Lessens Interims-Coach macht bis zum Sommer weiter / Spieler bleiben

Carsten Hollwedel geht in die Verlängerung

Mit klaren Ansagen führte Carsten Hollwedel den SV Lessen zum Aufstieg. Nun will er mit aller Macht den Bezirksliga-Abstieg verhindern.

Kreis-Diepholz - LESSEN (ahe) · Das Knie spielt seit geraumer Zeit nicht mehr so richtig mit, beruflich hat er viel um die Ohren. Dass Carsten Hollwedel Mitte November beim SV Lessen überhaupt als Interimslösung für den zurückgetretenen Hans-Heinrich Schütte eingesprungen war, hatte in der Fußball-Bezirksliga für überraschte Gesichter gesorgt. Nun dreht sich das Rad sogar noch eine Runde weiter. Der 48-Jährige bleibt bis zum Sommer – „für den Spaß“, wie er sagt.

Doch hinter der Zusage steckt noch mehr. „Es wäre schwer gewesen, in der Winterpause einen neuen Trainer zu finden. Außerdem will ich nicht nach nur einem Spiel, das wir in Rehden mit 0:3 verloren haben, wieder gehen. Dafür ist mein persönlicher Ehrgeiz zu groß“, erzählt Hollwedel. Der früh einsetzende Winter hatte weitere Spiele mit dem B-Lizenz-Inhaber an der Seitenlinie verhindert. Dass die Mannschaft jedoch mit „genügend Qualität für den Klassenerhalt“ ausgestattet ist, weiß Hollwedel, schließlich „war ich auch nicht weit weg. Noch ein halbes Jahr später wieder einzusteigen, wäre vielleicht schon zu spät gewesen.“

Also zieht Hollwedel schon jetzt durch. „Sonst wäre es auch nicht leicht gewesen, alle Spieler zu halten. Anfragen waren da“, sagt er. Das Team weiß offenbar, was es an seinem Übungsleiter hat. Und umgekehrt ist es nicht anders: „Ich habe hier fünf Jahre etwas aufgebaut. Das lässt man nicht einfach so den Bach runtergehen.“ Zudem hatte Hollwedel Schütte, den er aus alten Siedenburger Tagen als Jugendleiter kennt, als seinen Nachfolger im Sommer 2010 vorgeschlagen. Das schlechte Gewissen quäle ihn deshalb aber noch lange nicht, sagt der neue alte Coach: „Man weiß nie, ob die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft stimmt. Ich halte Hans-Heinrich im übrigen weiterhin für einen guten Trainer.“

Im Gegensatz zu Schütte hatte Hollwedel mit dem SV Lessen jedoch nachhaltigen Erfolg und stieg auf. Ob die Geschichte nun über das Saisonende hinaus fortgeschrieben wird, lässt der 48-Jährige offen: „Meine Ausrichtung ist eher: nein. Aber von meiner Seite gibt es noch keine Planungen. Ich mache es auch nicht von der Rückrunde abhängig, sondern eher vom Umfeld.“ Er wolle „nie nie sagen“, eins stünde jedoch fest: „Wenn ich keine 100 Prozent mehr geben kann, brauche ich kein Trainer mehr zu sein.“ Vielleicht sollten sie beim Bezirksligisten eine Physiotherapeutin für das Hollwedel‘sche Knie abstellen, um die langfristigen Pläne des Coaches positiv zu beeinflussen.

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