26-Jähriger ist Barnstorfs neuer Spielmacher

Brüggemann hat bekannte Vorgänger

Steffen Brüggemann soll künftig das Barnstorfer Spiel als Mittelmann lenken. - Foto: Borchardt

Barnstorf - Von Gerd Töbelmann. Ob in der Regionalliga oder in der Oberliga: Die HSG Barnstorf/Diepholz hatte gerade auf der Position des Mittelmannes schon immer gute Leute. Klaus Waldhelm, Michael Schüppel, Andrej Kandrac oder auch Michael Feldmann standen nicht nur für technische Extraklasse, um die Nebenleute einzusetzen. Nein, von ihnen ging auch reichlich Torgefahr aus. In eben jene Fußstapfen tritt nun Steffen Brüggemann. Der 26-jährige Student schloss sich vom TV Bissendorf-Holte kommend der HSG an und macht bislang einen guten Eindruck.

„Er entspricht total unserem Anforderungsprofil, den ich an einen Mittelmann stelle. Trotz der Kürze der Zeit, in der er bei uns ist, ist er schon unser Denker und Lenker. Aber Steffen hat auch bewiesen, dass er torgefährlich ist“, sagt sein Trainer Dag Rieken.

Bereits in der vergangenen Saison wollten die Barnstorfer Brüggemann verpflichten, doch damals biss Lasse Thiemann, Geschäftsführer der „Handball BaDi GmbH“, noch auf Granit. Eigentlich kein Wunder, denn der Student für Mathematik und Sport ist quasi ein Bissendorfer Urgestein, spielt schon seit 14 Jahren für diesen Verein. „Mein Vater führt den Laden, meine Mutter und meine Schwester sind auch engagiert. Da wechselt man nicht so einfach den Club“, gesteht Brüggemann.

Aber nun ist es soweit. Brüggemanns erste Antwort auf das Warum ist der Standard: „Ich wollte mal was anderes kennenlernen.“ Doch das dürfte nur die halbe Wahrheit sein, denn sicherlich spielte auch die berufliche Perspektive eine große Rolle, denn die Aussicht auf eine Anstellung im Schulverbund Freistatt, wo Barnstorfs Sportdirektor Heiner Thiemann Rektor ist, dürfte letztlich den Ausschlag zum Wechsel gegeben haben.

Brüggemann, der in Osnabrück wohnt, ist zwar erst kurz bei der HSG, hat aber bereits einen gravierenden Unterschied zu seinem Ex-Verein ausgemacht: „In Barnstorf kümmern sich viel mehr Leute um die Belange der ersten Herren. Das ist schön zu sehen.“

Dass er zuletzt beim TV Bissendorf-Holte auch als Linksaußen zum Einsatz gekommen ist, jetzt in Barnstorf aber Mitte spielen soll, stört den angehenden Lehrer nicht: „In der Bissendorfer Jugend habe ich auch oft auf der Mitte gespielt. Das ist kein Problem für mich.“ Und Rieken ergänzt noch: „Wenn wir auf dem linken Flügel Not haben, kann Steffen da einspringen. Das ist doch eine feine Sache.“

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