Bundesliga-Squasher verlieren in Paderborn

Rekordmeister zu stark für Diepholz

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Bot gegen Paderborns Timothy Garner eine ordentliche Leistung: Luis das Neves vom 1. SC Diepholz.

Diepholz - Da gab’s erwartungsgemäß nichts zu holen: Der 1. SC Diepholz unterlag in der Squash-Bundesliga Nord ohne seinen niederländischen Nationalspieler Dylan Bennett vor großer Kulisse beim Meisterschaftsfavoriten Paderborner SC mit 0:4. Trotz der Niederlage halten die Kreisstädter im Kampf um Platz zwei weiterhin alle Trümpfe in der Hand.

Paderborner SC - 1. SC Diepholz 4:0: „Das ist schon eine andere Welt, die Spieler haben Autogrammkarten, alles ist absolut professionell geregelt – wir müssen den Paderbornern einfach zu ihrer Stellung gratulieren“, unterstrich Dennis Jensen, Spielertrainer beim 1. SC Diepholz. Die Gäste bekamen vom Deutschen Meister Komplimente für einen couragierten Auftritt zurück, doch ein Satzgewinn war den in dieser Saison so überzeugend auftretenden Kreisstädtern nicht vergönnt.

Match von Luis das Neves mit Unterhaltungswert

Dennis Jensen kämpfte gegen Lennart Osthoff, Nummer acht der deutschen Rangliste, eine halbe Stunde auf dem Center Court in Paderborn, doch am Ende stand eine deutliche Dreisatzniederlage zu Buche. Luis das Neves bekam es anschließend mit dem Engländer und Paderborner Urgestein Timothy Garner zu tun. Beide lieferten sich ein Match mit hohem Unterhaltungswert, und die zahlreichen Zuschauer honorierten die Leistung der beiden Akteure mit viel Beifall. Bei den Big Points war der Engländer aber immer zur Stelle und brachte den Favoriten weiter in Front.

Norman Junge rückte für Dylan Bennett auf die Spitzenposition und machte seine Sache gegen Simon Rösner, Nummer zehn der Weltrangliste, ausgezeichnet. Junge ging das hohe Tempo gut mit und konnte phasenweise selbst seine Punkte herausspielen. Doch Rösner zeigte den Fans, warum er der beste deutsche Squasher aller Zeiten ist und brillierte mit tollen „Shots“ und einem hohen Tempo.

Den Abschluss des Spitzenspiels der Bundesliga bildete das Match zwischen Deutschlands Nummer zwei Raphael Kandra und Julian Söhnchen. Der 33-jährige in London lebende Diepholzer kämpfte mit all seinen läuferischen Möglichkeiten gegen den Paderborner Profi, dem jedoch keine Fehler unterliefen, so dass die Paderborner nach dem Sieg gegen den letzten verbliebenen Verfolger ihr Endrundenticket für das Bundesligafinale in Würzburg bereits vorzeitig in der Tasche haben. „Trotz der Niederlage können wir mit dem Wochenende zufrieden sein, da die anderen Ergebnisse sicherlich nicht schlecht für uns waren“, urteilte Betreuer Frank Potyka.

Die Diepholzer haben am 24. Januar auf heimischer Anlage gegen den ambitionierten Hanse Squash Hamburg 79 und den SC Mülheim die Chance, einen großen Schritt Richtung Playoffs zu machen, wo die jeweiligen Tabellenzweiten der Bundesliga-Staffeln Nord, Mitte und Süd den letzten Endrundenteilnehmer um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ausspielen. Für den 1. SC Diepholz wäre die Teilnahme der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte.

mbo

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