Christiane Golenia trotzt der Hitze und wird 20. bei der Triathlon-WM in Zell am See

Gänsehaut auf den letzten Metern

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Auf der Radstrecke machte Christiane Golenia bei der Triathlon-WM über die Mitteldistanz viele Plätze gut.

Zell Am See - Zeit und Platz waren schon besser, aber dennoch hat Christiane Golenia (56) ihren Auftritt bei der Triathlon-WM über die Mitteldistanz im österreichischen Zell am See sehr genossen. In der Altersklasse W55 belegte die Ausdauer-Sportlerin der Tri-Wölfe Stuhr nach 6:03:47 Stunden unter 54 Konkurrentinnen den 20. Platz. „So einen Zieleinlauf habe ich noch nie gehabt. Dafür hat sich die Mühe gelohnt“, meinte Golenia nach dem Rennen.

Was die letzten 200 Meter so interessant machten, war die Tatsache, „dass wir im engen Zielkanal auf Tuchfühlung mit den Zuschauern waren, die die Finisher gefeiert haben“, berichtete Golenia.

Bereits am Samstag war die „Wölfin“ im Einsatz und unterstützte ihre Tochter Antje (27), die ihren ersten Mitteldistanz-Einsatz überhaupt hatte. Im offenen Rennen wurde die gleiche Strecke absolviert wie tags drauf bei der WM. 1,9 km Schwimmen im Zeller See, lange Laufwege in einer weiträumigen Wechselzone, 90 km Rad, davon ein zwölf Kilometer langer Anstieg zum Filzensattel mit zwei längeren Teilstücken mit 14 Prozent Steigung und dann noch gut 21 Kilometer Laufen am Rande des Zeller Sees. Antje Golenia hielt durch und erreichte nach 6:24 Stunden bei 30 Grad im Schatten das Ziel.

Am Sonntag lief es dann umgekehrt: Mama Golenia mühte sich ab – die Tochter feuerte bei strahlendem Sonnenschein an. Die Schwimmstrecke lief dabei nicht nach Wunsch. „Ich habe leicht die Orientierung verloren und bin daher im letzten Drittel aus dem Wasser gekommen“, musste Golenia feststellen. Aber die Schokoladendisziplinen sollten ja noch folgen. Mit dem Rad überholte sie eine Konkurrentin nach der anderen. Und dies, obwohl Golenia eine viel zu schwere Übersetzung gewählt hatte. Der Lohn der Plackerei war der 24. Rang vorm Anziehen der Laufschuhe. Jetzt knallte die Hitze bei 35 Grad erst so richtig rein. Golenia hangelte sich von Verpflegungsstand zu Verpflegungsstand, nahm auch jede Gartenschlauchdusche dankbar mit und finishte letztlich auf Rang 20. „Unter diesen Bedingungen war die Zeit in Ordnung“, bilanzierte Golenia und war immer noch überwältig vom Zieleinlauf.

Der Stuhrer Manfred Hinzmann (TCB Bremen, M75) benötigte 7:50:25 Stunden und wurde Fünfter von fünf Finishern.

töb

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