Rehden steckt gegen Germania Leer den Ausgleich weg und kombiniert sich zu einem 5:1-Erfolg

Brunn will’s dreckig, der BSV furios

Komplimente vom Trainer: Ex-Profi Maarten Schops (l.) war sehr präsent in den Zweikämpfen und obendrein die ordnende Kraft im Rehdener Mittelfeld.

Kreis-Diepholz - Von Sven MarquartREHDEN · Als Sergej Dikhtiar in der 88. Minute ausgewechselt wurde, spendierten ihm die rund 220 Zuschauer einen Sonderapplaus. Und den hatte sich der gebürtige Ukrainer nach seiner feinen Leistung beim 5:1 (1:0)-Erfolg seines BSV Rehden über den VfL Germania Leer auch redlich verdient. Mit seinen beiden Treffern und zahlreichen guten Ideen hatte der Ex-Profi großen Anteil daran, dass seine Mannschaft als Tabellendritter der Fußball-Oberliga am kommenden Sonntag (14 Uhr) ein echtes Spitzenspiel beim zweitplatzierten VfB Oldenburg hat.

Für eine Spitzenmannschaft fehlte es den Rehdenern gegen den Tabellenzehnten aus Ostfriesland allerdings an Kaltschnäuzigkeit, denn Mehmet Koc (3.) und Sergej Dikhtiar (6.) hätten frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können. Stattdessen bedurfte es schon der tätigen Mithilfe von Germania-Kapitän Timo Klemm, der mit einem Eigentor die Rehdener 1:0-Pausenführung besorgte (40.). „In der Halbzeit hab’ ich den Jungs gesagt, dass man so’n Spiel auch mal dreckig gewinnen muss“, berichtete BSV-Coach Uwe Brunn. „Aber da wusste ich noch nicht, dass wir so eine tolle zweite Hälfte sehen würden – die war furios und für die Zuschauer sicher hochinteressant.“

Allerdings mussten die Schwarz-Weißen erstmal einen Rückschlag verdauen: Manuel Meyer war bei einer Freistoßflanke von Christian Diener nicht eng genug bei Timo Klemm – der Ausgleich (54.). „Aber wie die Mannschaft nach dem 1:1 zurückgekommen ist, das verdient allerhöchsten Respekt“, schwärmte Uwe Brunn. Es folgte der große Auftritt von Sergej Dikhtiar, der zunächst eine Vorarbeit von Alexander Burgardt zum 2:1 veredelte (59.) und dann einen feinen Pass von Baya Baya in die Gasse sehenswert über den langen VfL-Keeper Kurt Ullmann zum 3:1 ins Netz lupfte (69.).

„Wir waren einfach zu naiv. Nach dem 1:1 haben wir gedacht, dass wir aufmachen können“, monierte Leers Trainer Ralf Ammermann. Die Strafe folgte auf dem Fuß. Mehmet Koc (73.) und Manuel Meyer (79.) erhöhten auf 5:1. Auch Ralf Ammermann musste anerkennen, dass sein bieder auftretendes Team gegen „eine technisch hochversierte Truppe absolut verdient verloren“ hatte.

Den Germanen drohte sogar noch mehr Ungemach, denn den Chancen nach hätte Rehden leicht zweistellig gewinnen können. Allen voran Mehmet Koc ließ etliche hochkarätige Möglichkeiten aus. „Ich versuche, alles reinzumachen und bin voll konzentriert – auch wenn es von außen vielleicht manchmal so aussieht, als ob ich es zu locker nehme“, verteidigte sich Rehdens mit sieben Treffern bester Saisontorschütze.

Diesen Vorwurf wird sich der 27-jährige Goalgetter am kommenden Sonntag ganz bestimmt nicht anhören wollen – schließlich geht es gegen seinen Ex-Verein VfB Oldenburg. Aber Achtung, BSV Rehden: Auch die Mannschaft von Joe Zinnbauer ist torhungrig. Der amtierende Meister fidelte am Sonnabend den bisherigen Tabellenzweiten Preußen Hameln auf dessen Platz mit 7:1 (5:0) ab …

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