch damit nicht genug. Nur drei Minuten später hätte Meyer seinen Fehler wiedergutmachen können. Nach dem Freistoß des schwach spielenden Saimir Dikollari verpasste Meyer mit dem Kopf die Chance auf den Ausgleich – Bassums Schlussmann Leonard Schäfer hielt mit einem starken Reflex die Führung fest.

Nach dem Seitenwechsel ging dann alles ganz schnell. Die Partei war gerade einmal vier Minuten wieder angepfiffen, da stand es auch schon 2:0. Diesmal durfte sich Manka Madun in die Torschützenliste eintragen. Er stand nach einer Ecke von Michael Wiehle am zweiten Pfosten goldrichtig, musste nur noch den Kopf hinhalten. „Wir haben es dann leider verpasst, dass dritte Tor nachzulegen“, monierte Klein. So wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend. Und in der 73. Minute war es dann auch so weit: Twistringens Einwechselspieler Tom Thiede traf sehenswert per Freistoß zum Anschluss. Der Ball senkte sich aus rund 25 Metern genau in den Knick des Tores.

Und es wäre durchaus noch mehr möglich gewesen, doch bei Dieckmanns Schuss aus gut neun Metern, rettete das Bein von Bassums Alexander Pestkowski den Derbysieg für die Gäste. Dass Philipp Meyer kurz darauf noch mit Rot vom Platz musste, setzte der Niederlage somit noch die Krone auf. Einfach ein gebrauchter Tag für Twistringens Nummer acht . . .

Von Julian Diekmann

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