TuS Sulingen feiert zum Auftakt 1:0 bei Landesliga-Aufsteiger TSV Wetschen

Brüggemann-Elfer entscheidet Derby

Abgeschüttelt: Tim Rieckhof entwischt hier Lukas Heyer (l.). Sulingens Offensivmann ging weite Wege.
+
Abgeschüttelt: Tim Rieckhof entwischt hier Lukas Heyer (l.). Sulingens Offensivmann ging weite Wege.

Wetschen – Tolle Derby-Stimmung unter 200 Fans, guter Fußball – und ein am Ende erleichtert jubelnder Sieger: Mit 1:0 (1:0) setzte sich gestern Abend der in der Landesliga längst etablierte TuS Sulingen bei Aufsteiger TSV Wetschen durch. Uneinigkeit herrschte in beiden Lagern – verständlicherweise – über die Berechtigung des entscheidenden Elfmeters. Einigkeit hingegen unter TuS-Trainer Thorolf Meyer und TSV-Coach Oliver Marcordes, dass eine Punkteteilung gerecht gewesen wäre. „Für mich war es ein klassisches 0:0-Spiel“, meinte Meyer. Marcordes nannte es ein „typisches Unentschieden-Spiel“ und bedauerte seine Mannschaft: „Die Jungs tun mir echt leid, denn sie haben aufopferungsvoll gekämpft.“

Auch Meyer lobte den Liga-Neuling: „Wetschen hat das gut gemacht. Wir wollten hier eine Mischung aus einfachem und schnellem Fußball. Das hat geklappt.“

Seltsame Szenen hingegen kurz vorm Anpfiff – denn keiner der unter den Gegnern bestens Bekannten wusste so recht, ob er trotz Corona zur begrüßenden Umarmung des nun für 90 Minuten konkurrierenden Kumpels ansetzen sollte. Wetschens Kapitän Sören Sandmann tat es dann, herzte seine Sulinger Ex-Kollegen – alles friedlich-freundschaftlich.

Entsprechend lief es auch in der Anfangsphase, die Meyer als „langes Abtasten“ bezeichnete. Beide Seiten ließen dank ihrer gut gestaffelten Ketten zunächst wenig zu. Nach acht Minuten allerdings musste TuS-Schlussmann Eric Schröder gegen den durchgebrochenen Ramiz Pasiov retten, auf der anderen Seite köpfte Sulingens Stürmer Chris Brüggemann bei einer Ecke von Julian Fehse knapp daneben (11.). Mittelfeldmann Fehse zielte anschließend knapp vorbei (21.) – zu einer Zeit, als sich die Visiere langsam aufklappten und es körperbetonter zur Sache ging. Sulingens Außenspieler Pascal Löhmann bekam dies mit drei Fouls gegen sich besonders zu spüren. Zwischendurch vertändelte Wetschens Omar Ceesay kurz vor dem Tor (24.), Löhmann köpfte eine Flanke von Tim Rieckhof knapp drüber (31.), und in der Schlussphase der ersten Hälfte durften sich die Wetscher bei ihrem Schlussmann Tim Becker bedanken: Erst rettete er stark im Rauslaufen gegen den allein auf ihn zusprintenden Brüggemann (39.), dann pflückte er dem im Strafraum lauernden Fehse den Ball von der Stirn (40.).

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff hatte Torge Rittmeyer mit einem artistisch angesetzten Lupfer von links nach einem Freistoß von Lennart Kruse Pech: Den leicht abgefälschten Ball lenkte Schröder entgegen der Laufrichtung sehenswert im Fliegen über den Querbalken. Kollege Becker rettete per sauberer Grätsche als letzter Mann gegen Löhmann (56.). Kurz darauf hätte Pasiov nach einem kapitalen Quer-Fehlpass des ansonsten aufmerksamen TuS-Rechtsverteidigers Timo Hibbeler treffen müssen, scheiterte aber freistehend am super reagierenden Schröder. „Heute hätte ich zwei Dinger machen müssen“, geißelte sich der Ex-Rehdener: „Das schaffe ich dann aber, wenn ich komplett fit bin.“

Beide Keeper glänzten – da musste fast zwangsläufig ein Standard als Türöffner herhalten. So kam es in Minute 67: Schiedsrichter Kevin Görtler (Steimbke) zeigte nach einem Kontakt von Tino Senkler gegen Brüggemann auf den Elfmeterpunkt, der Gefoulte selbst vollstreckte flach zum 1:0 für die Gäste. „Das war nie ein Elfmeter“, schimpfte Sandmann: „Tino spielt klar den Ball.“

Danach arbeitete das Team der Trainer Thorolf und Manuel Meyer hinten konsequent alles ab. Ein Freistoß von Erdal Ölge rauschte knapp über Schröders Kasten (80.). Das war es – und nach sechs Minuten Nachspielzeit feierte der TuS einen Landesliga-Start nach Maß.

Von Cord Krüger

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Wie werde ich Baumpfleger/in?

Wie werde ich Baumpfleger/in?

Das richtige Make-up bringt Frische ins Büro

Das richtige Make-up bringt Frische ins Büro

"Super-Poga" als Sieger am Ziel - "Fühlt sich verrückt an"

"Super-Poga" als Sieger am Ziel - "Fühlt sich verrückt an"

München feiert Ersatz-Wiesn

München feiert Ersatz-Wiesn

Meistgelesene Artikel

Mit dem Messer zwischen den Zähnen

Mit dem Messer zwischen den Zähnen

Mit dem Messer zwischen den Zähnen
Demontage nach Pingels Doppelpack

Demontage nach Pingels Doppelpack

Demontage nach Pingels Doppelpack
Rittmeyer nutzt Patzer eiskalt aus

Rittmeyer nutzt Patzer eiskalt aus

Rittmeyer nutzt Patzer eiskalt aus
Barnstorf fertigt Dickel mit 5:0 ab

Barnstorf fertigt Dickel mit 5:0 ab

Barnstorf fertigt Dickel mit 5:0 ab

Kommentare