INTERVIEW Trainer des TuS Sulingen II trotz alarmierender Gesamtsituation optimistisch

Cali: „Wir kommen da unten raus“

Keine leichte Aufgabe, die Mustafa Cali momentan beim TuS Sulingen II zu bewältigen hat – aber dem Coach macht es weiterhin Spaß, betont er. Foto: töbelmann

Sulingen - Von Carsten Drösemeyer. Vom Vizemeister zum Abstiegskandidaten? Fast scheint es so, da Fußball-Bezirksligist TuS Sulingen II bis auf Rang zwölf abgestürzt ist und nur noch ein Pünktchen Vorsprung zum Relegationsplatz hat. Wie Trainer Mustafa Cali (39) das Ruder herumreißen will und warum er trotz der prekären Lage Spaß an seinem Job hat, erläutert er vor dem Kellerduell beim TuS Wagenfeld.

Herr Cali, als letztjähriger Zweiter droht dem TuS der Abstiegskampf. Wo liegen die Gründe?

Es ist eine Mischung aus einem kleinen Kader und unglaublichem Verletzungspech. Ein größerer Kader hätte das abfedern können. Aber so muss ich Woche für Woche basteln.

Sind Sie denn sauer, dass Sie vor der Saison derart viele Spieler an die Erste in der Landesliga abtreten mussten?

Nein, so ist das nicht gemeint. Die Erste ist nicht schuld an unserer Lage.

Wirklich nicht? Braucht ein Team, das aktuell im grauen Mittelfeld rangiert, einen so großen Kader?

Das Problem ist, dass bei der Ersten auch viele Spieler verletzt ausfallen. Sonst könnte mir deren Trainer Walter Brinkmann häufiger Leute abstellen. Aber derzeit ist das nicht so einfach zu machen.

Auf Verstärkungen aus der Landesliga-Truppe sind Sie aber angewiesen.

Das stimmt. Und ich bekomme ja auch Spieler. Leider entscheidet es sich meistens erst ziemlich spät, wer bei uns aushelfen kann.

Empfinden die Aushilfen es dann als Bestrafung, eine Klasse tiefer antreten zu müssen?

Nein, gar nicht. Salam Garaf zum Beispiel hat mit viel Freude und Engagement bei uns ausgeholfen. Und die anderen auch. Keiner hat sich hängen lassen.

Trotzdem muss es doch unbefriedigend sein, am Samstag noch nicht zu wissen, mit wem man am Sonntag planen kann.

Natürlich war die Situation in der letzten Saison angenehmer. Aber wir müssen da jetzt als Verein gemeinsam durch. Alle müssen an einem Strang ziehen. Dann lassen wir die Abstiegsregion auch wieder hinter uns.

Was macht Ihnen Hoffnung, das Abstiegsgespenst vom TuS-Hof jagen zu können?

Es kehren ja bald wichtige Leistungsträger wie Lauritz Mühlenhardt zurück. Und wenn sich die Personalsituation bei der Ersten entspannt, kann mir Walter auch wieder mehr Spieler abstellen.

Sie bauen momentan also auf das Prinzip Hoffnung?

Etwas schon. Aber wenn alle die Ruhe bewahren, bekommen wir die Lage in den Griff. Die Jungs ziehen ja alle super mit. Ich kann ihnen keine Vorwürfe machen.

Mal ganz ehrlich. Wie vergnügungssteuerpflichtig ist derzeit der Job als Trainer des TuS Sulingen II ?

Mir macht es unverändert unheimlich viel Spaß. Schließlich ist Sulingen mein Verein. Die Lage ist zwar nicht einfach, aber das ist nur eine Momentaufnahme. Wir kommen da unten raus, ganz sicher.

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