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Mustafa Cali kehrt zurück zum TV Neuenkirchen

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Von: Malte Rehnert

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Bald zurück am Spielfeldrand: Mustafa Cali wird nach einjähriger Pause Trainer des TV Neuenkirchen.
Bald zurück am Spielfeldrand: Mustafa Cali wird nach einjähriger Pause Trainer des TV Neuenkirchen. © töb

Ab Sommer ist Mustafa Cali (41) neuer Coach des Fußball-Kreisligisten TV Neuenkirchen - und er kommt mit ambitionierten Zielen.

Neuenkirchen – In seiner Freizeit greift Mustafa Cali häufiger mal zum Werkzeug. „Ich schraube gerne an Autos herum“, sagt der 41-Jährige und schmunzelt. Als gelernter Mechaniker kann er alle Reparaturen am Wagen selbst erledigen – schon praktisch. Und er hatte in den vergangenen Monaten reichlich Zeit, seinem Hobby zu frönen. Nach der Trennung vom Bezirksligisten SV Heiligenfelde im Sommer 2021 hat Cali eine Trainerpause eingelegt. Doch nun ist er wieder heiß darauf, an der Seitenlinie zu stehen. Ab der neuen Saison übernimmt der Sulinger den Kreisligisten TV Neuenkirchen. Für ihn ist es gleichzeitig eine Rückkehr.

„Ich habe wieder extrem Lust auf Fußball. Und die Gespräche mit Neuenkirchen waren so gut, dass ich mir dachte: Warum nicht?“, erzählt Cali: „Da sind sehr engagierte Leute im Vorstand am Werk, die etwas bewirken.“

Nach dem Abschied aus Heiligenfelde, wo er mit Torben Budelmann zusammenarbeitete, wollte Cali ganz bewusst eine Auszeit nehmen. 16 Jahre am Stück war er Coach gewesen – zunächst als Spielertrainer beim SV Mardin Sulingen, dann lange beim TuS Sulingen (U 19 und danach U 23) und schließlich beim SVH: „Ich hatte mir fest vorgenommen, ein ganzes Jahr zu pausieren. Und dabei bleibt es ja nun auch. Ich finde es super, dass Neuenkirchen mir die Zeit gibt.“

Am Anfang war‘s schön. Ich konnte Fußball gucken und musste nichts organisieren, hatte keinen Druck. Aber als Trainer habe ich immer eine gewisse Anspannung vor Spielen – die fehlte mir dann besonders.

Mustafa Cali

Der TVN hat nach dem überrraschenden Ausstieg von Thomas Weiner aktuell keinen Chefcoach, bis zum Saisonende übernehmen die beiden spielenden Co-Trainer Erdal Ölge und Philip Kaluza (zudem noch Vereinsboss) gemeinsam den Job. Das Warten auf den neuen Mann lohnt sich, glaubt Kaluza: „Mustafa wird die Aufgabe gut vorbereitet und hochmotiviert angehen. Er kann gut mit jungen Spielern umgehen und hat seine Fähigkeiten im leistungsorientierten Jugend- und Herrenbereich nachgewiesen.“ In Neuenkirchen sind sie extrem zufrieden, „dass wir unseren Wunschkandidaten verpflichten konnten“, wie Kaluza betont.

Cali hatte nach eigener Aussage in letzter Zeit einige „gute Anfragen“, aber: „Bei Neuenkirchen habe ich das beste Gefühl.“ Das verwundert nicht sonderlich, denn der Coach hat eine Vergangenheit im Verein und gibt nun sein Comeback. Als die Familie aus Wunstorf nach Neuenkirchen kam, war Cali einst „fast jeden Tag auf dem Bolzplatz“ und spielte von der C- bis zur A-Jugend beim TVN. Dann zog er nach Sulingen, legte den Fokus auf seine Ausbildung und hörte auf, bis er bei Mardin als Spielertrainer wieder anfing.

Und nun also erneut Neuenkirchen. „Eine Truppe mit sehr viel Potenzial, die in der Aufstiegsrunde gute Chancen hat – auch wenn die Gegner (Mörsen, Brockum, Holzhausen, St. Hülfe-Heede und Nordwohlde, d. Red.) stark sind“, urteilt Cali, der sich die Spiele seiner neuen Mannschaft natürlich anschauen und auch schon mit in die Kaderplanung einsteigen wird: „Es wäre genial, wenn Neuenkirchen aufsteigt – aber ich glaube, es ist kein Muss.“ Wenn nicht in diesem, dann vielleicht im nächsten Jahr. Denn Cali ist ehrgeizig und sagt: „Ich will auf jeden Fall irgendwann wieder in die Bezirksliga.“

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