Der BSV-Coach weiß, dass ein Osnabrücker Torwart in Rehden durchaus drei Tore fangen kann

Brunn: „Es ist alles möglich“

Trifft morgen auf ein paar alte Bekannte: Rehdens Mittelfeldmotor Christian Schiffbänker.

Kreis-Diepholz - REHDEN (ahe) · An den 10. September 2002 erinnert sich Uwe Brunn, Trainer des Fußball-Oberligisten BSV Rehden, noch ganz genau: „Mit 1:3 haben wir hier als Regionalligist einen auf die Mütze bekommen.“ Brunn hütete damals das Tor des VfL Osnabrück, schied mit den Lila-Weißen in der dritten Runde des Niedersachsenpokals aus. Die Sensation war endgültig perfekt, als sich die Rehdener später auch noch für den DFB-Pokal qualifizierten.

Morgen um 18 Uhr trifft das Osnabrücker Urgestein mit dem BSV auf „meinen VfL. Da hängt mein Herz dran, das wird immer so bleiben. Auch wenn ich jetzt in Rehden mein Trainer-Glück gefunden habe.“ Oft ist es nicht mehr als eine Floskel, aber „ja“, sagt Brunn, „das Spiel ist etwas ganz Besonderes für mich. Ich kenne den VfL in- und auswendig. Die Atmosphäre dort ist sensationell.“

Eine ähnliche Stimmung wie an der „Bremer Brücke“ will Brunn morgen auch in den Waldsportstätten entfachen: „Es soll ein tolles Fest für die Zuschauer werdenWir werden mit Überzeugungskraft nach vorne spielen, denn meine Mannschaft hat sich hervorragend entwickelt. Es ist alles möglich.“ Doch auch ein selbstbewusster Heimtrainer weiß, „dass wir uns warm anziehen müssen. Für den VfL läuft es ausgezeichnet. Nach dem Aufstieg in die Zweite Liga haben sie sich nochmals verstärkt. Da müssen wir die Räume eng machen.“

Mit einem unkontrollierten Sturmlauf der Gastgeber zu rechnen, wäre demnach falsch. „Aber keine Angst, wir laufen nicht mit einer Elfer-Kette auf. Wir müssen halt versuchen, das eigene Tor zu schützen. Vorne attackieren ist nicht drin“, gibt sich Rehdens Übungsleiter keinen Illusionen hin. Doch insbesondere die Rückwärtsbewegung seiner Truppe veranlasste ihn in den bisherigen Testspielen nicht gerade zu Freudentänzen: „Morgen müssen wir den zusätzlichen Meter machen.“

Wer genau dem VfL entgegentritt, steht noch nicht fest. „Einige Wechsel wird es auch während des Spiels geben. Ich will das Erlebnis vielen Spielern ermöglichen“, kündigt Brunn an. Sein Osnabrücker Kollege Karsten Baumannn hatte hingegen bereits darauf hingewiesen, dass er möglichst viele seiner Akteure über 90 Minuten bringen will.

Niels Hansen oder Matthias Heidrich könnten beispielsweise die prominenten Widersacher heißen, auf die Rehdens Christian Schiffbänker im Mittelfeld treffen wird. „Mir fällt schon ‘was ein, wenn sie mir gegenüberstehen“, hat Schiffbänker noch kein Video-Studium betrieben. Er ist ohnehin gut informiert, pflegt als ehemaliger VfL-Spieler einen engen Kontakt zu Henning Grieneisen: „Gefrotzelt wird da im Moment aber nicht viel.“ Zur Erklärung: Grieneisen steht vor dem Absprung aus Osnabrück. Im Spiel gegen seinen Ex-Club erhofft sich „Herr Schiffbänker“ – er ist Lehrer in Hagen – mehr Grund zur Freude: „Ich könnte mir zwar vorstellen, dass der VfL offensiv ausgerichtet ist. Aber wir spielen mit, werden auch in der Liga nicht hinten drinstehen.“

Durchaus denkbar, dass Benjamin Möllers und Lars Schiersand (Brunn: „Ein Idol in Osnabrück“), ebenfalls alte VfL-er, dadurch in der Abwehr einiges zu tun bekommen. BSV-Boss Friedrich Schilling, der das Spiel über einen Sponsor organisierte und auf 1 000 Zuschauer hofft, ist in jedem Fall „gespannt, ob unsere erfahrenen Leute dagegenhalten können“. Wie 2002, als Helmut Schmedes gleich doppelt traf.

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