Mit Vilsens erster Herren auf Kreisliga-Kurs – mit den A-Junioren titelverdächtig

Brockmann im Wechselbad der Gefühle

Fußballverrückt: Nick Brockmann (links) opfert in Bruchhausen-Vilsen viel Zeit für seinen Sport. Foto: töbelmann

Bruchhausen-Vilsen - Von Carsten Drösemeyer. Seine Sportbegeisterung ist Nick Brockmann eindeutig in die Wiege gelegt worden: Mutter Sabine galt zu ihren Glanzzeiten als äußerst talentierte Handballerin, und Vater Frank kickte früher für Brinkum in der Verbandsliga.

Ganz so weit hat es der 18-Jährige zwar noch nicht gebracht, doch was nicht ist, kann ja noch werden. Zumindest zählt der angehende Abiturient beim Fußball-Bezirksligisten SV Bruchhausen-Vilsen zu den größten Offensivhoffnungen. Wohlgemerkt nicht nur im Erwachsenen-Bereich – nein, Brockmann geht neben seinen Einsätzen in der ersten Herren auch noch für Vilsens A-Junioren in der Bezirksliga auf Torejagd. Ganz schön viel Aufwand, möchte man meinen: Neben den Abiturvorbereitungen stehen für den Youngster am Wochenende zumeist noch zwei Punktspiele an, vom regelmäßigen Training an den Wochentagen mal ganz zu schweigen.

Aber Brockmann ist halt ein positiv Fußball-Verrückter, wie er schmunzelnd zugibt: „Ich kenne es ja gar nicht anders. Seit meinem vierten Lebensjahr kicke ich. Natürlich ist das manchmal auch stressig, aber Fußball gehörte schon immer zu meinem Leben dazu.“ Und das ist auch gut so, da der glühende Werder-Fan zweifelsohne das Talent besitzt, in die Fußstapfen seines Vaters treten zu können. Schon in der Jugend des TSV Martfeld deutete er seine großen Fähigkeiten an, ehe Brockmann ab den B-Junioren den SV Bruchhausen-Vilsen bereicherte.

Und dort stieg der Offensiv-Allrounder schnell zum absoluten Führungsspieler auf. Obwohl er eigentlich in dieser Saison noch gar nicht für den Kader der Ersten vorgesehen war, griff Ex-Coach Frank Fischer frühzeitig auf seine Qualitäten zurück und „lieh“ sich Brockmann häufiger von der A-Junioren aus. „Nick war für mich immer eine Verstärkung. Ein toller Typ und richtig guter Kicker“, erinnert sich Trainer-Fuchs Fischer, der mittlerweile mit dem FC Sulingen der Landesliga entgegenstrebt.

Allerdings musste Brockmann erst lernen, mit der raueren Luft bei den Erwachsenen umzugehen. „Das war zunächst eine ziemliche Umstellung“, räumt der 18-Jährige ein: „In der Jugend ist es meist nicht ganz so körperbetont, und die Gegenspieler sind weniger abgezockt.“

Doch Vilsens Juwel lernte schnell und akklimatisierte sich in Windeseile. Wobei ihm natürlich zugute kam, dass sein neuer Trainer Patrick Tolle ab Januar neben der Ersten zusätzlich noch die A-Junioren coacht. „Klar ist das ein Vorteil“, erklärt Brockmann: „Patrick und ich kennen uns schon länger und können super miteinander. Es macht wirklich Spaß, unter seiner Regie zu kicken.“

Ein Lob, das Tolle postwendend an den Adressaten zurückschickt: „Nick wird in Zukunft bei Vilsen zu den Korsettstangen zählen. In dieser Serie soll er erst einmal etwas Bezirksliga-Luft schnuppern, aber nach dem Abstieg wird er in der Kreisliga ganz sicher zu unseren Anführern zählen.“

Wozu Brockmann auch bereit ist: „Es ist schade, dass wir mit Vilsen absteigen. Aber dann greifen wir eben nächste Saison wieder an. Es rücken ja einige talentierte A-Jugendliche zusammen mit mir auf. Unser Ziel ist schon der Wiederaufstieg.“

Vorher gilt es für Brockmann indes, die Mission Meisterschaft in der Jugend-Bezirksliga zum Abschluss zu bringen: „Das ist unser großer Traum. Wir spielen alle schon ewig zusammen und wollen uns unbedingt mit dem Titel in den Erwachsenen-Bereich verabschieden.“

Schon bemerkenswert: Trotz Abi-Stress wirkt der Youngster total fokussiert auf die anstehenden Aufgaben mit Vilsen. Aber bei so sportbegeisterten Eltern war wohl nichts anderes zu erwarten.

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