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BSV Rehden in Alarmbereitschaft

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Von: Malte Rehnert

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Diese beiden treffen sich nach nur drei Wochen schon wieder: Rehdens Kamer Krasniqi (links) und Drochtersens Nico von der Reith kämpfen diesmal im Kehdinger Stadion um den Einzug ins Pokalfinale.
Diese beiden treffen sich nach nur drei Wochen schon wieder: Rehdens Kamer Krasniqi (links) und Drochtersens Nico von der Reith kämpfen diesmal im Kehdinger Stadion um den Einzug ins Pokalfinale. © Krüger

Fußball-Regionalligist BSV Rehden spielt am Karsamstag sein Niedersachsenpokal-Halbfinale bei Liga-Konkurrent SV Drochtersen/Assel. Der Sieger darf weiter auf die Teilnahme am DFB-Pokal hoffen. Trainer Kristian Arambasic weiß aus dem Liga-Spiel vor drei Wochen, was sein Team erwartet: „Da ist der Teufel los“

Rehden – Kristian Arambasic und der Pokal – das ist schon eine ganz spezielle Erfolgsgeschichte. Dreimal war der Coach des Fußball-Regionallisten BSV Rehden bereits im DFB-Pokal dabei: mit der SG Aumund-Vegesack (1) und dem FC Oberneuland (2) – jeweils qualifiziert über den regionalen Cup-Wettbewerb in Bremen. „Immer, wenn ich da in einem Endspiel stand, haben wir auch gewonnen“, erinnert sich der 44-Jährige. Ein gutes Omen also. Bevor er sich allerdings Gedanken darüber macht, ob diese Serie weitergeht, muss Rehden erstmal sein Halbfinale im Niedersachsenpokal gewinnen. Und das wird schwer genug. Am Karsamstag (15.00 Uhr) treten die Schwarz-Weißen beim Liga-Konkurrenten SV Drochtersen/Assel an. Schon wieder, muss man sagen.

Das letzte Aufeinandertreffen liegt gerade mal knapp drei Wochen zurück. Der BSV (aktuell Sechster in der Abstiegsrunde) führte beim Dritten bis zur 87. Minute durch ein Tor des eingewechselten Emeraude Betani-Baku mit 1:0, ehe der frühere HSV-Profi Ashton Götz noch ausglich. „Wir haben es bis kurz vor Schluss sehr gut gemacht und kaum Chancen zugelassen“, weiß Arambasic noch.

Die Halbfinals

Niedersachsen-Pokal (3. Liga und Regionalliga)

SV Drochtersen/Assel - BSV Rehden Samstag, 15.00 Uhr

VfV 06 Hildesheim - SV Meppen 4. Mai, 18.00 Uhr

Die Ligenzugehörigkeit der Halbfinalisten: Rehden und Drochtersen: Regionalliga-Nord-Abstiegsrunde; Hildesheim: Regionalliga-Nord-Meisterrunde; Meppen: 3. Liga.

Eine ähnliche Ausrichtung – kompakt stehen und schnell nach vorne kommen – ist auch diesmal zu erwarten. Doch Arambasic, der mit einigen anderen erst in Bremen in den Mannschaftsbus zusteigen wird, lässt schon mal anklingen, dass er vermutlich die eine oder andere Nuance verändern wird: „Wer mich kennt, der weiß, dass man immer mit Überraschungen rechnen muss – ob im System oder beim Personal.“

Die Möglichkeiten dazu hat er. Bis auf Shamsu Mansaray (Außenbandanriss im Knie) könnten alle Rehdener, auch die leicht angeschlagenen, dabei sein. Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Ismet Osmani (gleiche Verletzung wie Mansaray). Denkbar, dass der BSV-Coach ihn mit Blick auf das folgende Ligaspiel bei Phönix Lübeck noch schont.

Was Rehden nach rund zweieinhalbstündiger Fahrt im Landkreis Stade erwartet, ist klar: ein eingespielter Gegner (Arambasic: „eine Bombentruppe“) und eine spezielle Kulisse im Kehdinger Stadion, das insgesamt 3 000 Zuschauern Platz bietet. „Da ist der Teufel los – so geht der Jingle von denen. Und das ist auch so“, sagt Arambasic: „Richtig Alarm auf dem Platz und der Tribüne.“ Verbal attackiert zu werden (wie kürzlich im Ligaspiel), macht dem Rehdener Trainer jedoch nichts aus – im Gegenteil: „So eine Atmosphäre motiviert mich. Und wenn man dann am Ende grinsend als Sieger vom Feld geht, umso besser.“

Die Strecke ist echt nicht schön, die Fahrt dauert gefühlt fünf Stunden. Aber wenn man gewinnt und eine lange Reise zurück hat, kann das natürlich Spaß machen.

Rehdens Trainer Kristian Arambasic über den Pokal-Auswärtstrip zur SV Drochtersen/Assel

Drochtersen – im DFB-Pokal schon Erstrundengegner von Borussia Mönchengladbach (0:1), Bayern München (0:1) und Schalke 04 (0:5) – hat selbstbewusst den Triumph im Niedersachsen-Pokal als Ziel ausgerufen. „Gut, wenn sie sich so viel Druck machen“, findet Arambasic, „dann werden sie vielleicht nervös“. Für seinen Verein sei die Partie „ein Bonusspiel“, Priorität habe ganz klar der Klassenerhalt. Was aber nichts an der Motivation ändere. „Die Jungs sind heiß“, betont Arambasic: „Wir wollen natürlich auch ins Finale und uns Selbstvertrauen für die Liga holen. Das sind unsere beiden Ziele.“

Und dabei sind die Rehdener, deren Erfolgsserie nach vier ungeschlagenen Spielen zuletzt in Norderstedt riss (0:2), auf alle Eventualitäten vorbereitet: auch auf ein Elfmeterschießen, das bei einem Unentschieden nach 90 Minuten direkt folgen würde. Arambasic kündigt an: „Wir werden das vorher ein bisschen simulieren.“

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