Werder-Star chancenlos

Calderanos Rückhand zermürbt Falck

Spitzen-Duell verloren: Beim 1:3 gegen Ochsenhausen ging Werders Mattias Falck (Bild) gegen Hugo Calderano in drei klaren Sätzen unter. Foto: westermann

Bremen - Von Carsten Drösemeyer. Erste Heimniederlage der laufenden Saison für Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen: Trotz harter Gegenwehr mussten die Hanseaten am Montagabend vor eigenem Publikum knapp mit 1:3 gegen den amtierenden Deutschen Meister TTF Liebherr Ochsenhausen passen und schrammten so haarscharf an einem Big Point im Kampf um die Playoff-Plätze vorbei.

Zu Tode betrübt wirkte SVW-Teammanager Sascha Greber allerdings dennoch nicht: „Wir haben einem europäischen Spitzenteam gut Paroli geboten und standen sogar dicht vorm Abschlussdoppel. Mit unserer Leistung können wir zufrieden sein.“

Stimmt. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die für Ochsenhausen den Ausschlag gegeben hatten. Und natürlich die Gala von Spitzenspieler Hugo Calderano: Gegen das Bremer Duo Marcelo Aguirre/Mattias Falck gab der Weltranglisten-Sechste keinen Satz ab und avancierte zum eindeutigen Matchwinner. Trotzdem lobte Greber Neuzugang Aguirre für seinen mutigen Auftritt: „Marcelo ist für Hunor Szöcs ins Team gerückt, um Spielpraxis zu sammeln. Er hat seine Sache auch sehr ordentlich gemacht und hätte einem Weltklassespieler wie Calderano fast einen Satz abgeknöpft.“

Völlig chancenlos blieb hingegen im Spitzeneinzel Falck, der gegen den variabel angreifenden Brasilianer nie zu seinem Spiel fand. „Da war nichts zu machen“, zuckte Greber mit den Schultern: „Calderano hat super aufgeschlagen und mit seiner starken Rückhand Mattias komplett ausgeschaltet.“

Dafür hatte Falck aber im Auftakteinzel den Österreicher Stefan Fegerl abserviert und Bremen so in Führung gebracht. Trotz des übermächtigen Calderano durften die Grün-Weißen damit weiterhin auf das Abschlussdoppel hoffen. Schließlich ging Werders ausgezeichneter Neuzugang Kirill Gerassimenko gegen Simon Gauzy nicht als krasser Außenseiter an den Tisch. Die ersten beiden Durchgänge entschied der Franzose zwar klar für sich, doch Bremens junger Kasache fightete sich ins Match zurück, glich zum 2:2 aus und führte im Entscheidungssatz schon mit 5:2. „Aber dann ist bei Kirill leider der Faden gerissen“, seufzte Greber: „Er konnte anschließend sein hohes Niveau nicht mehr halten und Gauzy hat die Partie routiniert mit 11:6 nach Hause geschaukelt.“

So stand am Ende für die Werderaner unterm Strich ein 1:3 und somit die zweite Niederlage in Folge. Für Greber indes kein Grund, an seinen Spielern zu zweifeln: „Mit 8:4 Zählern stehen wir ja unverändert gut da. Ochsenhausen zählt zu den besten Mannschaften in Europa. Gegen so ein Spitzenteam kann man verlieren.“

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