Tor zum 3:3 gegen Habenhausen in der 88. Minute / Krefta trifft doppelt

Brinkums Ole Strangmann verhindert die totale Pleite

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Brinkums gestern mit Abstand bester Spieler Dennis Krefta (Bild rechts) traf gestern in Habenhausen gleich doppelt. ·

Brinkum - Von Gerd TöbelmannZufrieden war hinterher keiner der beiden Trainer nach dem 3:3 (2:3) des Brinkumer SV in der Fußball-Bremen-Liga beim Habenhauser FV. BSV-Coach Frank Thinius monierte den letzten Biss seiner Mannschaft – Kollege Bernd Otto haderte mit dem später Ausgleichstreffer des Gegners in der 88. Minute. „Aufgrund dieses Tores müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein, aber eigentlich ist das gegen Habenhausen zu wenig“, meinte Thinius.

Vor allem in der ersten Halbzeit stellte sich sein Team in der Deckung anfängerhaft an. Keine Spur davon, dass der BSV in der vergangenen Serie noch die zweitbeste Abwehr gestellt hatte. Dass die Bremer Maximilian Kluge und Florian Otto vor allem über die Schnelligkeit kommen und schon bei Ballannahme gestört werden müssten, ist in der Liga längst kein Geheimnis. Vor allem Jürgen Heijenga und Jannis Berendt jedoch ließen sich reihenweise übertölpeln.

Dabei fing alles nach Plan an: In der 13. Minute schüttelte Neuzugang Dennis Krefta seinen Gegenspieler wie eine lästige Fliege ab und traf aus acht Metern zum 1:0. Freuen konnte sich Brinkum darüber nicht lange, denn Kluge ließ Brinkum per Doppelschlag dumm aussehen. In der 21. Minute bestrafte er einen Brinkumer Tiefschlaf nach einem Freistoß per Kopfball zum 1:1. 120 Sekunden später narrte er Berendt und Heijanga und schoss zum 2:1 ein.

Brinkum kam aber zügig zurück. Zunächst verpasste Esin Demirkapi (30.) noch das 2:2, doch in der 33. Minute war wieder Krefta zur Stelle, stellte seinen bulligen Köper nach Steilpass zwischen Ball und Gegner, schaute einmal hoch und traf zum 2:2. „Dennis war heute mit Abstand unser bester Mann. Er hat viele Wege gemacht und den unbedingten Willen zum Torerfolg gezeigt“, gab’s von Thinius ein Sonderlob.

Die Krönung der Brinkumer Unzulänglichkeiten in der Abwehr war die Szene in der 36. Minute: Dreimal hätte Brinkum gegen Florian Otto klären können, dreimal gelang es nicht, so dass der Habenhauser das 3:2 erzielen konnte. Thinius war außer sich: „Jeder Schuss ein Treffer. Das gibt’s doch nicht.“

In der zweiten Halbzeit verlor das Match an Dynamik. Habenhausen spielte „langen Hafer“ und hoffte damit, Kluge oder Otto zu füttern. Brinkum war optisch überlegen, aber nicht zwingend genug. „Mit Fußball hatte das von unserer Seite nicht viel zu tun. Aber mir haben einige spielstarke Leute gefehlt“, zuckte Trainer Otto nach dem Abpfiff mit den Schultern.

Brinkum hätte mehr draus machen müssen. In der 48. Minute traf Kai Tönsmeyer, der viel zu verspielt war, per Heber nur die Latte. Danach tat sich nicht mehr viel. „Frank Thinius gab zu, „dass ich nicht mehr mit dem Ausgleich gerechnet habe.“

Doch der fiel dann doch noch in der 89. Minute. Diesmal zeigte Tönsmeyer den Willen zum Tor, beförderte das Leder mit letzter Kraft von rechts aus an den langen Pfosten, wo Ole Strangmann mit voller Wucht aus zwei Metern das Spielgerät zum 3:3 in den Kasten wuchtete.

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