Brinkums Tom Witte reißt sich beim 9:0 gegen Grolland wohl das Außenband

Gelungene Generalprobe mit Schönheitsfehler

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Machte immer wieder Druck über die linke Seite: Brinkums Außenverteidiger Dimitri Khoroshun.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Etwas mehr Gegenwehr hatte Dennis Offermann, Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV, schon erwartet, aber der TSV Grolland spielte wie ein künftiger Absteiger und ließ jegliche Aggressivität vermissen. Die Folge: Brinkum schoss den Vorletzten mit sage und schreibe 9:0 (4:0) vom Platz und legte damit eine gelungene Generalprobe für das Landespokal-Halbfinale am Karfreitag gegen den FC Sparta Bremerhaven hin.

Wenn da nicht die Szene aus der 40. Minute gewesen wäre. Nach einem Luftkampf kam Brinkums Innenverteidiger Tom Witte so unglücklich auf, dass er mit dem linken Sprunggelenk umknickte und sofort das Feld verlassen musste. „Der Knöchel ist ganz warm und dick geworden“, meinte Witte. Eigentlich ein untrügliches Zeichen dafür, dass das Außenband gerissen oder zumindest angerissen ist. Ein Einsatz des 21-Jährige im Pokal am Freitag erscheint damit ausgeschlossen.

Aber es gab gestern auf der Personalebene auch eine frohe Kunde. Der nach fast sechswöchiger Verletzung (Außenbandriss im Sprunggelenk) wieder aufgebotene Niklas Frank absolvierte sein Comeback im BSV-Kasten ohne große Probleme. „Alles gut. Ich merke kaum noch etwas“, sagte Frank, der in der ersten Halbzeit bei einer Doppelchance der Bremer zwei Mal glänzend parierte und den Brinkumern gestern damit die Null rettete.

Von einem Muster ohne Wert wollte Offermann nicht sprechen: „Klar wird uns Bremerhaven im Pokal wohl mehr fordern, aber wir haben heute neun Tore geschossen, die bestimmt nicht schlecht für unser Selbstvertrauen sind.“ Angesprochen auf den Ausfall von Leistungsträger Witte sagte Offermann: „Zum Glück haben wir in der Innenverteidigung gute Alternativen.“ So ist damit zu rechnen, dass im Pokal Jürgen Heijenga und Inouss Boure-Toure in der Mitte abdichten werden.

Bei strömendem Regen hatten die Gastgeber auf dem Kunstrasenplatz jederzeit alles fest im Griff. Der aus dem Urlaub zurückgekehrte Top-Torjäger Saimir Dikollari (hat sich zu seiner Zukunft noch nicht geäußert) saß zwar zunächst nur auf der Bank, aber die anderen Offensivkräfte erspielten eine Chance nach der anderen. In der 16. Minute brach Marcel Dörgeloh mit seinem Tor zum 1:0 den Bann. Bis zur Pause legten Kai Tönsmeyer (32.), Dennis Krefta (37.) und erneut Dörgeloh (45.+2) zur 4:0-Vorentscheidung nach. Von Minute zu Minute wurde Grollands Coach Frank Thinius (in der vergangenen Saison noch teilweise am Brunnenweg in der Verantwortung) dabei ruhiger und ruhiger, weil seine Spieler den letzten Biss vermissen ließen.

Nach dem Wechsel ging das muntere Scheibenschießen weiter. Krefta (46.), Dörgeloh (56.), Dikollari (65./76.) und Jannik Bender (84.) langten zum 9:0 zu.

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