Brinkums Trainer Arambasic freut sich auf den Ligastart

„Der Fokus liegt jetzt auf Grohn“

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Brinkums Trainer Kristian Arambasic (re.) und Co-Trainer Jörg Bender sind gespannt auf die neue Saison.

Brinkum - Von Arne Flügge. Hinter den Fußballern des Brinkumer SV liegen turbulente Wochen. Zuerst der Lizenzentzug, dann die Bestätigung durch das Bezirksportgericht, ehe das Verbandssportgericht in letzter Instanz das Urteil aufhob und die Brinkumer nun doch in der kommenden Saison in der Bremen-Liga spielen dürfen.

Das alles ist an Mannschaft und Trainer nicht spurlos vorbei gegangen. Wie tief diese Spuren vor dem Saisonauftakt am Sonntag (14.00 Uhr) im Heimspiel gegen den SV Grohn noch sind – auch darüber spricht Trainer Kristian Arambasic (38) im Interview.

Herr Arambasic, wie haben Sie persönlich die vergangenen Wochen verkraftet?

Kristian Arambasic: Eigentlich ganz gut, doch es war schon sehr aufreibend und anstrengend. Neben der Arbeit mit der Mannschaft musste man sich viel in Statuten einlesen und sehr viel zusätzliche Arbeit für den Verein leisten. Wir haben jetzt zum Beispiel auch eine zweite Mannschaft aufgestellt. Insgesamt hat es aber viel Spaß und Freude bereitet – natürlich nach dem positiven Urteil.

Das Fehlen einer U23 wäre dem Club fast zum Verhängnis geworden. Hat der Verein also auch aus der Sache gelernt?

Arambasic: Natürlich. Erstmal haben wir eine zweite C-Jugendmannschaft gemeldet, um komplett auf der sicheren Seite zu sein. Eine U23 zu haben, lag mir persönlich am Herzen. Ich bin ein Freund von zweiten Mannschaften. Spieler der Ersten, die lange nicht dabei oder verletzt waren, brauchen Spielpraxis. Da ist die Liga egal. Spiele sind dann wichtiger als Training.

Wie haben Sie so schnell eine zweite Mannschaft auf die Beine gestellt?

Arambasic: Da steckt natürlich einiges an Arbeit drin, aber wir haben ein sehr nettes Team zusammengestellt. Es ist eine Studententruppe, die Lust auf Fußball hat. Dazu kommen noch ein paar Oldies aus Brinkum, die wieder spielen möchten. Das ist eine gute Mischung. In der 3. Kreisklasse ist natürlich kein Leistungsfußball zu erwarten. Aber das ist auch egal. Und wenn ich die Zeit finde, werde ich da selbst noch mal die Schuhe schnüren.

Wie viel von den ganzen Turbulenzen ist bei Ihrer Mannschaft hängen geblieben?

Arambasic: Das kann ich im Moment noch nicht so richtig einschätzen. Uns allen ist nach dem abschließenden Urteil ein Stein vom Herzen gefallen, bei der Mannschaft ist große Erleichterung zu spüren gewesen. Doch seit ungefähr zehn Tagen ist das Thema nicht mehr akut. Wir haben den Fokus wieder ganz auf den Fußball legen können. Die beiden Siege im Pokal waren ein Anfang, jetzt kommt Grohn in der Liga – und wir müssen auch da unsere Hausaufgaben machen.

Und das vermutlich mit großer Vorfreude.

Arambasic: Definitiv, klar. Wir freuen uns, dass es nach der langen Vorbereitung endlich losgeht. Natürlich läuft noch nicht alles rund, wir sind noch in der Findungsphase. Das wird auch noch ein wenig dauern. Aber wir sind heiß darauf, dass es jetzt endlich um Punkte geht. Wichtig ist, dass wir die jetzt holen. Alles andere wird nach und nach kommen.

Was fehlt der Mannschaft noch?

Arambasic: Die Vorbereitung war nicht optimal: Die äußeren Störfeuer, viele Verletzte, immer wieder Spieler im Urlaub. Ich hatte höchst selten mal die ersten 14, 15 Spieler zusammen. Dazu haben wir viel experimentiert.

Schrauben Sie damit die Erwartungshaltung nicht bewusst ein wenig zurück?

Arambasic: Nein. Wir wollen gegen Grohn zu Hause die drei Punkte holen, keine Frage. Wir sind physisch sehr gut vorbereitet, die Jungs können die Wege gehen. Was noch fehlt, ist das Fußballerische. Doch das wird mit Erfolgserlebnissen kommen. Da bin ich mir sicher. Wir müssen sehen, dass die Rädchen jetzt nach und nach ins Rollen geraten und wir den Sand, der noch im Getriebe ist, so langsam rausschaufeln können.

Zuletzt im Pokal beim 8:0 gegen den TV Bremen-Walle war das deutlich zu erkennen: Erst pfui, dann hui!

Arambasic: Genau. Die erste Halbzeit war von uns unterirdisch. Da haben wir ganz klar eine andere Erwartungshaltung. Da sind wir noch nicht dauerhaft in dem Stadium, wo ich mit der Mannschaft hinmöchte. Auf der anderen Seite zeigen wir bereits richtig schöne Angriffszüge, sind torgefährlich. Da ist die Entwicklung dann bereits deutlich zu sehen.

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