HSG Barnstorf/Diepholz optimistisch nach Bremen

Cedric Quader: „Es geht um alles“

Traf im Hinspiel fünfmal: Barnstorfs Youngster Jakub Anuszewski muss sich morgen wieder etwas zutrauen.

Barnstorf - Von Matthias Borchardt. Endspiel zwei Spieltage vor Saisonschluss im Kampf um den Verbleib in der Handball-Oberliga: Der Tabellenvorletzte SG HC Bremen/Hastedt (14:34 Punkte) erwartet am Samstag um 19.30 Uhr die ebenfalls abstiegsgefährdete HSG Barnstorf/Diepholz (17:31 Zähler), die allerdings drei Punkte mehr auf dem Konto hat.

Barnstorfs Goalgetter Jan Linné, der mit zehn „Buden“ maßgeblichen Anteil am 26:25-Hinspielerfolg hatte, blickt der Aufgabe zuversichtlich entgegen: „Wir haben in unserer letzten Partie bewiesen, dass wir gegen starke Mannschaften mithalten können. Wir müssen unsere Chancen vorne nutzen und genau so gut in der Deckung stehen wie im Spiel gegen den TV Cloppenburg. In den letzten Minuten sollten wir die nötige Ruhe bewahren und den Sack zumachen. Wenn uns das gelingt, dann bin ich zuversichtlich, dass wir in Hastedt gewinnen.“ Das klappte beim unnötigen 23:24 gegen den ambitionierten TV Cloppenburg aber nicht, denn da gab der Tabellenelfte eine 19:14-Führung (39.) noch aus der Hand.

„Eine gewisse Anspannung ist vorhanden. Wir haben am Mittwoch mit 18 Akteuren sehr gut trainiert, da war richtig Zug in der Einheit drin. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe, wir müssen die notwendigen Punkte holen“, sagt Barnstorfs Trainer Dag Rieken. Personell kann er auf die zuletzt fehlenden Martin Golenia, Piet Gerke und Etrit Xhafolli wieder zurückgreifen. Kevin Heemann (dickes Knie) und Bastian Carsten-Frerichs (Schulter-Probleme) haben sich beim Kitesurfen verletzt. „Ich hoffe, dass wir beide Spieler fit kriegen“, so der 49-jährige HSG-Coach, der lediglich auf Linkshänder Arunas Srederis (Studium in Litauen) nicht zurückgreifen kann.

Die Gastgeber sind seit der Rückkehr von Spielertrainer Marten Franke (fiel die Hinrunde mit einem Achillessehnenriss aus) stärker, haben mehrere Partien knapp verloren. Er hat 75/33 Tore erzielt, spielt im halblinken Rückraum. In der Mitte führt Ole Fietze (97/46) Regie. Weitere Leistungsträger sind Linksaußen Paul Schröder (104/4) und Linkshänder Jan Hendrik Wiezorrek (62). Die Hastedter können mehrere Deckungssysteme spielen.

Spielt eine gute Saison: Die Tore von Linkshänder Jan Linné (r.), braucht die abstiegsgefährdete HSG Barnstorf/Diepholz im Endspiel am Samstag in Bremen mehr denn je.

Rieken will sich nicht zu sehr nach dem Gegner richten: „Wir müssen die Aufgabe annehmen, auf uns schauen, aggressiv decken und vorn sehr konzentriert agieren.“ Eines ist für den B-Lizenz-Inhaber wichtig: „Wir dürfen nicht mit Angst spielen.“ Im Angriff fehlte zuletzt die Durchschlagskraft in der zweiten Reihe. Mit Golenia, Xhafolli und Gerke gibt’s nun mehrere Optionen. Als Regisseur genießt Saulius Liutikas das Vertrauen. Mit dem Litauer ist die erste Formation am besten eingespielt.

Barnstorfs Mannschaftskapitän Cedric Quader erwartet einen Abstiegskrimi: „Das Spiel am Samstag wird sicherlich nicht von Schönheit geprägt sein. Für beide Mannschaften geht es um alles, es wird um jeden Zentimeter gekämpft. Wenn wir die Leistung der ersten Halbzeit gehen Cloppenburg in Bremen über 60 Minuten zeigen, werden wir das Spiel gewinnen.“

Eines findet der 27-jährige Kreisläufer positiv: „Ich freue mich darüber, dass viele Fans mit nach Bremen kommen, um uns zu unterstützen. Ich gehe davon aus, dass wir eine Heimspielatmosphäre haben werden.“

Rieken spürt bereits einen Tag vor dem Endspiel ein Kribbeln: „Ich habe ein angespanntes Bauchgefühl, setze aber mein Vertrauen in die Mannschaft, dass sie ihr Ziel erreicht.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Russland protestiert: «Putin, hau ab!»

Russland protestiert: «Putin, hau ab!»

Nach WM-Aus: Deutsche Handballer mit Sieg gegen Brasilien

Nach WM-Aus: Deutsche Handballer mit Sieg gegen Brasilien

Zehntausende Russen fordern Nawalnys Freiheit

Zehntausende Russen fordern Nawalnys Freiheit

Bayern-Jäger RB und Bayer patzen - Eintracht mit Kantersieg

Bayern-Jäger RB und Bayer patzen - Eintracht mit Kantersieg

Meistgelesene Artikel

Dressurreiter zwiegespalten über neue Helmpflicht

Dressurreiter zwiegespalten über neue Helmpflicht

Dressurreiter zwiegespalten über neue Helmpflicht
Wie der Vater so der Sohn: Leonard folgt Jürgen Schäfer im Bassumer Tor

Wie der Vater so der Sohn: Leonard folgt Jürgen Schäfer im Bassumer Tor

Wie der Vater so der Sohn: Leonard folgt Jürgen Schäfer im Bassumer Tor
Werder will in Bad Königshofen nachlegen

Werder will in Bad Königshofen nachlegen

Werder will in Bad Königshofen nachlegen

Kommentare