Morgen in Frankfurt DM-Finale gegen Ochsenhausen / „Duell auf Augenhöhe“

Chuang soll Werder zum historischen Titel führen

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Werders Manager Sascha Greber sieht realistische Meisterchancen für sein Team.

Bremen - Der Countdown läuft: Nur noch wenige Stunden trennen Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen von der größten Bewährungsprobe seiner Vereinsgeschichte. Morgen um 13.00 Uhr treffen die Hanseaten in der Frankfurter Fraport-Arena im Finale um die Deutsche Meisterschaft auf den TTF Liebherr Ochsenhausen und gehen hierbei keinesfalls als krasser Außenseiter an den Start.

Selbst der stets vorsichtige Bremer Teammanager Sascha Greber geht von einem Finale auf Augenhöhe aus: „Es treffen die beiden besten Teams der Rückrunde aufeinander. Einen Favoriten sehe ich eigentlich nicht. Die Tagesform wird entscheiden.“ Und die spricht momentan nicht unbedingt gegen die Werderaner. Adrian Crisan und Constantin Cioti beeindruckten die letzten Monate durch konstant starke Leistungen, wurden dabei jedoch von Ausnahmekönner Chih-Yuan Chuang sogar noch in den Schatten gestellt. Einer herausragenden Bundesligasaison (20:3-Siege) ließ der Taiwanese eine ähnlich fulminante Weltmeisterschaft folgen. An der Seite von Landsmann Chien-An Cheng gewann der 32-Jährige in Paris die Goldmedaille im Doppel. Ein Erfolg, der Chuang laut Greber viel Rückenwind verleihen dürfte: „Dadurch hat Chuang garantiert noch mehr Selbstvertrauen. Das wird er auch brauchen. Auf ihn wird es besonders ankommen. Der Spitzenspieler muss in einem Endspiel immer sein Auftakteinzel gewinnen. Diesen Druck kann Chuang niemand nehmen.“

Doch gerade der Weltranglisten-Sechste weiß, wie sich der Druck in einem Finale um die Deutsche Meisterschaft anfühlt. Denn: Chuang darf sich bereits Deutscher Meister nennen. 2004 erkämpfte er ausgerechnet im Dress des morgigen Endspielgegners aus Ochsenhausen den Titel. Ein Triumph, den der kompromisslose Angriffsspieler nur zu gerne wiederholen möchte: „Ich werde alles dafür tun, den Titel nach Bremen zu holen.“

Starke Worte, denen in Frankfurt ebenso starke Taten folgen müssen. Schließlich müssen sich die Hanseaten mit drei Weltklasse-Akteuren messen. Im ehemaligen südkoreanischen Einzel-Olympiasieger Seung Min Ryu, Tiago Apolonia (Portugal) und Kirill Skachkov (Russland) kann Ochsenhausen auf Spieler bauen, die allesamt zu den Top-50 der Welt zählen.

Keine leichte Aufgabe für die Bremer, die aber laut Greber zumindest auf eine grandiose Zuschauerunterstützung hoffen: „Angeführt von unserem Präsidenten Klaus-Dieter Fischer werden uns rund 200 Fans nach Frankfurt begleiten. Wie bei den letzten Fußball-Heimspielen alle in grün gekleidet. Diese grüne Wand peitscht uns morgen hoffentlich zum Sieg. Dann würde wirklich ein Traum in Erfüllung gehen.“

Auch Adrian Crisan ist zuversichtlich: „Jetzt ist alles möglich. Natürlich wollen wir deutscher Meister werden.“ Der Rumäne hatte mit seinem Sieg über Rekord-Europameister Boll im ersten Halbfinale das Düsseldorfer Aus eingeleitet. · drö

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