„Das ist nun mal in Rehden so“ / Dennoch unnötiges 0:2 gegen Nordhorn

Uwe Brunn trägt Diktat bei der Aufstellung mit Fassung

Rehdens Offensivmann Benjamin Belka (li.) zeigt hier gegen Nordhorns Oldie Zoran Milosevic vollen Einsatz, blieb aber insgesamt wirkungslos. ·

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannREHDEN · Drei Spiele muss Uwe Brunn mit Rehden in der Fußball-Oberliga noch bestreiten, dann ist für ihn Schluss beim BSV. Gern hätte der Ex-Profi noch alles versucht, um möglichst weit vorn in der Tabelle zu landen und einen schönen Abschied zu feiern. Aber nach dem 0:2 (0:1) im Heimspiel gegen Eintracht Nordhorn zeigt die BSV-Kurve klar nach unten. Was auch daran liegt, dass Brunn nicht alle personellen Quellen anzapfen kann, da der Verein immer wieder Spieler zur Rettung der Zweiten in der Bezirksliga abstellen lässt.

„Klar, ich hätte heute gern gewechselt, um noch einmal frischen Wind ins Team zu bringen. Aber mir waren da leider die Hände gebunden. So ist das eben in Rehden“, erklärte Brunn. Doch eines sei auch festgestellt: Der 43-Jährige erträgt dieses Vereins-Diktat mit Fassung, möchte mit dem vorhandenen Spielermaterial vielmehr noch den einen oder anderen Sieg landen.

Gegen Nordhorn hätte Brunn aber auch kaum eine Wahl gehabt, denn die in Frage kommenden Erdal Ölge, Timo Nowak oder Sören Sandmann waren alle verletzt. Lediglich Christian Hegerfeld hätte zur Verfügung gestanden, half gestern jedoch der Reserve beim 2:1 in Seckenhausen. So nahmen auf der BSV-Bank nur die Zweitherren-Oldies Marc Schilling (Torwart) sowie die eher defensiv ausgerichteten Irek Bednarski und Piotr Jacyna Platz. Keine gute Grundlage, um ein Match zu drehen.

Und dies war nötig, denn Rehden lief schon früh, sehr früh einem Rückstand hinterher. Vor nur 200 Zuschauern (darunter auch der neue Trainer Jürgen Stoffregen) lagen die Gastgeber schon nach 30 Sekunden mit 0:1 zurück. Danny Arend hatte aus 20 Metern abgezogen und Rehdens Keeper Rene Damerow mit seinem haltbaren Aufsetzer offenbar auf dem falschen Fuß erwischt. „Dieses Tor hat uns natürlich mächtig in die Karten gespielt. Danach hat sich meine Mannschaft taktisch perfekt verhalten“, lobte Eintracht- Coach Shefget Lajci sein Team.

Brunn wollte Damerows Leistung nicht kommentieren, sondern meinte: „Wir hätten das Match durchaus noch drehen können. Allein Jannik Schilling hatte zwei, drei dicke Chancen. Aber er ist eben noch jung und darf auch Fehler machen.“ Schilling hätte in der 40. Minute eigentlich ausgleichen müssen, scheiterte aber freistehend an Keeper Andre Lange.

Nach der Pause begann der BSV druckvoll, doch der zweimal aufgerückte Innenverteidiger Manuel Meyer brachte die Kugel nicht im Nordhorner Kasten unter (47./52.). Egal, ob Rehden nun wechseln konnte oder nicht – das auf dem Platz stehende Personal hätte es auch richten können. Von Benjamin Belka oder etwa Mehmet Koc ging jedoch kaum Gefahr aus. Sergej Dikhtiar schüttelte einmal mehr durch seine Haken den einen oder anderen Gegenspieler ab, vergaß jedoch das Wesentliche: Gefahr bringend zu passen oder selbst den Abschluss zu suchen.

So kam es, wie es kommen musste: Die Nordhorner schafften in der 90. Minute durch Steve Sam das 2:0, wobei der Torschütze zwei Minuten später sogar noch einen Foulelfmeter verschoss.

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