Brinkums Shooter verwandelt gegen TSV Bremervörde II Siebenmeter zum 28:28

Kieselhorst nervenstark

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Traf gestern aus allen Lagen und war auch nicht mit einer Manndeckung auszuschalten: Brinkums Rückraumshooter Tim Kieselhorst (beim Wurf) erzielte beim 28:28 satte 13 Tore.

Brinkum - Kein Spiel für schwache Nerven: Sieben Sekunden vor dem Abpfiff verwandelte gestern Tim Kieselhorst einen Siebenmeter zum 28:28 (18:16)-Endstand gegen den Tabellenvierten TSV Bremervörde II und sicherte den Verbandsliga-Handballern des FTSV Jahn Brinkum einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenverbleib.

„Hut ab vor der kämpferischen Leistung meiner Mannschaft. Dieses Unentschieden gibt uns einen Schub für die kommenden Aufgaben“, sagte ein zufriedener Trainer Sven Engelmann. Da neben Meik Schäfer (Urlaub), Torben Schierenbeck (hartnäckige Schulterprobleme), Daniel Schlichting (muskuläre Probleme) auch noch Robert Gums und Maik Bhola (lagen mit Grippe im Bett) ausfielen, bemühten sich die Brinkumer um eine kurzfristige Spielverlegung. Der TSV Bremervörde II stimmte dem Wunsch zu, doch Spielleiter Jens Schoof schob einen Riegel davor. Engelmann suchte nach Alternativen und fand sie: So sprangen Dennis Brüggemann aus der ehemaligen Zweiten und der A-Jugendliche Daniel Hoyer ein.

In einer körperbetonten Partie schenkten sich beide Teams nichts. Die Gastgeber lagen nach einem Gegenstoß-Treffer von Christoph Schneider (7/4) mit 4:2 (8.) vorn. Ein gut aufgelegter Shooter Tim Kieselhorst (13/2) erhöhte auf 12:9 (20.) und 14:10 (24.). „Meine Mannschaft hat eine tolle Einstellung gezeigt, kaum Fehler gemacht“, analysierte der 48-Jährige. Die Hausherren steckten auch den zwischenzeitlichen Ausfall von Stefan Troyke weg. Er schied nach einem Schlag ins Gesicht mit heftigem Nasenbluten aus.

Die Brinkumer ackerten nach dem Wechsel weiter in der Abwehr. Nach 20 Minuten hatte Carsten von der Heyde Bremervördes Spielmacher Felix Weber (8/5) in Manndeckung genommen. Später übernahm Florian Peters den Part. Bis zum 23:22 (45.) durch eine „Bude“ von Kieselhorst lag der Tabellenzehnte vorn. Es folgte eine schwache Phase der Heimmannschaft. „Wir haben katastrophale Fehler gemacht“, monierte der Jahn-Coach. Die Bremervörder warfen fünf Tore in Folge und befanden sich beim 27:23 (54.) auf der Siegerstraße. Zu diesem Zeitpunkt wirkte der neunfache Torschütze Lars von Kamp nicht mehr mit. Er hatte nach einem Griff in den Arm von Stefan Schröder die Rote Karte gesehen (50.).

„Wir haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt“, lobte Engelmann sein Team. Die Brinkumer kämpften weiter, und Kieselhorst glich vom Kreis zum 27:27 (58.) aus. Nach dem 27:28 hatte der Hüne seinen letzten Auftritt.

FTSV Jahn Brinkum: Sawicki (1. Hz.), Sadeghi (2. Hz.) - Chr. Schneider (7/4), Schröder, von der Heyde (2), Beckmann (3), Kieselhorst (13/2), Peters (2), Brüggemann (1), Hoyer.

mbo

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