„Spektakel geboten“: TuS Sulingen feiert 4:2-Heimsieg über Stelingen

Chris Brüggemann knipst vierfach

Da ist er wieder: Erneut taucht Sulingens Chris Brüggemann frei vor Stelingens Torwart Sebastian Rettschlag auf. In dieser Szene geht der spätere Vierfach-Torschütze allerdings leer aus.
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Da ist er wieder: Erneut taucht Sulingens Chris Brüggemann frei vor Stelingens Torwart Sebastian Rettschlag auf. In dieser Szene geht der spätere Vierfach-Torschütze allerdings leer aus.

Sulingen – Nach dem Abpfiff schien kurz Ungemach zu drohen für Chris Brüggemann. Der Stürmer des TuS Sulingen sah, wie Torwart Sebastian Rettschlag auf ihn zustapfte. Als die Nummer 1 des TSV Stelingen ihn im Mittelkreis erreicht hatte, raunzte er ihm das Wort „Arschloch“ entgegen, setzte aber kurz danach ein breites Grinsen auf. „Wir sehen uns im Rückspiel“, feixte ihm Brüggemann hinterher.

Aus dem Mund des vierfachen Torschützen jenes denkwürdigen Sonntagnachmittags im Sulinger Sportpark klang das wie eine Drohung. Beim 4:2 (2:1)-Sieg gelang „Brügge“ jedenfalls fast alles. „Manchmal hat man solche Tage“, kommentierte der Matchwinner trocken seinen Auftritt, „aber wir waren früh drin im Spiel, hatten einen guten Start. Und nach den Gegentoren haben wir nicht aufgehört.“

Matchwinner Brüggemann: „Waren früh im Spiel“

Seinen Trainer Thorolf Meyer überraschte das nicht, „denn das zeugt von der Moral der Truppe. Wir haben den zweimaligen Ausgleich gut weggesteckt.“ Besonders gefiel ihm aber der Auftritt in der ersten Halbzeit: Da haben wir richtig gut Druck gemacht.“

Spieler des Spiels: Chris Brüggemann

Mal durchgesprintet, mal nachgesetzt, mal Gegner ausgetanzt – und immer konsequent abgeschlossen: Sulingens Stürmer traf viermal, lief viel an und hatte stets ein Auge für seine Nebenleute.

Das fing schon von hinten an: Seine Viererkette mit Marven Rupp und Timo Hibbeler im Abwehrzentrum ließ kaum etwas zu, im Mittelfeld räumten Pierre Neuse und Lennart Greifenberg konsequent ab – Sulingens Defensivquadrat zwang den TSV zu mühsamen Umleitungsstrecken über außen. Auf der anderen Seite jubelten die Platzherren schon nach zehn Minuten dank Theo Klares feinem Pass durch die Mitte, den Chris Brüggemann auf der rechten Seite annahm und nach ein paar Metern am heraus geeilten TSV-Schlussmann Rettschlag zum 1:0 ins lange Eck schoss (11.). Doch die Freude beim Großteil der 80 Zuschauer währte nur für sechs Minuten, als TuS-Torwart David Schröder Josip Geric beim ersten Gäste-Angriff im Strafraum von den Beinen holte und Schiedsrichter Gabriel Müller sofort auf den Elfmeterpunkt zeigte. Diskussionen gab es keine, Marc Klusmann verwandelte sicher zum 1:1 (17.).

Meyers Team ließ sich jedoch nicht beirren. Bei einem Konter prüfte Linksverteidiger Tim Rieckhof Rettschlag, und die nächste Chance saß – erneut dank Brüggemann, der bei einem Steilpass von Julian Fehse durchbrach. „Bei dem Tor hatte ich ein bisschen Glück“, räumte der Schütze ein. Seinen ersten Schuss wehrte Rettschlag noch ab, die hinter ihn trudelnde Kugel drückte der Angreifer dann aber über die Linie (29.). Das gab den Sulingern Sicherheit, die nun spielerisch noch mehr zeigten und mit ihrem Tempo Stelingen arg in Bedrängnis brachten. Was fehlte, war der dritte Treffer. Aus zwei guten Ecken von Fehse und einigen Sprints von Rieckhof schlugen sie jedoch kein Kapital, sodass es nur mit knappem Vorsprung in die Kabine ging.

Kalte Dusche nach der Pause

Effizienter agierten da die Gäste, die zwei Minuten nach Wiederanpfiff eine Ecke von Andre Vogelsang und das Getümmel am zweiten Pfosten zum 2:2 durch Demba Balde Djitte nutzten. „Das war der Anfang zu einer Viertelstunde, in der wir es haben schleifen lassen“, monierte Meyer. Nach einer weiteren Vogelsang-Ecke köpfte Geric an den Querbalken (53.) – der TuS konnte sich in dieser Phase kaum befreien. Meyer reagierte und wechselte Standby-Spieler Taiki Hirooka ein, um im Mittelfeld „für mehr Ordnung“ und neue Impulse nach vorn zu sorgen“, erläuterte der TuS-Coach. Hirooka funktionierte, wie Brüggemann fand: „Taiki hat stark gespielt.“ Unter anderem leitete der Japaner das 3:2 ein – indem er das Foul auf der linken Seite herausholte, für das es einen Freistoß gab. Lennart Greifenberg trat den Ball an Mauer, Freund und Feind vorbei in den Fünfer, wo Brüggemann sein Bein ausfuhr und seinen dritten Treffer markierte (68.). Dann hatte der 23-Jährige Pech, als er bei einem zu kurzen Rückpass dazwischen ging, aber an Rettschlag scheiterte (81.). Doch „Brügge“ war noch nicht satt – und machte nach einem Zuspiel von Rieckhof mit dem 4:2 den Sack zu (83.). Rettschlag verhinderte sogar noch einen Brüggemann-Fünferpack (87.), doch auch so fand der Mann des Tages: „Wir haben mal wieder Spektakel geboten.“

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