Kirchdorf höchst effizient gegen überlegene Gäste / Könemann früh verletzt

Christoph Albers knackt Sudweyhe

Da ist er drin: Kirchdorfs Christoph Albers (l.) trifft zum 2:0, Sudweyhes Jan-Ove Bäker (r.) kommt zu spät. Foto: Krüger

Kirchdorf - Von Cord Krüger. Da standen sie nun und plauschten nach dem Abpfiff schiedlich-friedlich über ein außergewöhnliches Bezirksliga-Duell. Christian Jeinsen, Trainer des TuS Kirchdorf, lächelte nach dem 2:1 (1:0)-Heimsieg über den TuS Sudweyhe fast verlegen seinen Sudweyher Kollegen Christian Mach an. Der wiederum musste darüber schmunzeln, wie seine Fußballer am Samstag trotz deutlicher Überlegenheit als Verlierer vom Platz gingen. „Sudweyhe hat das Spiel gemacht – und wir die Tore“, fasste Jeinsen die 95 spannenden Minuten zusammen. „Dem habe ich nichts hinzuzufügen“, gab ihm Mach Recht.

Tatsächlich schienen die Platzherren in der ersten halben Stunde von drei Punkten so weit entfernt wie die 80 Zuschauer bei 23 Grad von Frostbeulen. „Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben keinen Ball gewonnen“, klagte Jeinsen: Zum Glück hat Sudweyhe daraus kein Kapital geschlagen.“ Nach vier Minuten eines aus Kirchdorfer Sicht äußerst fahrigen Auftakts hatten die Platzherren Glück, als es für ein Tackling von Alexander Melloh gegen Marvin Brüggemann keinen Elfmeter gab. Zehn Minuten später prüfte Brüggemann Keeper Dennis Fehner. Brüggemann blieb weiter schnell auf den Beinen – oft zu schnell für eine ziemlich hoch stehende Abwehr. Kirchdorfs erste Aktion vor dem Tor datierte bereits aus Minute 26: ein Freistoß von Christoph Albers, abgefälscht zur Ecke. Direkt im Gegenzug brach Brüggemann erneut durch, scheiterte aber von halblinks an Fehner. Fünf Minuten vor der Pause verhinderte Malte Goldschrafe das 1:0 für die Gäste, als er einen Lupfer des durchgelaufenen Jason-Mark Traemann über Fehner noch zur Ecke klärte. Stattdessen jubelten Sekunden später die Platzherren – nach einer Kopfball-Ablage Goldschrafes auf Christoph Albers, der die Kugel freistehend aus zentraler Position über die Linie drückte (41.). Ein Halbzeitstand, der sich angesichts des immensen Sudweyher Drucks nicht ansatzweise angedeutet hatte. Vor allem, weil Kirchdorfs Schlüsselspieler Jan Könemann schon nach 36 Minuten vom Platz musste. „Eine Oberschenkelzerrung“, nannte der Zehner seine Diagnose: „Ich habe es bei einer Flanke, die ich knapp verfehlt habe, sofort gemerkt.“

Auch Sudweyhes Coach wechselte – allerdings taktisch bedingt und zur Pause. Er brachte Stephen Bohl als Verstärkung für die Offensive, musste aber zwei Minuten nach Wiederanpfiff das 0:2 hinnehmen: Laurids Breuer hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt, den heran nahenden Christoph Albers am zweiten Pfosten bedient – und der bugsierte den Ball mit rechts ins lange Eck (47.). Die Gäste fanden darauf bis zu einem knapp zu hoch angesetzten Schuss von Yannik Meier (53.) lange keine Antwort. Auch Brüggemann zielte drüber – diesmal per Kopf (63.). „Wir waren zwar überlegen, haben aber nichts Zwingendes zustande gebracht“, monierte Mach – und ärgerte sich über die Anfälligkeit in der Defensive: „Wir wussten um Kirchdorfs Konterstärke, dafür haben sie ja diese schnellen Leute.“ Eines jener Überfallkommandos hätte Söhnke Thies zum 3:0 abschließen müssen, doch er schoss übers leere Tor (72.). Auf der Gegenseite foulte Schlussmann Fehner Brüggemann und hatte Glück, dass die Szene aus seiner Sicht schon etwas zu weit rechts außen war. So blieb es bei der Gelben Karte, doch den fälligen Freistoß des eingewechselten Romario Klausmann nutzte Bohl zum Anschluss (76.). „Dass Romario unter der aufspringenden Mauer durchschießt, hatte ich so auch nicht erwartet“, staunte Mach über das Kabinettstückchen. Doch mehr Grund zum Lachen bekam er an diesem Tag nicht – vom lockeren Plausch mit Jeinsen mal abgesehen. Der wiederum nahm „die drei Punkte gern“, hütete sich aber davor, von einem Meilenstein im Abstiegskampf zu reden: „Jetzt spielen wir erst mal gegen die Top-Teams von oben“, erinnerte er an den Auftritt beim FC Sulingen, das Heimspiel gegen Eilvese und die Aufgabe beim TuS Sulingen II.

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