Lockerer 26:16-Sieg über Wagenfeld

Brinkums problemlose Premiere

Leichtes Spiel hatten Carsten von der Heyde (li.) und Jahn Brinkum gestern in ihren Offensivaktionen. Dem TuS Wagenfeld (hier mit Hendrik Kruse) fehlte die Kraft.

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsBRINKUM · Dass der TuS Haren in der Handball-Verbandsliga nicht das Maß aller Dinge ist, musste gestern der TuS Wagenfeld feststellen. Nach dem Auftaktsieg trat der Absteiger beim ambitionierten FTSV Jahn Brinkum zum Kreisderby an – und wurde gnadenlos abgefertigt: Mit 26:16 (11:7) dominierte das Team von Sven Engelmann nach Belieben.

Für Wagenfelds Kreisläufer Henning Hoffmann keine Überraschung: „Brinkum ist einfach stärker besetzt. Für uns kommen noch wichtigere Spiele.“ Dass überhaupt welche anstehen und die Saison langsam aber sicher aus den Startlöchern kommt, ist für TuS-Spielertrainer Szymon Piechowiak das Wichtigste: „Wir hatten ja nur ein Vorbereitungsspiel und die Partie in Haren. In der Zusammensetzung ist die Mannschaft erst zum dritten Mal aufgelaufen.“ Die fehlende Abstimmung machte sich in fast jeder Szene der Begegnung bemerkbar. So benötigten die Gäste gegen die allerdings auch äußert aggressiv verteidigenden Brinkumer sechs Minuten, ehe sie Aschkan Sadeghi erstmals bezwungen hatten. „Mit der Abwehrleistung konnte ich ganz zufrieden sein“, sagte Brinkums Coach Sven Engelmann dementsprechend. Das Spiel nach vorne hingegen ließ den 44-Jährigen immer wieder missmutig auf seinen Platz am Spielfeldrand sinken. Und das, obwohl sein Team über 7:3 (19.) und den Halbzeitstand von 11:7 locker davonzog. „Nur statische Sachen“, hatte Engelmann gesehen, „erst nach der Pause konnten wir ein Feuerwerk abbrennen, zumindest zehn Minuten lang.“

Plötzlich kam Schwung in die Aktionen der Gastgeber, die ihre Nervosität zum Saisonauftakt nun ablegten und Wagenfeld mit den einfachsten Mitteln zur Verzweiflung trieben. Vor allem Matthias Schneider im linken Rückraum mit insgesamt sieben Toren und Spielmacher Carsten von der Heyde (fünf Treffer) nutzten die sich bietenden Lücken effizient. „Wir waren platt“, musste Piechowiak zugeben. So rannten die Brinkumer nahezu ohne Gegenwehr auf das Tor von TuS-Schlussmann Daniel Nietfeld zu, der zu bemitleiden war. Zumeist blieb er ohne Chance, ob die Gegner nun Maik Bhola (35., 13:7) oder Ralf Warfelmann (46., 19:9) hießen. „Du musst zum Tor“, wurde Engelmann bei Warfelmanns nächster Gelegenheit sogar nochmal richtig laut – er konnte es sich längst leisten, auf die Kleinigkeiten zu achten. „Gott sei dank war Wagenfeld nicht auf Augenhöhe mit uns. Trotzdem wissen meine Spieler, wo sie stehen“, freute sich der Brinkumer Trainer: „Aber nächste Woche gegen Achim/Baden II müssen wir mehr bringen.“ Auch Meik Schäfer, neuer Kreisläufer und stabiler Abwehrmann der Brinkumer, war die „Einfallslosigkeit“ der Wagenfelder nicht entgangen.

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