Champions-League-Erfolg folgt unerwartet hohes 3:0 in der Bundesliga gegen Fulda

Zwei Siege: Ein grandioses Werder-Wochenende

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Werders Adrian Crisan (Bild) machte gestern das beeindruckende 3:0 in der Bundesliga gegen Fulda perfekt.

Bremen - Von Carsten Drösemeyer. Traumhaftes Wochenende für Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen: In der Champions-League gelang am Freitagabend durch den 3:1-Auftaktsieg gegen den schwedischen Vertreter Eslövs Al Bordtennis ein Start nach Maß, und im ersten Saison-Heimspiel bauten die Hanseaten gestern Nachmittag dank eines 3:0-Triumphs über Titelaspirant TTC Fulda-Maberzell ihr Punktekonto auf 4:0-Zähler aus.

SV Werder Bremen - Eslövs Al Bordtennis 3:1: „Das war ein hartes Stück Arbeit“, schnaufte Bremens Trainer Cristian Tamas nach dem Champions-League-Auftakt tief durch. In der Tat mussten die Grün-Weißen schon alle Register ziehen, um am Ende knapp die Oberhand zu behalten. Dabei hatte es ideal begonnen, da Neuzugang Bastian Steger im Eilzugtempo über Robert Svensson hinwegrollte und die Hausherren schnell in Front brachte. Doch einen leicht verdaulichen „Schwedenhappen“ stellten die Gäste wahrlich nicht dar. Postwendend glich Eslövs Weltklasse-Chinese Xu Hui durch einen knappen Dreisatztriumph über Adrian Crisan zum 1:1 aus.

Nun hieß es für Constantin Cioti gegen das schwedische Talent Mattias Översjö die Nerven zu behalten – was dem Rumänen am Ende auch gelang. Allerdings strapazierte „Costa“ dabei das Nervenkostüm der Zuschauer aufs Äußerste, als er im vierten Satz Matchbälle vergab und auch im fünften Durchgang einen 8:3-Vorsprung nicht locker nach Hause schaukelte. Aber egal: Cioti siegte hauchdünn mit 12:10 und brachte Werder wieder in Führung. Eine perfekte Ausgangsposition für Steger also, um sein Heimdebüt endgültig zu krönen. Gesagt, getan. Wie im Rausch fegte der deutsche Nationspieler Hui vom Tisch und setzte den Schlusspunkt zum 3:1. „Mit diesem Publikum im Rücken macht es einfach Spaß“, strahlte Steger nach seinem bärenstarken Einstand in der Werder-Halle.

SV Werder Bremen - TTC Fulda-Maberzell 3:0: „Endlich ist uns mal ein Traumstart geglückt. Die Jungs hatten heute Nerven aus Drahtseilen“, lobte Bremens Trainer Cristian Tamas seine „Fünfsatz-Könige“. Denn: Sämtliche drei Einzel gingen in den Entscheidungssatz – und dreimal behielten die Hausherren die Oberhand. Besonders beeindruckend: Nach dem knappen 3:2 zu Beginn von Bastian Steger über Nationalmannschaftskollege Patrick Baum lag Constantin Cioti gegen Weltklasse-Abwehrer Wang Xi bereits mit 0:2-Sätzen zurück, so dass keiner der rund 600 Zuschauer mehr einen Pfifferling auf den Rumänen setze. Doch „Costa“ stellte geschickt seine Taktik um, vermied fortan längere Ballwechsel, nagelte Xi auf seiner Vorhand fest und setzte sich schlussendlich mit 11:9 im Entscheidungssatz durch. „Das war ein Big Point“, lobte Tamas und durfte kurz darauf endgültig die Arme in die Luft reißen.

Trotz eines 1:2-Satzrückstandes kämpfte Adrian Crisan Defensivspezialist Ruwen Filus nieder, so dass Werder auch nach drei Pflichtspielen eine weiße Weste aufweist. „Jetzt können wir nächste Woche wesentlich beruhigter nach Düsseldorf fahren“, blickt Tamas dem Gipfeltreffen schon mit Vorfreude entgegen – durchaus zu Recht.

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