Eydelstedt bekleckert sich gegen Lembruch nicht mit Ruhm / Müller unzufrieden

Brokering sorgt für Erlösung – 3:1

Eydelstedts Innenverteidiger Hendrik Ottermann (r.) wusste sich in dieser Szene nur mit einem Foul zu helfen: Der 32-Jährige holte Lembruchs Mittelfeldakteur Rene Gimmler von den Beinen.
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Eydelstedts Innenverteidiger Hendrik Ottermann (r.) wusste sich in dieser Szene nur mit einem Foul zu helfen: Der 32-Jährige holte Lembruchs Mittelfeldakteur Rene Gimmler von den Beinen.

Eydelstedt – Nicht mit Ruhm bekleckert, aber es reichte: Der ambitionierte Fußball-Kreisligist SV „Jura“ Eydelstedt bezwang gestern in der Südstaffel den SV „Friesen“ Lembruch mit 3:1 (1:1). „Das war ein glücklicher Arbeitssieg. Lembruch hat´s defensiv gut gemacht. Wir hatten keine Einstellung zum Gegner und haben kaum Laufbereitschaft gezeigt“, analysierte Eydelstedts Trainer Stefan Müller. Lembruchs Coach Thorsten Dünnemann wirkte nicht unzufrieden: „Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir gleichwertig. Es lag ein Unentschieden drin. Ich habe keinen großen Unterschied gesehen.“

Schiedsrichter Klaus Schwecke (TSV Asendorf) pfiff die Partie mit zwölfminütiger Verspätung an, da die Verantwortlichen nicht ins DFBnet hineinkamen. Er bekam die Aufstellung handschriftlich. Die Gäste versteckten sich gegen den Favoriten, der Leibchen über dem Trikot hatte, nicht. So touchierte Lembruchs Sören Wessendorf mit einer Rechtsflanke die Latte (5.). Auf der anderen Seite scheiterte Hendrik Eickhoff zunächst an Lembruchs Torhüter Mathias Uliczka. Den abprallenden Ball setzte Lars Brokering auf die Latte (13.). Nach einem Missverständnis zwischen Torhüter Arthur Wist und Innenverteidiger Hendrik Ottermann lagen die Gastgeber mit 0:1 (23.) zurück. Rene Gimmler hatte den Ball nach vorn gespielt, Ottermann köpfte die „Pille“ nicht weit genug weg. Marcel Hohbein nahm das Geschenk an, schob die Kugel ins leere Tor.

Dieser Patzer sorgte in den Reihen des Spitzenreiters für Verunsicherung. So zielte Wessendorf am langen Eck vorbei (26.). Die Eydelstedter rissen sich vor 100 Zuschauern zusammen, griffen verstärkt an. Malcolm Gläser zirkelte einen Freistoß an den Pfosten, den Abpraller brachte Arndt Egelriede zum 1:1 (30.) im Tor unter. Jetzt waren die Hausherren besser im Spiel, erarbeiteten sich Chancen. Nach einer Gläser-Ecke wuchtete Brokering freistehend einen Kopfball neben den linken Pfosten (36.). Nur 60 Sekunden später bediente Gläser mit einem Pass Niklas Hiller, doch der Kapitän brachte den Ball nicht an Uliczka vorbei (37.).

Nach dem Wechsel stellte Müller die Abwehr von Dreier- auf Viererkette um. Das führte zu mehr Sicherheit. Der Tabellenführer erhöhte den Druck. Lembruchs Stephan Schulze klärte einen Hiller-Kopfball auf der Linie (55.), und Gläser fand nach einer Ecke von Achmed Hussein mit einem Schuss in Uliczka seinen Meister (56.). Nächste Möglichkeit: Brokering köpfte das Leder nach einer Gläser-Ecke über die Latte (59.). Bei einem Entlastungsangriff stellte Marcel Ness Wist auf die Probe (66.). Fünf Minuten später hielt Lembruchs Niklas Krohn Ottermann im Strafraum fest. Uliczka wehrte den Elfmeter von Gläser zwar ab, aber der schwache Referee Schwecke ließ den Elfer wiederholen, da sich Uliczka zu früh bewegt hatte. Im zweiten Anlauf verwandelte Gläser den Strafstoß zum 2:1 (71.). Die Lembrucher kämpften weiter, bemühten sich um das 2:2. Luis Seidel (84.) schoss den Ball genauso über die Latte wie Schulze (90.+2). Seidel hatte nach einer Freistoß-Ablage von Ness Pech, als er den Ball auf die Latte schlenzte (90.). Ein Konter brachte schließlich die Entscheidung: Außenverteidiger Egelriede erlief einen langen Ball von Hussein, bediente Brokering, der zum 3:1 (90.+4) traf.

Von Matthias Borchardt

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