Brinkums Trainer glaubt fest daran, dass er ein Team stellen kann / Erste Neuzugänge

Puzzle-König Engelmann

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Obwohl der Großteil des Teams gegangen ist, dachte Brinkums Trainer Sven Engelmann nie an Aufgabe.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Der Last-Minute-Klassenerhalt in der Handball-Verbandsliga der Männer wurde vom FTSV Jahn Brinkum zwar gefeiert, doch unmittelbar danach gingen die Sorgen los, weil ein Großteil des Teams den Verein verlassen bzw. aufhören wird (wir berichteten). Trainer Sven Engelmann blieb an Bord und hat nun ein Personal-Puzzle vor sich, wo ihm noch etliche Teile fehlen.

Aus dem alten Kader halten lediglich Christoph Schneider, Stefan Schröder, Dennis Brüggemann, Sebastian Beckmann und der erst spät gekommene Daniel Schlichting dem Verein die Treue. Erst im Januar stoßen Florian Peters und Stefan Troycke hinzu, die wegen ihres Studiums noch ein Auslandssemester absolvieren.

„Die meisten haben schon früh angedeutet, dass sie wechseln werden, so dass ich nicht allzu überrascht war. Lediglich von einem Spieler bin ich enttäuscht, möchte den Namen aber nicht nennen“, erklärte Engelmann.

An Aufgabe hat der 48-Jährige jedoch nie gedacht: „Mir macht das nach wie vor Spaß, mit jungen Leuten zu arbeiten. Dass der Umbruch jedoch nun so groß sein muss, habe ich mir natürlich nicht gewünscht.“

Derzeit telefoniert sich der Jahn-Coach die Finger wund, um den Kader aufzufüllen. Und die ersten Erfolge haben sich auch schon eingestellt von Spielern, die allesamt unterklassiger gespielt haben, nun jedoch mal Verbandsliga-Luft schnuppern möchten. Vom TuS Syke schließt sich der 22-jährige Keeper Jonas Schröder den Brinkumern an. Jetzt muss noch ein zweiter Torwart her, „aber da habe ich schon einen vielversprechenden Kontakt“, wie Engelmann gestern verriet.

Von der SG Bremen-Ost kommt Mike Osniakowski. Mit seinen 31 Jahren bringt der Linksaußen, der aber auch am Kreis spielen kann, damit einiges an Erfahrung mit nach Brinkum. 24 Jahre alt ist Patrick Albers, der in der Regionsliga bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst zuletzt als Mittelmann gespielt hat und damit von Engelmann als Nachfolger von Carsten von der Heyde vorgesehen ist. Mit seinen erst 18 Jahren ist Kay Engelmann das Küken unter den bisherigen Neuzugängen. Der Sohn des Trainers spielte zuletzt für die A-Jugend der HSG Delmenhorst in der Landesliga und hat seine Stärken vornehmlich im halblinken Rückraum.

Weitere Kontakte pflegt Engelmann noch zu einem Kreisläufer und einem weiteren „Halblinken“. Anfang Juli stellt sich zudem ein Linkshänder beim Training vor. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir ein Team zusammen bekommen. Klar ist aber schon jetzt, dass es für uns nur darum gehen kann, irgendwie die Klasse zu halten. Mehr ist nicht drin.“

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